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    Rannungen

    Endlich Platanen für Schul- und Kirchhof

    Rannungens Gemeinderat genehmigte die Lieferung und den Einbau von Substrat für die Pflanzflächen auf dem Schul- und Kirchhof. Positiv entschied er eine Bauvoranfrage für das Tagespflegeheim und beschloss die Lichtfarbe "Neutralweiß" bei der LED-Straßenbeleuchtung.
    Der Schul- und Kirchhof ist Dauerthema in den Sitzungen des Rannunger  Gemeinderates. Nun genehmigte das Gremium die Lieferung des  Baumpflanz-Substrats für die auf dem Platz vorgesehenen Platanen. Unser  Foto zeigt links die Kirche, um die Schule und rechts das Rathaus. Dieses  "Little-Planet"-Bild wurde am Computer aus vier einzelnen Fisheye-Fotos mit  einer speziellen Software montiert. Foto: Dieter Britz
    Der Schul- und Kirchhof ist Dauerthema in den Sitzungen des Rannunger Gemeinderates. Nun genehmigte das Gremium die Lieferung des Baumpflanz-Substrats für die auf dem Platz vorgesehenen Platanen. Unser Foto zeigt links die Kirche, um die Schule und rechts das Rathaus. Dieses "Little-Planet"-Bild wurde am Computer aus vier einzelnen Fisheye-Fotos mit einer speziellen Software montiert. Foto: Dieter Britz

    Die Platanen auf dem Schul- und Kirchhof können nun doch in allernächster Zeit gepflanzt werden, denn der Rannunger Gemeinderat genehmigte im zweiten Anlauf die Lieferung und den Einbau von Substrat für die Pflanzflächen. Außerdem stimmte er einer Bauvoranfrage für das geplante Tagespflegeheim zu und entschied sich für die Lichtfarbe "Neutralweiß" bei der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik (Leuchtdioden). Bürgermeister Fridolin Zehner ( CSU ) informierte über den aktuellen Sachstand zum Thema "Südlink-Stromtrasse".

    Nun doch Mehrheit für Substrat

    Vor zwei Wochen hatte der Gemeinderat ein Nachtrags-Angebot der Firma, die den Schul- und Kirchhof baut, für die Lieferung und den Einbau von Substrat in Höhe von 2577 Euro noch abgelehnt. Damals stimmten je fünf Mitglieder dafür und dagegen. Offenbar verfehlte die Drohung des Bürgermeisters "das bleibt so liegen bis zur Einweihung" ihre Wirkung nicht. Außerdem hatte Architekt Hahn in einem Schreiben an die Gemeinde seinem Ärger darüber Luft gemacht, wie Fridolin Zehner andeutete. Schützenhilfe bekam er von der Zweiten Bürgermeisterin Sibylle Büttner, die vorrechnete, dass eine Fremdfirma für die Arbeiten erst einen Bagger holen müsse, was extra Geld kostet, "und die Bäume sind auch nicht gerade billig, wenn die nicht anwachsen ...". Schließlich stimmten acht Gemeinderäte für die Lieferung des Substrats, vier blieben bei nein.

    Relativ erfreuliche Nachrichten gab es zum Thema Südlink . Zwar bleibt es mit großer Wahrscheinlichkeit dabei, dass die Trasse entlang der Autobahn A71 führt und damit auch die Gemeinde tangiert. Der Flächenverbrauch wird aber um einiges geringer, hieß es in der Information an die Gemeinderäte. Statt der ursprünglich geplanten 320 Kilovolt (kV) sind nun 520 kV- Kabel geplant. Dadurch halbiert sich die Zahl der Kabel und Kabelgräben. "Die benötigte Fläche wird ebenfalls verringert, ebenfalls der von Bebauung freizuhaltende Streifen" heißt es weiter.

    Kartierungsarbeiten für Stromtrasse

    Bisher sei geplant, dass die Trasse östlich der Autobahn verläuft. Vertreter der Gemeinde hätten angeregt, die A71 nach der Talwasserbrücke zu queren, um auf die westliche Autobahnseite zu gelangen. Denn hier sei der Eingriff in die Natur geringer. Ob daraus etwas wird, steht noch nicht fest. Die Bekanntgabe der Trasse durch die Bundesnetzagentur ist bekanntlich auf Mitte 2020 verschoben worden. Das Unternehmen TransnetBW führt bereits jetzt auf eigenes Risiko genauere Streckenerhebungen durch. Ab 1. Januar sollen im Bereich der Gemeinden Rannungen und Maßbach Kartierungsarbeiten im Vorfeld des notwendigen Planfeststellungsverfahrens begonnen werden.

    Eine Kampfabstimmung fast ohne Diskussion gab es wegen der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Der Gemeinderat sollte über die Lichtfarbe entscheiden. Zur Wahl standen Warmweiß (3000 Kelvin) und Neutralweiß (4000 K). Favorit des Bürgermeisters war das gelblichere Warmweiß. Die Abstimmung darüber ergab je sechs Ja- und Nein-Stimmen. Damit war diese Farbe vom Tisch, denn ein Patt gilt laut Gemeindeordnung als Ablehnung. Elf Gemeinderäte entschieden sich danach für Neutralweiß, nur einer war dagegen. Damit wird die Straßenbeleuchtung auf Leuchtdioden mit dieser Farbe umgerüstet.

    Bauvoranfrage für Tagespflegeheim

    Seit Jahren wird im Gemeinderat immer wieder über die Errichtung eines Tagespflegeheimes diskutiert. Doch die möglichen Betreiber Caritas und Diakonie winkten ab. Die Kissinger Sonne GmbH hat nun eine Bauvoranfrage gestellt. Sie will in der Schulzengasse ein eingeschossiges Gebäude ohne Keller mit einer Größe von etwa 28,3 mal 15,5 Meter mit Platz für 28 Personen errichten. Mit einer genehmigten Bauvoranfrage will der Betreiber Sicherheit bekommen, dass das Vorhaben genehmigt werden kann. Gemeinderat Harald Klopf (Rannunger Bürgerliste) erkundigte sich nach dem Stand des Grunderwerbs. "Die bisherigen Eigentümer stehen zu ihrem Wort, sie verkaufen", versicherte Fridolin Zehner , "die Sache liegt jetzt beim Notar - und da ist zum Jahresschluss sehr viel los". Der Gemeinderat stimmte der Bauvoranfrage zu.

    Die interkommunale Allianz Schweinfurter Oberland bekommt über das ALE (Amt für ländliche Entwicklung) ein sogenanntes Regionalbudget in Höhe von 100.000 Euro. Rannungen kann mit einem Anteil von 10.000 Euro pro Jahr rechnen, teilte der Bürgermeister mit. Damit soll "eine interessierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung unterstützt und die regionale Identität gestärkt werden", heißt es. Damit können kleinere Projekte wie Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements, Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung , Umsetzung von dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen oder die Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung gefördert werden heißt es wörtlich in der Sitzungsvorlage. Diese Förderung ist zunächst auf zwei Jahre begrenzt. Zehn Prozent der Kosten muss die Gemeinde jeweils beisteuern. Langfristige Projekte sind damit nicht möglich, denn die Förderung muss jeweils bis März beantragt und das Projekt bis Oktober erledigt sein.

    Dieter Britz

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