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    Hammelburg

    Das Hammelburger Tunnelende ist noch weit entfernt

    Hammelburgs Linda Urbaniec bekommt für das Heimspiel gegen Chemnitz Unterstützung von Pia Tolle und Maren Schröder aus d...

    TV/DJK Hammelburg - Chemnitz
    (Sonntag, 12 Uhr)
    "Es sagt schon alles, wenn man sich vor einem wichtigen Heimspiel weniger mit dem Gegner als vielmehr mit der eigenen Situation beschäftigt", gibt Coach Olli Möller vor dem Heimspiel seiner vom Verletzungspech verfolgten und bisher noch sieglosen Hammelburger Damen (11./1) zu Protokoll. Hatte man das letzte Ligaspiel Mitte Dezember aus Ermangelung einsatzfähiger Spielerinnen absagen und verlegen müssen, lichtet sich das Lazarett vor dem Heimspiel gegen die Dentalservice Gust Volleys Chemnitz (7./15) nur langsam.

    "Wir sind froh, überhaupt sechs Spielerinnen aufbieten zu können", sagt der Hammelburger Trainer, für den die Verletzungsmisere beispiellos ist: "Natürlich sind wir mit einem überschaubaren Kader in die Saison gegangen, aber in meiner mittlerweile Jahrzehnte andauernden Volleyballkarriere habe ich so etwas noch nicht erlebt." Aber Möller wäre nicht Möller, wenn für ihn trotz ungünstiger Rahmenbedingungen Resignation ein Fremdwort wäre. "Bringt ja nichts und kann niemand was dafür. Umso mehr wünsche ich mir, dass meine bisher noch angeschlagenen Spielerinnen möglichst bald wieder fit sind."


    Übersicht über das Lazarett

    Und wie ist der aktuelle Krankenstand? Führungsspielerin Tabea Lang hat sich bereits wieder zurückgemeldet und steht ihrem Team mit voller Angriffspower zur Verfügung. Christin Heim und Carina Keilholz haben zumindest wieder mit leichtem Training begonnen, auch wenn sie am Sonntag noch nicht aktiv ins Spielgeschehen eingreifen werden. "Deswegen bin ich sehr dankbar, dass sich Pia Tolle und Maren Schröder aus der zweiten Mannschaft bereit erklärt haben, auszuhelfen und Teil des Teams sein werden", freut sich Möller, der damit auch einem weiteren prominenten Ausfall zuvorkommen will: "Jana Baumgart laboriert noch an einer Reizung der Patellasehne, sodass hinter ihrem Einsatz das berühmte dicke Fragezeichen steht." In puncto Kader herrscht somit noch immer mehr Schatten als Licht "und vom Tunnelende sind wir leider noch sehr weit entfernt", sagt Möller, "sodass man auch von einer adäquaten Vorbereitung auf das Spiel nicht sprechen kann. Eigentlich wollten wir zwischen den Jahren ein Turnier in Bamberg spielen, aber das mussten wir absagen."


    Fokus anders gesetzt

    Und der Gegner? Chemnitz heißt er, kommt als Vorjahresmeister in die Saalestadt, hatte auf einen Aufstieg in die 2. Bundesliga verzichtet und steht derzeit auf dem siebten Tabellenplatz. "Mehr kann ich über den Gegner auch nicht sagen, muss ich gestehen, da ich mich mit Chemnitz diesmal null beschäftigt habe", sagt der Coach, der vor dem Hintergrund seines Minikaders einen anderen Fokus gesetzt hat. Ach ja, prominent besetzt ist Chemnitz' Kader allemal: Mit der ehemaligen Rekordnationalspielerin Corina Ssuschke-Voigt steht eine echte Volleybalikone auf deren Mannschaftsliste. Ob diese auch den Weg nach Hammelburg findet, bleibt aber abzuwarten. Und welches Ziel gibt der Trainer gegen die Sachsen aus? "Ob wir die Liga am Ende halten oder nicht, damit beschäftige ich mich nicht, ich wünsche meinen Spielerinnen einfach bald ihr erstes Erfolgserlebnis." Warum nicht schon am Sonntag? Oliver Wendt

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