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    Bad Kissingen

    Besonderes Grabmal

    Arbeitseinsatz auf dem Kapellenfriedhof.
    Das Grabmal im Kapellenfriedhof. Foto: Werner Eberth       -  Das Grabmal im Kapellenfriedhof. Foto: Werner Eberth
    Das Grabmal im Kapellenfriedhof. Foto: Werner Eberth

    Bei den jüngsten Einsätzen auf dem Kapellenfriedhof haben die Helfer festgestellt, dass eine Eibe an der Straßenmauer in der Höhe der Kirche ein besonderes Grabmal zu erdrücken droht. Die Helfer haben festgestellt, dass sie mit ihren Mitteln den Baum nicht auslichten können. Die Friedhofsgärtnerei der Stadt hat inzwischen die Äste hinter dem Grabmal entfernt. Die Stadtgärtnerei hat außerdem den gesamten Friedhof von Laub befreit, sodass er bei dem derzeitigen Wetter mit dem grünen Rasen wie im Frühjahr wirkt.

    Das von den Ästen befreite Grabmal Gleissner ist im Kapellenfriedhof insofern einmalig, da es als Rundtempel ausgeführt ist.

    Vorlage für das Grabmal war sicher der Monopteros im Englischen Garten in München, errichtet unter König Ludwig I. In München und Umgebung ist der Begriff "Monopteros" geläufig, die wörtliche Übersetzung "Einflügler" ist nicht bekannt. Gemeint ist, dass ein Rundgebäude nur einen Flügel, gemeint ist nur eine Außenwand hat, im Gegensatz zu einem normalen Gebäude mit vier Außenwänden. Das Rundgrab auf dem Friedhof hier hat allerdings kein Dach. Der Münchner Monopteros entstand auf Geheiß von König Ludwig I. von Bayern zu Ehren von Kurfürst Karl Theodor und seinem Vater König Maximilian I. Erbaut wurde der Tempel in den Jahren 1832 bis 1837 nach den Entwürfen von Leo von Klenze . Begraben wurde im hiesigen Friedhof zuerst die "Arztensgattin" Johanna Gleissner, geborene Schöppner, und gestorben am 22. Januar 1911 und ihr Mann Sanitätsrat Dr. Josef Gleissner, geboren 11. Dezember 1869, gestorben 28. Februar 1938.

    Die Grabplatte bedarf der Reinigung, eine Aufgabe für die freiwilligen Helfer. kew

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    Werner Eberth

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