• aktualisiert:

    Oerlenbach

    Engagierter Fahrlehrer und Trainer

    Anfang September würdigte der Leiter des Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrums Oerlenbach (BPOLAFZ OEB), Polizeioberrat Ralf Wiegand, den beruflichen Werdegang der zurückliegenden 40 Dienstjahre von Polizeioberkommissar Christian Schießer. Bei der Übergabe der Jubiläumsurkunde betonte Wiegand, dass durch den anhaltenden hohen Bedarf an gut ausgebildeten Polizeivollzugsbeamten/-innen die Erfahrungen von bewährten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr wertvoll sind.

    Schießer habe sich als Polizeifahrlehrer und Einsatzfahrtrainer professionell qualifiziert und sich wertvolles umfangreiches Fach- und Erfahrungswissen angeeignet, das für die Arbeit im Ausbildungszentrum sehr wichtig sei. Einen Namen habe er sich auch über den Bundespolizei-Standort Oerlenbach hinaus gemacht.

    Viele Autofahrer geschult

    Seit dreißig Jahren ist Schießer als Fahrlehrer und Fahrtrainer für die Verkehrswacht ehrenamtlich tätig. Er setzt sich mit Leidenschaft für die Verkehrssicherheit ein. In mehreren hundert Fahrsicherheitskursen "Könner durch Er-Fahrung" für Fahranfänger und "Im Alter mobil und fit für den Straßenverkehr" für Senioren hat Schießer rund 8500 Autofahrerinnen und Autofahrer geschult.

    Seine beruflicher Werdegang begann 1978, Christian Schießer folgte seiner Auto-Faszination und begann zunächst am 1. September 1978 eine Lehre als Kfz-Mechaniker in der Werkstatt der damaligen Grenzschutzabteilung (GSA) Oerlenbach . Nach der erfolgreich abgeschlossenen Lehre entschied er sich 1981 eine zweite Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten im mittleren Dienst zu machen.

    Am 2. November 1981 wurde er als Polizeihauptwachtmeisteranwärter im BGS bei der GSA in Bayreuth eingestellt. Nach Abschluss des Laufbahnlehrgangs kehrte er 1985 nach Oerlenbach zurück und wurde als Kraftfahrer und Kfz-Mechaniker im Instandsetzungszug der Kfz-Werkstatt eingesetzt. Im Jahr 1988 folgte an der einstigen GS-Schule Lübeck die Qualifizierung zum Fahrlehrer der Klassen eins, zwei und drei. Damit wurde er bis 1991 als Fahrlehrer bei der GSA Oerlenbach verwendet.

    Auch Sanitätsbeamter

    Danach folgte 1992 ebenfalls an der GS-Schule Lübeck ein weiterer Ausbildungslehrgang in einem anderen Tätigkeitsfeld, nämlich im Sanitätswesen - dem heutigen polizeiärztlichen Dienst (PÄD) - zum Sanitätsbeamten. Hier war Schießer bis 1998 als Sanitätsbeamter tätig. Zwischenzeitlich absolvierte er 1994 an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in Ulm eine Ausbildung zum Rettungssanitäter und wurde zudem zum Ausbilder "Erste Hilfe" qualifiziert.

    Dann zog es den vielseitigen Kollegen in sein "Metier" zurück. Er nahm 1998 erfolgreich an einer Ausbildung zum Einsatzfahrtrainer teil. Von 2000 bis 2009 war Schießer als Instruktor Einsatzfahrtraining in Oerlenbach tätig. Zwischenzeitlich folgte eine Qualifizierung zum Ausbilder für Einsatzfahrtrainer. Dem schloss sich eine Zertifizierung zum Sicherheitstrainer für Pkw nach den Richtlinien des Deutschen Verkehrssicherheitsrates an der Technikfahranlage in Hunsrück an.

    2007 nahm er an einem Lehrgang "Observation und Zivilfahndung" teil. Weitere Lehrgänge bei Kfz-Herstellerfirmen und Einsätze als Instruktor für Geländeeinweisung und Einsatzfahrtraining in Lübeck, Stuttgart, Freiburg und auch in Polen erweiterten zunehmend sein Fach- und Erfahrungswissen.

    Seinen Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst absolvierte er 2009. Danach war er bis 2015 als Lehrkraft zugleich Einsatzfahrtrainer. In dieser Zeit unterstützte Schießer mehrmals den Standort Lübeck als Referent für Einsatzfahrtraining und qualifizierte sich zusätzlich zum Einsatzfahrtrainer für mobile Fahndungseinheiten im Highspeed-Bereich.

    Seine Fahrlehrerlizenzen erweiterte er 2015 um die Klasse DE. Von 2015 bis 2017 leitete Schießer das Einsatzfahrtraining in Oerlenbach und wurde 2017 stellvertretender Leiter der Polizeifahrschule. Seit 2016 ist er auch Ausbilder für Fahrlehrer. Zudem wurde Schießer zum Sicherheitsbeauftragten für das Einsatzfahrtraining bestellt.

    Der 55-jährige Reiterswiesener kann bis zum gesetzlichen Ruhestand 47 - mit maximaler Verlängerung von drei Jahren - ja sogar 50 Dienstjahre erreichen. Hilmar Heppt

    Redaktion

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)


      Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de?
      Dann jetzt gleich hier registrieren.