• aktualisiert:

    Bad Kissingen

    Nach Brand in Bad Kissingen: Nicht nur eine Leiche, sondern auch viele Waffen

    Vor vier Wochen wurde bei Löscharbeiten eine Leiche entdeckt. Doch auch zahlreiche Waffen wurden entdeckt. Der Mann hatte für einige Waffen keine Erlaubnis.
    Am Karfreitagmorgen brannte es in einer Wohnung in der Johannes-Brahms-Straße in Bad Kissingen. Im Wohnzimmer wurde nach dem Löschen die Leiche eines Menschen gefunden. Foto: Peter Rauch       -  Am Karfreitagmorgen brannte es in einer Wohnung in der Johannes-Brahms-Straße in Bad Kissingen. Im Wohnzimmer wurde nach dem Löschen die Leiche eines Menschen gefunden. Foto: Peter Rauch
    Am Karfreitagmorgen brannte es in einer Wohnung in der Johannes-Brahms-Straße in Bad Kissingen. Im Wohnzimmer wurde nach dem Löschen die Leiche eines Menschen gefunden. Foto: Peter Rauch

    Als die Feuerwehr am Karfreitagmorgen um 5 Uhr in die Johannes-Brahms-Straße in Bad Kissingen gerufen wurde, stand das Wohnzimmer einer Einheit der dortigen Wohnanlage bereits in Flammen. Der Einsatz war alles andere als gewöhnlich: Nach dem Löschen wurde in einer Ecke des Zimmers eine Leiche gefunden . Doch das war nicht alles. Bei der Nachschau stießen Beamte der Polizeiinspektion Bad Kissingen auf jede Menge Waffen.

    Die Kriminalpolizei in Schweinfurt wurde eingeschaltet. Nach vier Wochen Ermittlungsarbeit können die Kriminaler auf Nachfrage Licht ins Dunkle bringen.

    Waffen ohne Erlaubnis besessen

    So handelt es sich bei dem Toten um einen 64 Jahre alten Mann, der in Sachsen gemeldet ist. Über längere Zeit hinweg hielt er sich aber hauptsächlich in der Wohnung in Bad Kissingen auf.

    In der Wohnung wurden "mehrere Schusswaffen " sichergestellt, sagt die Pressestelle des Polizeipräsidiums Unterfranken. Es hätten sich auch antike Sammlerstücke und viele Einzelteile darunter befunden.

    Die Ermittlungen der Kripo ergaben, dass der Mann für den Besitz einzelner Schusswaffen keine Erlaubnis hatte, so die Polizei .

    In den Besitz der Waffen gelangte der Mann offensichtlich durch seinen früheren Beruf: Er war einst Chef eines Waffenladens, den er in Sachsen betrieben hatte. Laut Auskunft der Polizei deutet nach den Ermittlungen nichts darauf hin, dass der Mann mit den Waffen eine Straftat geplant hätte.

    Was die Todesursache angeht, so bezeichnet sie die Polizei als eine "natürliche", sprich: Es gibt kein Fremdverschulden. Viel mehr sei von einem Unglücksfall auszugehen, "bedingt durch den schlechten Gesundheitszustand des 64-Jährigen", weiter ins Detail will die Polizei aufgrund von Persönlichkeitsrechten nicht gehen.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Bad Kissingen-Newsletter!

    Susanne Will

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!