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    Bad Brückenau

    Da gibt's nichts zu meckern

    Gekauft hat die Stadt das Bahnhofsgebäude (im Hintergrund) und die umliegenden Freiflächen. So gibt es dort seit einigen Tagen und rechtzeitig zum Stadtfest zusätzliche provisorische Parkmöglichkeiten. Nach Erstellung eines Rahmenplanes soll das gesamte Areal umgestaltet werden. Foto: Rolf Pralle
    Gekauft hat die Stadt das Bahnhofsgebäude (im Hintergrund) und die umliegenden Freiflächen. So gibt es dort seit einigen Tagen und rechtzeitig zum Stadtfest zusätzliche provisorische Parkmöglichkeiten. Nach Erstellung eines Rahmenplanes soll das gesamte Areal umgestaltet werden. Foto: Rolf Pralle

    Bevor die Bürgermeisterin in der Georgi-Kurhalle im Beisein zahlreicher Stadträte mit ihrem Rechenschaftsbericht loslegte, hatte erst einmal Ulrike Abersfelder ausgiebig Gelegenheit, ihre Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Gemeindejugendpflegerin ist seit Februar 2018 im Amt und hat in dieser Zeit schon etliche Dinge für den Nachwuchs auf die Beine gestellt. Eröffnung des Jugendraumes, Teilnahme am Stadtfest, Ferienprogramm und Spieletag sowie Kinderflohmarkt und Outdoor-Aktivitäten waren hier nur einige Schlagworte. Für ihre Ausführungen gab es von den wenigen anwesenden Bürgern spontanen Beifall. Meyerdierks lobte Abersfelders Mut, auch an neuralgischen Stellen Präsenz zu zeigen.

    Das Jahr 2018 habe alles bisher Dagewesene an Arbeit weit übertroffen, bilanzierte die Bürgermeisterin zum Auftakt ihres Rückblicks. So habe der Stadtrat neben den regulären Zusammenkünften zusätzlich eine Reihe von Sondersitzungen absolviert, um zeitnahe Entscheidungen treffen zu können. "Es existiert eine Förderkulisse, die wir einfach ausnutzen müssen", erläuterte sie die Hintergründe.

    Als sehr positiv bewertete Meyerdierks die Tatsache, "dass es in der Stadt so viele Kinder wie noch nie gibt". Das schlage sich auch in den Belegungszahlen der Kindergärten nieder.

    Umfangreich gestaltete sich die Liste der aktuellen und abgeschlossenen Baumaßnahmen, die die Kommunalpolitikerin kompakt, aber dennoch informativ Revue passieren ließ. Zur Sprache kamen dabei unter anderem die "dringend notwendige Verlegung" der Bushaltestelle in den Bereich des Alten Rathauses sowie die abgeschlossenen Bauarbeiten in der Kissinger Straße. Etwas enttäuscht zeigte sie sich darüber, dass es dort keine offizielle Eröffnung gegeben hat. Trotz mehrfacher Intervention sei sie beim Straßenbauamt mit ihrem Wunsch auf taube Ohren gestoßen.

    In ihrem Ausblick erwähnte die Bürgermeisterin in der Hauptsache den Rahmenplan für das Bahnhofsareal und das Umfeld der Georgi-Kurhalle einschließlich Kurpark, die Parkplatzerweiterung Obermang nach dem Verkauf des alten Landratsamtes sowie die Sanierungen der Georgi-Kurhalle und der Therme Sinnflut . Schon jetzt stehe fest, dass später einmal 144 Klassen aus Bad Brückenau und Umgebung das Freizeitbad für das Schulschwimmen nutzen wollen.

    "Im Tourismus ist bei uns unheimlich viel gelaufen", zeigte sich die Rathauschefin erfreut darüber, dass es in dieser Sparte weiter aufwärts geht. "Wir könnten noch mehr Gäste haben, aber uns fehlen in der Stadt einfach die Hotelbetten", brachte sie das aktuelle Manko auf den Punkt. So müssen beispielsweise die Besucher aus den Partnerstädten Ancenis (Frankreich) und Kirkham (England), die Mitte Juli in die Rhön kommen, ausschließlich in privaten Unterkünften einquartiert werden.

    Einige Dinge, die sonst bei Bürgerversammlungen viel Stoff für teils heftige Diskussionen bieten, sprach Meyerdierks gegen Ende ihrer Erläuterungen schon von sich aus an. Sie wisse selbst, dass beim Mähen der Wiesen und beim Jäten von Unkraut in den öffentlichen Bereichen momentan einiges im Argen liege. Das sei aber einem krankheitsbedingten Personalmangel und anderen Aufgaben, "die im Augenblick Vorrang haben", geschuldet. Nach dem Stadtfest werde auch wieder Zeit für die normalen Arbeiten sein, versicherte die Bürgermeisterin.

    Damit war vermutlich alles gesagt. Denn trotz mehrfacher Aufforderung, gezielte Fragen zu den einzelnen Themenkomplexen zu stellen, herrschte im Publikum zufriedenes Schweigen.

    Rolf Pralle

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