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    Bad Bocklet

    Dank für großes Engagement

    "Einfach mal Danke sage" - unter diesem Motto stand der Ehrenamtsabend im Kursaal in Bad Bocklet. Ohne Ehrenamtliche würde in den Vereinen nicht viel gehen, die Lebensqualität in der Region würde rapide abnehmen. Im Mai vergangenen Jahres wurde die Ehrenamtskarte im Landkreis Bad Kissingen eingeführt, am Abend wurde die 1000. an Lukas Krug von der Freiwilligen Feuerwehr Weichtungen ausgehändigt. Unentgeltlich leisten viele Menschen im Landkreis hier sehr viel, wofür ihnen an diesem Abend gedankt wurde. Die Ehrenamtskarte soll nach Aussage des Landratsamtes dabei ein sichtbares Zeichen der Anerkennungen für besonderes bürgerschaftliches Engagement sein. Ehrenamt finde größtenteils vor Ort statt, hier werde ein Beitrag zum Gemeinwohl geleistet, der nicht hoch genug angesetzt werden könne. "Mit dem Ehrenamtsabend wollen wir uns bei den Ehrenamtlichen bedanken. Sie leisten einen ganz persönlichen Beitrag zugunsten des Gemeinwohls und prägen so unser gesellschaftliches Miteinander in hohem Maße", so Landrat Thomas Bold. Auch die Vertreter der Aktzeptanzpartner waren eingeladen. "Nur mit ihnen ist es möglich, für Ehrenamtliche Zusatzangebote, vergünstigte Eintritte oder andere Leistungen anzubieten"; so Bold.


    "Hausherr" Bürgermeister Andreas Sandwall zeigte sich sehr stolz darüber, dass der Ehrenamt in Bad Bocklet stattfand. "Mit der Übergabe der Karte will der Landkreis sich bei den ehrenamtlich Tätigen für ihren Einsatz bedanken. Der Landkreis bemüht sich, dass die Karteninhaber einen echten Mehrwert bekommen", führte Sandwall aus. Man dürfte das Ehrenamt nicht nur als Opfergang empfinden, als etwas, das unbedingt von irgendjemand gemacht werden müsse. Vielmehr trägt ein solches auch zur Lebensfülle bei. "Man erlebt viele schön Stunden, die das Leben bereichern. Ich ermutige daher alle Bürgerinnen und Bürger dazu, ein Ehrenamt aufzunehmen", warb der Bürgermeister. Dabei fand er es sehr gut, dass es eine Ehrenamtskarte gibt, auch wenn diese nur ein kleines Dankeschön für die vielen geleisteten Stunden sein kann. Meist komme es denen, die ein Ehrenamt ausüben, nicht darauf an, dass sie persönlich geehrt werden. "Aber es tut einfach gut, wen man jemandem damit ein Dankeschön sagen kann", meinte der Bürgermeister.
    Mit der Ehrenamtskarte könnten die Angebote öffentlicher, gemeinnütziger und privater Einrichtungen vergünstigt genutzt werden. "Als Bürgermeister bedanke ich mich beim Landkreis für die Initiative und allen im Ehrenamt tätigen Personen sage ich ganz persönlich ein herzliches Vergelts Gott", so Sandwall abschließend.
    Landrat Thomas Bold zitierte eine ZDF-Studie, die ergeben hatte, dass bei der Frage "Wo lässt es sich am besten leben?" der Landkreis Bad Kissingen deutschlandweit den 32. Platz ergattert habe. "Lebensqualität hängt auch damit zusammen, wie stark man sich mit der Heimat identifiziert", meinte er, Ehrenamtliche machten hierbei einen wesentlichen Bestandteil aus. Denn sie organisieren die Arbeit in den Vereinen, die wiederum für attraktive Angebot sorgen. Auch im Bereich der Jugendförderung sei dies ein Segen: sind doch 75 Prozent der Jugendlichen zwischen zwölf und 21 in einem Verein: "Diese bringen sich ein und fügen sich in die Gesellschaft ein", lobte Bold. Das, was von Ehrenamtlichen alles abgedeckt wird, könnten die Kommunen oder der Bund allein überhaupt nicht leisten. Doch die Ehrenamtlichen bekämen oft positives Feedback zurück, was sie veranlasse, auch in Zukunft hier weiterzumachen.
    Landrat Bold versprach, dass es nun jährlich ein bis zwei Veranstaltungen dieser Art geben solle, mit denen man den ehrenamtlich Tätigen einfach einmal ein dankeschön sagen will. Nicht nur die Zahl der ausgegebenen Ehrenamtskarten stiegen: auch die der Akzeptanzpartner nehme zu, bei denen die Karteninhaber mit Vergünstigen rechnen können. Derzeit gebe es im Landkreis 24, die Ehrenamtskarte ist zudem bayernweit einsetzbar.
    Natürlich wurden auch am Abend Ehrenamtskarten ausgegeben, darunter auch die 1000. Für die Unterhaltung war ebenso gesorgt, die Gruppe Vollblech aus Nüdlingen sorgte für gut Stimmung. Höhepunkt das Abends war der Auftritt des Kabarettisten Fredi Breunig, der seine ganz eigenen Betrachtungen zu Land und Leuten in der Region anstellte und dabei das Leben in Franken auch gehörig verulkte. Dabei merkte man, dass er bei vielen Eigenheiten, über die er sich bei seinen Mitmenschen lustig machte, ganz genau hingeschaut hatte. Dem Publikum gefiels und so blieb kaum ein Auge vor Lachtränen verschont, als Breunig aus dem Nähkästchen plauderte.
    Im Anschluss an den offiziellen Teil stand dann gemütliches Beisammensein auf dem Programm, bei dem man sich austauschen und miteinander ins Gespräch kommen konnte. Bjoern Hein

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