• aktualisiert:

    Bad Kissingen

    Die Geschichte der Heil-Quellen

    Neubürger lernen die Heilquellen kennen.  Foto: Anita Schmitt
    Neubürger lernen die Heilquellen kennen. Foto: Anita Schmitt

    Timo Tully, Leiter des Gästeservices der Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen GmbH, begrüßte die Neubürger und stellte sein Aufgabengebiet vor, wie es in einer Mitteilung heißt. Dieses beinhaltet Tätigkeiten an der Tourist-Information, Gästeführungen, die Veranstaltungsbetreuung und den Heilwasserausschank.

    Dann erklärte Sabine Schmidt ihre Aufgaben als Gesundheitslotsin und Brunnenfrau. Neben der Beratung der Gäste und Bürger zu allen Angeboten im Gesundheitswesen liegt ihr das Heilwasser am Herzen. Sie verwies auf die lange Tradition der Brunnenfrauen, die seit dem Bau der neuen Wandelhalle und des Leitungssystems im Jahr 1911 den Ausschank des Heilwassers in der Brunnenhalle betreiben.

    Die Brunnenfrauen beraten zu den Ausschankzeiten. Das Wasser wird kühl oder angewärmt ausgeschenkt und jede Quelle hat eine andere Wirkung, sagte Schmidt. Auf die Frage woher die Wandelhalle ihren Namen hat, nannte Schmitt das besondere Ritual des gemächlichen Gehens mit einem Glas Heilwasser und das damit verbundene bewusste Genießen und Entspannen.

    Während des Heilwasser-Tastings, dem Probieren von Heilwasser, beantworteten Sabine Schmidt und Lisa Lausenmeyer die Fragen der Neubürger und gaben Tipps zur Anwendung der Trinkkur im Alltag. Der Max-Brunnen eignet sich besonders bei Sport und Bewegung, um die über das Schwitzen verlorenen Mineralstoffe auszugleichen.

    Bei Stress und Hektik hat sich das Wasser des Rakoczy-Brunnens oder der Luitpoldsprudel bewährt. Bei einer Diät oder Fastenkur ist es sinnvoll, viel zu trinken sowie Mineralstoffe und Spurenelemente ergänzend aufzunehmen. Ideal sind hier laut Schmidt die Quellen Rakoczy, Pandur, Max und Luitpold. Bei Übersäuerung, Völlegefühl, Durchfall und Verstopfung eigenen sich Heilwässer mit hohem Gehalt an Hydrogencarbonat oder Sulfat wie Rakoczy, Pandur oder der Luitpoldsprudel.

    Bei Nieren- oder Blasenleiden ist der Max-Brunnen anzuraten, bei Erkrankungen der Atemwege kann ebenfalls Wasser des Maxbrunnens getrunken und zudem am Gradierwerk inhaliert werden. Als Vitalquelle für die Haut empfiehlt sich eine Trinkkur mit dem mineralstoffreiche Luitpoldsprudel, sowie ein Bad im Schönbornsprudel in der KissSalis Therme . Tully wies auf die Gästeführung "Erlebnis Heilwasser im Wandel der Zeit" hin, bei dem Trinken, Baden und Promenieren im Mittelpunkt stehen.

    Der nächste Neubürgerstammtisch findet am 17. Oktober im Restaurant Legere in der Kurhausstraße statt. Beginn ist um 19 Uhr. Zu Gast ist Anton Seuffert vom Kneippverein.

    Redaktion

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!