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    Münnerstadt

    Ein kleines Paradies in der Stadt

    Sabine Scheuble und Hans Petsch erzählten den Teilnehmern von der Entstehung des Novizengartens und wussten auch einige ...

    Weit über 20 Gäste fanden sich gemeinsam mit Kilian Düring und Nicolas Zenzen (beide Kultur- und Tourismusarbeit) im Münnerstädter Novizengarten ein, um sich dieses Idyll am Rande der Altstadt von Sabine Scheuble und Hans Petsch zeigen zu lassen. Der Garten wurde 1928 als Küchengarten des Augustinerklosters angelegt und diente auch zur Erbauung der Mönche. Öffentlich zugänglich wurde er erst, nachdem er 2005 in gemeinsamer Initiative des Altstadtvereins und des Gartenbauvereins aus dem Dornröschenschlaf erweckt wurde und seitdem in rein ehrenamtlicher Arbeit liebevoll gepflegt wird. Oberstes Gebot ist dabei nicht nur der vollständig biologische Gartenbau, sondern auch der behutsame Umgang mit dem historischen Bestand. So sind viele verwunschene Ecken zu entdecken.

    Den besonderen Reiz des Gartens machen die Kombination aus alten Obstbäumen und exotischen Gewächsen, die teilweise noch von den Missionsreisen der Augustiner mitgebracht wurden, und die Kunstwerke, die sich dazwischen verstecken, aus. Dazu kommt eine Reihe von Pflanzen, die in den vergangenen Jahren geschenkt oder gestiftet wurden und genau wie die zahlreichen Bildwerke häufig ihre eigene Geschichte erzählen können.

    Zum Schmunzeln brachte die Besucher auch die eine oder andere Anekdote aus der Historie des Gartens, wie die über den 90-jährigen Klostergärtner, der auf einer noch älteren Holzleiter die Apfelbäume aberntete. Viel zu erzählen gab es zudem über fröhliche Feste und bemerkenswerte Projekte, die regelmäßig im Novizengarten stattfinden. So wurde mit Hilfe von Dieter Schölzke das Bienenhaus der Augustiner reaktiviert. Dies bot sich schon deshalb an, weil die Blütenvielfalt des Gartens ein Paradies für Bienen wie auch für Schmetterlinge ist. Hierbei wurden die Kinder des benachbarten Kindergartens einbezogen, die auf diese Weise viel über Bienen und ihre Nützlichkeit lernten.

    In diesem Jahr konnten so 56 Kilogramm Honig geerntet werden, der mit dem Wappen Münnerstadts auf dem Etikett unter anderem in der Tourist-Info im Deutschordensschloss erworben werden kann. Der Erlös kommt vollständig dem Kindergarten zugute. Der Honig konnte zum Abschluss des Rundgangs durch den Garten auch verkostet werden. Außerdem hatten Sabine Scheuble und Hans Petsch ein Buffet aus Zwetschgen aus dem Garten, Birnen und Äpfeln, darunter die Sorte "Mürschter Apfel", vorbereitet, an dem sich die Anwesenden nicht nur zum direkten Verzehr, sondern auch zum Mitnehmen bedienen durften. Nicht zuletzt gab es Liköre aus Apfelbeeren und aus Felsenbirnen aus dem Garten zu versuchen.

    Bei lebhaften Gesprächen klang der rundum gelungene Abend aus und wurde damit dem Motto der Reihe "Oh! Wie schön ist Münnerstadt " vollkommen gerecht. Alle Anwesenden waren sich einig, dass dieses kleine Paradies für Münnerstadt , seine Bürger und seine Gäste unbedingt erhaltenswert ist.

    Der nächste Termin von "Oh! Wie schön ist Münnerstadt " ist am 20. Oktober in Großwenkheim . Treffpunkt ist um 18.30 Uhr vor der Kirche.

    Redaktion

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