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    Maßbach

    Brachliegende Waldstückchen gehen an die Gemeinde Maßbach

    Durch Erbteilung sind viele Flächen im Maßbacher Wald so klein geworden, dass sie kaum noch bewirtschaftet werden können. Doch die Eigentümer sind lange verstorben und Erben unbekannt. Deshalb will die Marktgemeinde nun die Erben ausschließen lassen. Unser Bild zeigt den Marktgemeinderat bei einer Waldbegehung. Foto: Dieter Britz
    Durch Erbteilung sind viele Flächen im Maßbacher Wald so klein geworden, dass sie kaum noch bewirtschaftet werden können. Doch die Eigentümer sind lange verstorben und Erben unbekannt. Deshalb will die Marktgemeinde nun die Erben ausschließen lassen. Unser Bild zeigt den Marktgemeinderat bei einer Waldbegehung. Foto: Dieter Britz
    Der Notarvertrag muss nur noch von Bürgermeister Matthias Klement unterschrieben werden, dann ist die Marktgemeinde Eigentümer von 18 herrenlosen Waldstücken. Dem stimmte er Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu.

    Im Maßbacher Wald gibt es durch die Realteilung zahlreiche kleine und kleinste Waldstücke, die sich nur schwer bearbeiten lassen. Durch einen freiwilligen Waldtausch sollen auf freiwilliger Basis Waldstücke zu größeren Flächen zusammengelegt werden. Zahlreiche im Grundbuch eingetragene Eigentümer, die in diesen Waldtausch mit einbezogen werden sollten, sind allerdings bereits seit Jahren oder gar Jahrzehnten tot. Ihr Sterbeort ist nicht bekannt, ebenso wenig, ob Erben vorhanden sind. Die Flächen seien seit Jahrzehnten unbewirtschaftet, sie lägen seit langem brach, hieß es.

    Grundsteuer sei auch von niemand bezahlt worden. Der Notar habe schon erfolglos versucht, Erben zu finden, so Matthias Klement . "Es besteht die Möglichkeit, im Wege eines Aufgebotsantrages in Verbindung mit einer Versicherung an Eides statt ... etwaige Erben als Bucheigentümer auszuschließen. Die betroffenen Grundstücke fallen dann im Zuge der Aneignung grundbuchamtlich ins Eigentum des Marktes Maßbach ", heißt es in der Beschlussvorlage für den Markt Gemeinderat. Sollten allerdings später Eigentümer oder Erben auftauchen, würden diese selbstverständlich entschädigt.


    Auf Initiative von Marktgemeinderat Achim Bieber (BBP) wurde festgelegt, dass sich die Entschädigungspflicht nach dem Wert im Jahr 2018 richtet und nicht nach einem eventuell später höheren Wert. Matthias Klement bekam schließlich einstimmig die Ermächtigung, für die betroffenen Waldstücke beim Notariat einen Aufgebotsantrag zu stellen und eine Versicherung an Eides statt abzugeben, damit die Gemeinde diese Flächen bekommt. Im Zuge dieses Verfahrens werden die Grundstücksnummern amtlich veröffentlicht und eventuelle Eigentümer oder Erben aufgefordert, sich zu melden und ihre Rechte geltend zu machen, so Bürgermeister Klement im Gespräch mit der Zeitung.

    Am Ortsausgang von Maßbach in Richtung Volkershausen dürfen nun doch zwei großformatige Werbetafeln angebracht werden. Der Marktgemeinderat nahm die Klage gegen die Baugenehmigung des Landratsamtes Bad Kissingen zurück, da ab der Einmündung "am Heidig" eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Kilometer pro Stunde eingerichtet wird. Außerdem wird die Ortstafel vor die Einmündung der Straße "am Perlengarten" verlegt.

    Der Marktgemeinderat hatte, als das Baugesuch der Sirius GmbH aus Heerbrugg (Schweiz) im Januar auf die Tagesordnung kam, große Bedenken und es abgelehnt. Marktgemeinderat Diethard Dittmar ( SPD ) fürchtete eine Verschandelung der Landschaft und Bürgermeister Matthias Klement ( CSU ) wies seinerzeit darauf hin, dass an dieser Stelle noch 100 Kilometer pro Stunde gefahren werde, wodurch die Autofahrer gefährlich abgelenkt werden könnten. Das Landratsamt allerdings stimmte zu, wogegen die Marktgemeinde geklagt hatte.

    Die Erschließung des Baugebietes Centleite geht voran. Die Erdarbeiten laufen auf Hochtouren. In der Sitzung des Gemeinderates ging es jetzt um die Beleuchtung. Für die Straße sind zwölf und für die Treppenanlage drei Lampen notwendig. In einem vom Bayernwerk vorgelegten Vertrag ist von Gesamtkosten einschließlich Kabel in Höhe von 21 538 Euro die Rede. Das Planungsbüro hatte 27 500 Euro geschätzt. 90 Prozent der Kosten werden, da es sich um eine erstmalige Erschließung handelt, auf die Grundstückseigentümer umgelegt. Bürgermeister Matthias Klement ( CSU ) bekam einstimmig vom Marktgemeinderat die Ermächtigung, mit dem Bayernwerk einen entsprechenden Vertrag abzuschließen.

    Dieter Britz

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