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    Rannungen

    Der Wasserturm hat bald ausgedient

    Die Wasserversorgung beschäftigt den Gemeinderat schon seit Jahren. Das Gremium gab jetzt endgültig grünes Licht für die Errichtung eines Tiefbehälters.
    Der Rannunger Wasserturm ist das Wahrzeichen der Gemeinde.  Foto: Dieter Britz       -  Der Rannunger Wasserturm ist das Wahrzeichen der Gemeinde.  Foto: Dieter Britz
    Der Rannunger Wasserturm ist das Wahrzeichen der Gemeinde. Foto: Dieter Britz

    Auch die vierte Sitzung des Gemeinderates, in der es um das Thema "Vertrag für die Verlegung elektrischer Kabel zum Netzanschluss des Solarparks Maßbach" ging, brachte noch keine Entscheidung. Dabei geht es darum, dass ein schon vor Jahren genehmigter Solarpark der EnBW in Poppenlauer nun gebaut werden soll. Dazu ist ein Stromkabel bis zum Knotenpunkt in Oerlenbach, das über die Gemarkung Rannungen führt, notwendig. Der Gemeinderat muss dazu seine Genehmigung geben. Er sollte, so der Beschlussvorschlag, deshalb Bürgermeister Fridolin Zehner ( CSU ) ermächtigen, einen entsprechenden Vertrag mit der EnBW zu unterzeichnen. Da der Trassenverlauf geändert wurde, wurde die Entscheidung verschoben. In der allerletzten Sitzung des bisherigen Gemeinderates, die am 28. April in der Mehrzweckhalle stattfinden soll, werden die neuesten Pläne für die Kabeltrasse vorgelegt, und dann soll die Entscheidung fallen, ist sich der Bürgermeister sicher.

    Eine reine Formsache war die Bestätigung des Feuerwehrkommandanten und seines Stellvertreters. Die aktiven Mitglieder der Wehr hatten Anfang März Sebastian Röder zum Kommandanten und Daniel Röder zum Stellvertreter gewählt.

    Tiefbehälter wird gebaut

    Die Wasserversorgung beschäftigt den Gemeinderat schon seit Jahren in unregelmäßigen Abständen immer wieder. Das Gremium gab jetzt endgültig grünes Licht für die Errichtung eines Tiefbehälters samt Drucksteigerungspumpwerk für die Wasserversorgung in Rannungen und stimmte dem Bauantrag zu, den das Planungsbüro Baurconsult Haßfurt im Auftrag der Gemeinde erstellt hatte. Diese hatte dafür im Herbst 2017 westlich der Bergstraße auf freiem Feld ein Grundstück gekauft. Mit dem Bau soll im Herbst begonnen werden, so Bürgermeister Zehner. Die Gesamtkosten betragen etwa 1,7 Millionen Euro. Geplant ist ein Tiefbehältergebäude mit einer Größe von maximal 20,8 mal 17 Metern. In diesem Gebäude werden die beiden Wasserbehälter aus Stahl, die jeweils etwa 200 Kubikmeter Trinkwasser fassen, und dazu die gesamte Technik mit dem Drucksteigerungspumpwerk untergebracht. Noch läuft die Wasserversorgung der Gemeinde komplett über den Wasserturm am Ortsrand neben der Mehrzweckhalle. Er fasst 150 Kubikmeter. Viele Bürger klagen, dass in den Obergeschossen ihrer Häuser das Wasser nur noch tropfenweise aus den Leitungen kommt, wie Bürgermeister Zehner schon bei einer Bürgerversammlung 2016 gesagt hatte. Damals bezeichnete er den Turm als "Sorgenkind der Gemeinde". In dieser Zeit tendierte die Gemeinde noch dazu, den Turm zu sanieren. Später allerdings entschied sich der Rat aus vielerlei Gründen für den Bau eines neuen Tiefbehälters, der vor allem auch die Aufbereitung des Wassers im Fall einer Verschmutzung möglich macht. Der weithin sichtbare, im Jahr 1956 erbaute Wasserturm ist das Wahrzeichen der Gemeinde. Er soll stehen bleiben.

    Seit über zwei Jahren steht auch das Thema "Tagespflege" immer wieder auf der Tagesordnung. Das Planungsbüro Kirchner erstellt zurzeit die Erschließungsplanung für den Grundstücksanschluss. Bürgermeister Zehner wurde vom Gemeinderat ermächtigt, Bauleistungen zu vergeben. Es geht dabei vor allem um eine Ringleitung für den Wasseranschluss. Die Kosten betragen rund 30 000 Euro.

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    Dieter Britz

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