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    Burkardroth

    Burkardroth: Wasser und Bauanträge beschäftigen den Gemeinderat

    Das Coronavirus hält die Einwohner in Burkardroth nicht vom Bauen ab. Vielen Bauanträge waren auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Außerdem sprach das Gremium über das Thema Wasser.
    Die Tagesordnung des öffentlichen Teils bei der jüngsten Gemeinderatssitzung im Markt Burkardroth bestand zu großen Teilen aus diversen Bauanträgen. Foto: Johannes Schlereth       -  Die Tagesordnung des öffentlichen Teils bei der jüngsten Gemeinderatssitzung im Markt Burkardroth bestand zu großen Teilen aus diversen Bauanträgen. Foto: Johannes Schlereth
    Die Tagesordnung des öffentlichen Teils bei der jüngsten Gemeinderatssitzung im Markt Burkardroth bestand zu großen Teilen aus diversen Bauanträgen. Foto: Johannes Schlereth

    In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Marktgemeinderat Burkardroth mit verschiedenen Bauanträgen und Investitionen am Hochbehälter in Gefäll. Das neue Gremium begleitete die Sitzung mit kritischen Fragen.

    Der Wasserversorger der Kommune, die Rhön-Maintal-Gruppe, betreut einen Großteil des Wasserleitungsnetzes im Markt Burkardroth . Der Gefäller Hochbehälter ist jedoch Eigentum des Marktes. Für dessen Versorgung ist das Premicher Wasserwerk zuständig, welches die RMG betreibt. Der Zweckverband will in den kommenden Jahren die Fernüberwachung und Automatisierung der Anlagen intensivieren. Um die Kommunikation zwischen Premich und Gefäll sicherzustellen, muss nun auch die Kommune handeln. Außerdem muss der Hochbehälter technisch auf den aktuellen Stand gebracht werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 50 000 Euro.

    Gespräche liefen bereits

    Es habe laut dem Bürgermeister, Daniel Wehner ( CSU ), Gespräche mit der RMG gegeben, was die Übernahme des Gefäller Leitungsnetzes und Hochbehälters angeht. Diese hatten ihren Ursprung in der vergangenen Wahlperiode unter Bürgermeister Waldemar Bug ( ödp ). Der ehemalige Rathauschef wandte sich - ohne dem Gremium vorgreifen zu wollen - dafür im Juli 2019 an den Zweckverband . Letztlich ergaben sich zwei Varianten: Entweder soll die Kommune den Antrag zurückziehen und die Kosten für das Jahr 2020 einplanen, oder den Antrag aufrechterhalten und die RMG um die Übernahme des Ortsnetzes bitten.

    Bei der Vorbesprechung einer Sitzung im August 2019 tendierten die drei Bürgermeister zum Aufrechterhalten des Antrages. Dem Vorgehen gaben auch die Gemeinderäte im vergangenen Jahr ihre Zustimmung. Außerdem plante die Kommune vorsorglich die 50 000 Euro im Haushaltsplan 2020 ein. Diesen März teilte die RMG der Gemeinde mit, dass der Verband den Antrag aus technischen und wirtschaftlichen Gründen abgelehnt hat.

    Ein Ratsmitglied wollte Genaueres zu den Ursachen wissen. "Das sind die Wasserverluste in unserem Netz", sagte Wehner. Außerdem kam die Frage auf, ob es keine Alternativen gäbe, beispielsweise den Betrieb ohne Fernwirkanlage. Wehner stand Rede und Antwort: "Nein. Wenn wir Wasser von der RMG wollen, müssen wir das machen und die Sache auf den aktuellen Stand bringen." Das Gremium entschloss sich einstimmig dazu, die Kosten für die Investitionen am Hochbehälter zu übernehmen. Ein Ratsmitglied wollte wissen, ob der Zweckverband nach der Ertüchtigung des Gefäller Hochbehälters diesen übernehmen würde. Wehner merkte an, dass dadurch die Diskussion beginnen könnte, ob die Kommune Leitungen aus der Hand geben soll.

    Altorte mit Leben füllen

    Erfreut war Wehner über die Anträge einiger Bauherren , die im Sinne der Revitalisierung der Altorte waren. Die Räte stimmten den verschiedenen Vorhaben einstimmig zu. Insgesamt sprach das Gremium über sechs Bauanträge aus Wollbach, Premich, Stangenroth und Lauter.

    Fragen aus dem Gemeinderat

    Auffällig dabei: Mitglieder des Gremiums fragten teils sehr genau nach. Etwa als es um das Überschreiten einer Baugrenze oder um die Maße einer Halle oder Gauben ging. Rathauschef Wehner nahm sich stets die Zeit, die Nachfragen klar und deutlich zu beantworten. Letztlich sorgte dies wohl auch dafür, dass die Räte die Bauvorhaben einvernehmlich bewilligten, und mögliche Skepsis gegenüber manchem Projekt schwand.

    Außerdem berieten die Marktgemeinderäte in der Rhönfesthalle über einen Tekturplan. "Das ist nichts Dramatisches, bei der Bauabnahme sind Sachen aufgefallen, die geändert werden müssen", führte Bürgermeister Wehner in die Thematik ein. Betroffen war eine Fertighaus-Firma auf der Stangenrother Gemarkung in der Nähe der Koppenmühle. Die Marktgemeinderäte stimmten der Änderung geschlossen zu.

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    Johannes Schlereth

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