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    Thundorf

    Das (Lösch)wasser sorgt in Thundorf für Debatten

    Stein des Anstoßes für eine lebhafte Diskussion war die Genehmigung der einmaligen Wasserentnahme         im Jahr aus dem Hydranten im Gewerbegebiet "Vogtswiesen" durch die Feuerwehr zu Übungszwecken. Foto: Philipp Bauernschubert
    Stein des Anstoßes für eine lebhafte Diskussion war die Genehmigung der einmaligen Wasserentnahme im Jahr aus dem Hydranten im Gewerbegebiet "Vogtswiesen" durch die Feuerwehr zu Übungszwecken. Foto: Philipp Bauernschubert

    Das Sportheim in Thundorf war sehr gut besetzt bei der Bürgerversammlung der Gemeinde.

    Los ging es mit dem jahrelang diskutierten Thema des schwachen Wasserdrucks in der Siedlung Kutschenweg. Bereits 2007 gab es einen Gemeinderatsbeschluss auf Bezuschussung von privaten Druckerhöhungsanlagen. Des Weiteren wurde in den letzten Jahren über eine große Lösung diskutiert, die aber sehr schnell als nicht realisierbar zu den Akten gelegt wurde. Laut Gemeinderat Edwin Braun ist in der Wasserabgabesatzung festgelegt, dass die Kommune nur bis an die Grundstücksgrenze für einen ausreichenden und ortsüblichen Druck sorgen muss. Um zu gewährleisten, dass alle Anlieger den gleichen Wasserdruck haben, müsste die Wassersatzung überprüft und geändert werden.

    Feuerwehrkommandant wehrt sich

    Zum Thema Wasser wurde die Frage nach der Trinkwasserqualität des Thundorfer Wassers gestellt. Wasserwart Christian Müller gab die Antwort: "Unser Wasser hat die Qualität von Mineralwasser". Bei einem Nitratgehalt von 17 Prozent sind keine schlechten Werte feststellbar, was bei viermaliger, jährlicher Erprobung von einem Institut nachweislich vorliegt. Bei der Frage nach dem Wasserverlust kam die Antwort, dass das verbrauchte Wasser für die Kanalspülungen, der Verbrauch der Feuerwehr bei Übungen oder im Gemeindegebiet tätige Firmen nicht mit Zähler erfasst werden. Hier wehrte sich der Kommandant Lothar Seufert und bezeichnete den Wasserverbrauch für Übungen als sehr gering und unerheblich.

    Debatte um Brennholzstapel innerorts

    Bei dem Thema Holzlagerplatz wurde es plötzlich etwas lauter. Eine Anwohnerin aus der Siedlung Kutschenweg forderte die Gemeinde auf, die Brennholzstapel innerorts zu untersagen. Gerade in der Siedlung würden freie Bauplätze, die eigentlich für den Wohnhausbau bestimmt seien, für Holzlagerplätze zweckentfremdet und zögen allerhand Ungeziefer an. Bürgermeister Egon Klöffel erläuterte die Problematik bei der Schaffung von gemeindlichen Lagerplätzen, sowohl bei der kostenpflichtigen Nutzung, als auch von der Fläche. Die Antragstellerin erwiderte: "Ich habe die Marder im Haus und Grundstück", deshalb sollten die Holzstapel wenigstens im Wohngebiet von der Gemeinde untersagt werden. Vielleicht, so der Bürgermeister, ergebe sich nach Einführung der bevorstehenden C-Grundsteuer eine neue Möglichkeit des Handelns.

    Eine heftige Diskussion löste die Frage des Feuerwehr-Kommandanten Lothar Seufert aus: "Ist eine Wasserentnahme aus dem neuen Hydranten am Landschaftssee im Gewerbegebiet Thundorf möglich? Klöffels Antwort: "Nur einmal im September, außer im Brandfall." Prompt kam die Bemerkung aus der Versammlung: "Man kann sich auch lächerlich machen." Das Problem in diesem Fall sei, dass die Fläche teils der Gemeinde und der andere Teil einem Privatmann gehört. Wiederum die Frage von Kommandant Seufert: "Was machen wir denn kaputt, wenn wir zweimal dort proben zur Sicherheit des Gewerbegebietes? Schließlich trage ich die Verantwortung für den Feuerschutz." Aus der Versammlung tönte es: "Sind wir doch froh, dass wir noch Ehrenamtliche bei der Feuerwehr haben, die besser wissen, was richtig zu tun ist."

    Säuberung des Feuerlöschweihers

    Ein weiteres Thema war die Säuberung des Feuerlöschweihers. Hier stellte sich die Frage, wohin mit dem Schlamm. Die Bedenken von Bürgermeister Klöffel, dass er bei vollkommener Entleerung aus Feuerschutzgründen keine Verantwortung übernehmen würde, wurde gekontert, dass im Ernstfall auch noch der Pfarrsee genutzt werden könnte.

    Neue Route wird gefahren

    Zur Frage nach den Bushaltestellen konnte Klöffel Vollzug melden, dass nach den Osterferien die neue Route bezüglich des Zu- und Ausstiegs am Rathaus gefahren wird. Der Antrag auf eine überdachte Haltestelle in der Siedlung werde geprüft, aber von der Schulbehörde nicht für zwingend notwendig erachtet. Geprüft werden solle auch der Antrag auf Erstellung eines Parkverbotsschildes an der Ausfahrt "Sportplatzstraße" zur KG 11.

    Philipp Bauernschubert

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