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    Maßbach

    Ein Geländer und mehr Parkplätze

    Die Entscheidung für ein Geländer in der Parksiedlung wurde in den nichtöffentlichen Teil verschoben. Am evangelischen Kindergarten in Maßbach wird es mehr Parkplätze geben.
    Ein provisorischer Bretterzaun sichert die Fußgänger in der Parksiedlung.  Die Straße soll aber ein stabiles Geländer bekommen. Ursprünglich sollte  die Lieferung vom Marktgemeinderat in öffentlicher Sitzung vergeben werden.  Das Thema wurde dann allerdings hinter verschlossenen Türen behandelt.  Foto: Dieter Britz
    Ein provisorischer Bretterzaun sichert die Fußgänger in der Parksiedlung. Die Straße soll aber ein stabiles Geländer bekommen. Ursprünglich sollte die Lieferung vom Marktgemeinderat in öffentlicher Sitzung vergeben werden. Das Thema wurde dann allerdings hinter verschlossenen Türen behandelt. Foto: Dieter Britz

    Nur zwei Punkte, von "Mitteilungen" einmal abgesehen, standen auf der Tagesordnung des Marktgemeinderates. Einer der beiden, die Entscheidung über das Vorgehen beim Verbindungsweg "Himmelsleiter" in das Baugebiet Brunnrangenstraße im Ortsteil Volkershausen, wurde vertagt. Über die Freianlagen und die Parkmöglichkeiten beim evangelischen Kindergarten in Maßbach fiel dagegen eine Entscheidung. Ursprünglich stand auch die Vergabe des Geländers für die Parksiedlung auf der Tagesordnung. Dieser Punkt wurde aber hinter verschlossenen Türen behandelt. Grund dafür war, dass hier Zahlen genannt werden mussten, so der geschäftsleitende Beamte Frank Mauer auf Nachfrage dieser Zeitung.

    Die Sanierung der Parksiedlung mit der Hangsicherung, die insgesamt einschließlich Abwasserkanal und Straßenbau eineinhalb Millionen Euro kostet, ist weitgehend abgeschlossen und die Straße zur Freude der Anwohner seit kurzer Zeit wieder befahrbar. Doch das vorgesehene Geländer zum Abhang hin fehlt noch. Bisher sichert nur ein provisorischer Bretterzaun die Fußgänger . Der Marktgemeinderat sollte in seiner jüngsten Sitzung ursprünglich öffentlich über ein Nachtragsangebot für das über 200 Meter lange Geländer beraten. Doch dieser Punkt wurde von der Tagesordnung gestrichen und nichtöffentlich beraten.

    Die geplante Erweiterung und Generalsanierung des evangelischen Kindergartens im Ortsteil Maßbach stand schon Anfang November auf der Tagesordnung und ist an sich unstrittig. Marktgemeinderat Diethard Dittmar ( SPD ) hatte seinerzeit heftig die geringe Zahl von sechs Stellplätzen kritisiert, die nicht einmal für die Mitarbeiter ausreichend sei, "und wenn die Eltern ihre Kinder abholen, gibt es dort oben Chaos". In der jüngsten Sitzung stellte Valentin Dietz vom Planungsbüro Dietz und Partner zwei Alternativen zur Planung der Freianlagen und der Einrichtung von Parkplätzen vor. Eine mögliche Variante ist die Aufweitung des Eingangs in den Straßenraum und die Ausweisung der Parkplätze an der Ostseite des Grundstückes. Als andere Möglichkeit wurde vorgeschlagen, Parkplätze auf dem gegenüberliegenden gemeindeeigenen Grundstück einzurichten und den Straßenraum unverändert zu lassen. Dem Marktgemeinderat erschien es wichtig, dass aus Sicherheitsgründen auf jeden Fall am Eingangsbereich eine Barriere errichtet wird, um zu verhindern, dass die Kinder auf die Straße laufen können. Letztendlich entschied sich das Gremium einstimmig für die Variante des aufgeweiteten Eingangsbereichs. Über die Stellplätze wurde separat abgestimmt. Für den Vorschlag, die Böschung an der Ostseite des Kindergartengrundstückes dafür zu nehmen, stimmten 14 Marktgemeinderäte, einer war dagegen. Die Gestaltung der inneren Freianlagen des Kindergartens wurde in dieser Sitzung nicht weiter beraten. Valentin Dietz informierte den Marktgemeinderat auch über die anfallenden Kosten, die auf grob gerechnet 145 000 Euro geschätzt werden.

    Himmelsleiter

    Ein kniffliges Thema für den Marktgemeinderat und die Verwaltung ist die "Himmelsleiter" ins Baugebiet Brunnrangenstraße in Volkershausen. Dieser Weg wurde von Bürgern des Ortsteils privat hergestellt und auch unterhalten. Aus Altersgründen können sie die Unterhaltung jedoch nicht mehr erledigen. Wenn die Gemeinde nun die Herrichtung der Treppe beziehungsweise des Weges übernehmen soll, muss die Gemeinde die Treppe nach den aktuellen Regeln der Technik herstellen, hieß es. Das bedeutet unter anderem, dass nach maximal 19 Stufen ein Ruhepodest eingebaut werden muss. Die Treppe ist mit einem Handlauf zu versehen. Die Gemeinde muss außerdem die Verkehrssicherungspflicht übernehmen und im Winter die Treppe einschließlich des Wegs, wenn nötig, räumen. Marktgemeinderat Volker Röder betonte, dass dieser Weg sehr wichtig für einen Großteil der Bewohner im Baugebiet sei. Die Gemeinde müsse gemäß dem Bebauungsplan Brunnrangenstraße I sowieso einen Feuerschutzstreifen von Bewuchs freihalten und könne sich in diesem Zuge um die Pflege des Weges kümmern. Der Gemeinderat beschloss, zunächst nichts zu beschließen. Die Verwaltung soll vorher prüfen, inwieweit die Gemeinde haften muss, wenn der Weg nur durch die Gemeinde unterhalten wird, aber nicht nach den geltenden Vorschriften hergestellt ist. Danach soll das Thema noch einmal auf die Tagesordnung kommen.

    Dieter Britz

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