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    Hammelburg

    Entscheidung übers Pflaster für die Bahnhofstraße

    Bürgermeister Armin Warmuth, Stadtbaumeister Detlef Mohr und Architekt Hartmut Holl beugen sich mit den Stadträten über die Musterpflasterfläche am Marktplatz. Foto: Arkadius Guzy
    Bürgermeister Armin Warmuth, Stadtbaumeister Detlef Mohr und Architekt Hartmut Holl beugen sich mit den Stadträten über die Musterpflasterfläche am Marktplatz. Foto: Arkadius Guzy

    Nachdem die Abstimmung vor der Sommerpause noch vertagt worden war, haben die Stadträte nun das Pflaster für die Bahnhofstraße ausgewählt. Dabei waren aber erneut nicht alle von dem Muster überzeugt.

    In der damaligen Sitzung Ende Juli hatten sich die Stadträte daran gestört, dass die Steinvariante farblich vom Pflaster in der Kissinger Straße abweicht. Um die Steine direkt miteinander vergleichen zu können, war vor der jetzigen Sitzung am Montagabend eine Musterfläche am Marktplatz angelegt worden. Bei der Besichtigung sagte Hartmut Holl vom Architekturbüro Holl Wieden Partnerschaft: "Wir haben versucht, dem vorhandenen Pflaster nahezukommen." Es sei aber schwierig.

    Holl erklärte die dunklere Farbe des Fahrbahnpflasters in der Kissinger Straße mit dem Reifenabrieb. "Wir können uns noch so bemühen, wir werden eine gleiche Farbigkeit der Steine nie erreichen", sagte der Planer. Die für die Bahnhofstraße bestimmten Steine, die laut Holl aus Portugal und Spanien stammen, seien aber "ziemlich identisch mit dem Gehwegpflaster" der Kissinger Straße.

    Bei der Diskussion im Sitzungssaal stieß dann die Verlegeart auf Kritik: Anders als in der Kissinger Straße soll das Pflaster in der Bahnhofstraße schräg zur Fahrtrichtung angeordnet werden. Holl erklärte das mit der größeren Stabilität des Steinverbands.

    "Ich verstehe nicht, warum wir uns nicht an die gegebene Verlegeart halten", sagte Dominik Sitter (Bürgerliste Obereschenbach). Er sprach von einem Flickenteppich, der dadurch entstehen würde. Damit begründete Sitter, weshalb er gegen das Pflaster stimmen werde. Stadtbaumeister Detlef Mohr wies als Entgegnung auf den Viehmarkt hin, wo die Verlegeart auch schon abweicht.

    Alexander Stolz (CBB) erinnerte an den Ideenwettbewerb im Zusammenhang mit der Viehmarktgestaltung. In diesem gab es zwecks Einheitlichkeit bereits Überlegungen für die Anschlussstellen zur Bahnhofstraße. Das Vorgehen nun sei "konträr zur ursprünglichen Idee".

    "Ich glaube nicht, dass die Verlegeart optisch sehr auffallen wird", sagte Mohr. Ähnlich äußerte sich ebenfalls Bürgermeister Armin Warmuth ( CSU ). Dass die Oberflächenstruktur und die Farbe der Steine eine größere Rolle spielt, meinte auch Patrick Bindrum ( CSU ). Nachdem Gabi Ebert (FWS) auf die Abstimmung gedrängt hatte, entschieden sich die Stadträte mit 15:5 Stimmen für das Pflaster, wie es auf der Musterfläche zu sehen war.

    In der Sitzung gab es außerdem die ersten Informationen darüber, wie die Umgestaltung der Bahnhofstraße ablaufen könnte. Wenn das Wetter passt, sollen die Arbeiten ab März 2020 mit dem Tiefbau beginnen. Sie werden abschnittsweise vorrücken - nach derzeitigem Stand wohl von der Postamtskreuzung Richtung Marktplatz. "Da wir nicht die komplette Bahnhofstraße zumachen, werden wir bis Sommer 2021 brauchen", sagte Mohr.

    Bei der Planung der Arbeiten müssen die Keller beachtet werden, die teilweise unter Gehweg und Straße reichen. Daher gab es bereits eine Nachfrage bei den Eigentümern.

    Wie die Bauabschnitte konkret gebildet werden, wird noch abgestimmt, wie Thomas Wieden von dem Planungsbüro erklärte. Das hänge auch vom Bauunternehmen ab. Daher empfahl er, nach der Vergabe die Anlieger der Bahnhofstraße über den Ablauf zu informieren.

    Arkadius Guzy

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