• aktualisiert:

    Bad Neustadt an der Saale

    Bittere Niederlage für den HSC

    Mit einem Doppelpack schaffte der HSCler Maximilian Schmitt (am Ball) einen zwischenzeitlichen Ausgleich im Spiel bei de...

    HSG Rodgau Nieder-Roden - HSC Bad Neustadt-Rhön 35:29 (17:14).
    Diesmal wurde die Reise nach Rodgau für die HSCler nicht mit einem Punktgewinn belohnt. Weil die Leistungsträger Jan Wicklein und Konstantin Singwald fehlten, hätten die Rot-Weißen mit ihren Kräften haushalten müssen. Dies war aber nicht möglich, weil die Heimsieben vom Anpfiff weg aufs Tempo drückte. Trotzdem ging der HSC nach Toren der Außen Martin Bieger und Benedikt Kleinhenz mit 9:7 in Führung.

    Der reaktivierte Kleinhenz zeigte dabei auf der Rechtsaußenposition insgesamt eine starke Leistung, "der Junge hat mir Freude gemacht", zollte ihm sein Coach Christoph Kolodziej ein Sonderlob. Den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 12:12 beantworteten Vilim Leskovec und Timo Riesenberger mit der 14:12-Führung. Da waren noch acht Minuten in der ersten Halbzeit zu spielen, bis zum Kabinengang hatten die Rhöner dann ihr Pulver verschossen.


    Jeden Fehler ausgenutzt

    Es trafen nur noch die Hessen, die jeden Fehler des Gegners im Spielaufbau und bei Würfen gnadenlos ausnutzten und mit Tempogegenstößen zu einer Drei-Tore-Führung kamen. "Nieder-Roden lief viele Konter", bilanzierte der HSC-Coach, "das hat unserem Spiel weitgehend gefehlt, das muss sich in den nächsten Spielen bessern." Symptomatisch für die Schwächephase der Gäste zum Ende des ersten Durchgangs war dann der von Riesenberger und von Keeper Marco Rhein parierte Siebenmeter in der Schlusssekunde.

    Nach dem Seitenwechsel deutete zunächst alles auf einen ungefährdeten Heimsieg der "Redmänner" hin, denn diese bauten den Vorsprung bis zur 35. Minute auf 20:16 aus. "Doch die Einstellung und Moral meiner Spieler war sehr gut, sie gab sich noch lange nicht geschlagen und kämpfte sich von Minute zu Minute ins Spiel zurück", freute sich Kolodziej. Dieser erlebte eine konzentriert vorgetragene Aufholjagd. Hines, der nun für die Ausführung der Siebenmeter verantwortlich war, und Kleinhenz schafften den von den mitgereisten Gäste-Fans umjubelten Ausgleich in der 40. Minute (22:22). Die Hausherren gingen danach zwar neuerlich in Front, doch in der 47. Minute deutete nach einem Leskovec-Treffer zum 25:24 alles auf eine spannende Schlussphase hin.


    Zu viele Nachwürfe erlaubt

    Diese Hoffnung aus Sicht der Kurstädter erledigte sich allerdings schnell, weil Philippe Kohlstrung (zweimal) und Weidinger auf 28:24 erhöhten. "Die Kompaktheit in der Deckung ging verloren", sagte der HSC-Trainer. Die Gastgeber profitierten in der Endphase auch von einer weiteren Abwehrschwäche des Kontrahenten: "Wir haben zu viele Gegentore kassiert, weil wir nach Paraden von Felix Schmidl nicht in die abprallenden Bälle gesprungen sind und so dem Gegner dann erfolgreiche Nachwürfe erlaubt haben."
    Die routinierten Nieder-Rodener verteidigten ganz abgeklärt den Vorsprung und feierten den ersten Heimsieg im Jahr 2018. "Die Niederlage ist natürlich bitter, weil wir lange mitgehalten haben", sagte der HSC-Trainer. "Aber angesichts der Umstände kann und will ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen." In Vorbereitung auf das schwere Heimspiel gegen den Tabellenführer TV Großwallstadt kündigte er schwerpunktmäßig "Verbesserung der Abwehrarbeit" an.
    Die HSC-Treffer erzielten: Gary Hines (9/2), Vilim Leskovec (7), Benedikt Kleinhenz (4), Maximilian Schmitt (3), Martin Bieger (3), Franziskus Gerr (2), Timo Riesenberger (1). Peter Balthasar

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)


      Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de?
      Dann jetzt gleich hier registrieren.