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    Bad Kissingen

    Dampferle-Saisonstart in der Schwebe

    Die momentane Lage schränkt Geschäftsleute und Unternehmer ein. Betroffen vom Coronavirus ist auch ein Bad Kissinger Traditionsunternehmen.
    Wann heuer in Bad Kissingen die Dampferle-Saison startet, ist noch nicht sicher. Foto: Archiv: Johannes Schlereth       -  Wann heuer in Bad Kissingen die Dampferle-Saison startet, ist noch nicht sicher. Foto: Archiv: Johannes Schlereth
    Wann heuer in Bad Kissingen die Dampferle-Saison startet, ist noch nicht sicher. Foto: Archiv: Johannes Schlereth

    Das Coronavirus hat Auswirkungen auf eine Bad Kissinger Tradition. Die beiden "Dampferle" bleiben zunächst im Trockendock. Wann für die Saaleschifffahrts GmbH die diesjährige Saison startet ist noch unklar.

    "Ich habe den Kran abbestellt, der die "Kissingen" und "Saline" ins Wasser hebt", sagt Dr. Helmut Fischer , der Inhaber der Saaleschifffahrts GmbH. Den Anruf dazu hat er am Dienstag getätigt. "Geplant war, die beiden Boote am 6. April zu Wasser zu lassen." Die "Dampferle-Saison" sollte dann laut Fischer ab Ostern starten. Von da an sollten die Boote wie jedes Jahr in regelmäßiger Taktung zwischen Rosengarten und Saline pendeln.

    Boote liegen im Dock

    Doch das Coronavirus machte Fischers Pläne zunichte. "Die zwei Boote bleiben vorerst in dem Trockendock", teilt er mit. Das befindet sich im ehemaligen Café Neptun in der Salinenstraße. Dort überwintern "Saline" und "Kissingen" seit über 100 Jahren. Damals gab es noch eine Slip-Anlage, über die die beiden Schiffe an Seilen sanft ins Wasser glitten. Mittlerweile werden die "Saline" und die "Kissingen" aus dem Bootshaus auf einem Wagen über Schienen zum Wasser geschleppt. Hier wird mit einem 14-PS starken Eicher Traktor auf altbewährtes gesetzt. Ein schwerer Kran hebt dann Schiff für Schiff in die Saale.

    Wann das heuer sein wird, ist derzeit noch unklar. Denn einen neuen Termin, an dem die "Dampferle" in die Saale kommen, gibt es bislang nicht. "Wir warten, bis sich die Lage entspannt hat und es eine Entwarnung gibt", äußert sich Fischer zu den weiteren Plänen.

    Gesundheit geht vor

    "Die Gastronomie und viele andere Branchen machen zu. Da können wir auch nicht aufmachen", begründet er den Entschluss zum verschobenen Saisonstart. "Es geht dabei sowohl um die Sicherheit unserer Gäste, als auch um die Sicherheit der Angestellten." Fischer weiter: "In den Booten sitzen circa 50 Personen eng beieinander. Bei der jetzigen Lage ist das mehr als kontraproduktiv."

    Arbeiten rund um das Trockendock gibt es trotzdem, auch wenn die Saison noch nicht gestartet hat. "Der Landungssteg am Heimathafen der Saline muss noch sauber gemacht werden", sagt Fischer. Das sei dem hohen Wasserpegel der Saale geschuldet. "Es hat sich viel Treibgut dort abgelagert." Für wenig Arbeitsaufwand sorge momentan der Biber. Auch hier habe der hohe Wasserstand sich bemerkbar gemacht. "Vieles ist weggespült worden."

    1877: Seit diesem Jahr fahren Dampferle auf der Saale.

    2 Kilometer lang ist die Strecke zwischen Rosengarten und Saline.

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    Johannes Schlereth

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