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    Gauaschach

    Eiche kommt mit Trockenheit relativ gut zurecht

    Zahlreiche Fragen der Exkursionsteilnehmer konnte Betriebsleiter Matthias Wallrab im Wald bei Gauaschach beantworten.  Foto: Oswald Türbl
    Zahlreiche Fragen der Exkursionsteilnehmer konnte Betriebsleiter Matthias Wallrab im Wald bei Gauaschach beantworten. Foto: Oswald Türbl

    Schätze im Gauschacher Wald stellte Matthias Wallrab, Betriebsleiter des städtischen Forstbetriebes Hammelburg, bei einer Exkursion des Bundes Naturschutz mehr als 30 interessierten Teilnehmern vor.

    Die bundesweit extrem seltenen Baumarten Elsbeere und Speierling bilden dort etwa 20 Prozent des Bestandes und sind mit stattlichen Exemplaren vorzufinden. Ursache dafür ist der trocken-warme Standort auf flachgründigem Muschelkalk und die bisher praktizierte Bewirtschaftung als Mittelwald. Dabei wurden die dominierenden Eichen zur Brennholznutzung geschlagen und immer wieder über Stockausschlag verjüngt.

    Rehverbiss an Hainbuche

    In Zukunft soll in diesem Bestand die Eiche durch Pflanzung und Naturverjüngung gefördert werden, da diese Baumart mit der zunehmenden Trockenheit relativ gut zurechtkommt. Das gleiche gilt für Feldahorn und Hainbuche, deren Jungwuchs allerdings durch das Reh stark verbissen wird. Hier gelte es, einen angepassten Wildbestand zu erreichen, sagte Wallrab.

    Die Folgen des Klimawandels konnte er auf den höher gelegenen trockeneren Waldflächen demonstrieren. Dort zeigen fast alle Rotbuchen Trockenschäden, wie Schleimfluss, oder sind bereits abgestorben.

    Schwammspinner aktiv

    An den Eichen konnten Gelege des Schwammspinners festgestellt werden, was zu einer intensiven Diskussion zum Einsatz von Pestiziden zu dessen Bekämpfung führte. bto

    Oswald Türbl

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