• aktualisiert:

    Oberthulba

    Erfolgswanderweg Thulbataler

    Die abwechslungsreiche und spannende Landschaft beeindruckt jeden, der das Thulbatal zwischen Thulba und Oberthulba durchwandert. Hubert Schenk ist überrascht, wie wenig bekannt diese Gegend bisher war - selbst bei Kissinger Rhönklub-Mitgliedern. Diese Erfahrung hat der frühere Revierförster von Oberthulba bei seinen Führung auf dem Thulbataler gemacht. Seit 2015, seit der Wanderweg ausgewiesen ist, kommt aber Bewegung in diese Ecke des Biosphärenreservats.

    "Wir haben positive Rückmeldungen", sagt Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/ Freie Wähler). Auch Gerhard Karg vom Verein Tourismus Thulbatal spricht davon, dass der Weg von den Wanderern gut angenommen werde. Die Extratour bietet schließlich eine Besonderheit: Sie führt durch ein Stück der Kernzonenfläche, um die das Biosphärenreservat mit der Erweiterung gewachsen ist. Auf schmalen Spuren geht es dort über Gesteinsblöcke.

    Im Laufe des Jahres sollen konkrete Zahlen den Erfolg belegen. Seit April 2017 registrieren Zähler - im Prinzip zwei Lichtschranken - wie viele Wanderer in welche Richtung auf dem Rundkurs des Thulbatalers unterwegs sind. Die Messung dauert noch bis April, damit ein Jahr abgedeckt ist. Tobias Gerlach von der Bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön kann zumindest schon allgemein sagen: "Wenn das Wetter gut ist, sind die Zahlen der Wanderer sehr gut."


    Die Geschichte der Mühlen

    Im Kernzonenabschnitt im Wald bei der Reither Mühle stoßen die Wanderer auf eine Schutzhütte. Die Kommune, der örtliche Tourismusverein sowie die Verwaltungsstelle und der Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön haben sie nun zu einem Informationspavillon ausgebaut.

    Eine Tafel erklärt die Bedeutung der Kernzone. "Der Thulbataler ist eine gute Gelegenheit die Funktion der Kernzone zu kommunizieren", erklärt Michael Geier, Leiter der Bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön. Eine weitere Tafel skizziert die Historie des Thulbatals und erzählt die Geschichte der Mühlen an dem Bachlauf.

    Mit der Wanderinfrastruktur ist Vorarbeit geleistet, nun müssen auch andere nachziehen, wie Karg findet. Denn die Gastronomie hinke teilweise noch hinterher, sagt Schlereth - und meint damit vor allem mangelndes Bewusstsein für die Chancen und mangelnde Investitionsbereitschaft. Karg konkretisiert die Defizite: So müssten die Öffnungszeiten angepasst werden, um auch tagsüber ein Verpflegungsangebot bereitzustellen. Ein Plus ist, dass die Gaststätte am See in Thulba, einem der Einstiegs- und Endpunkte des Thulbatalers, wieder offen hat.

    "Der Naturraum bietet Potenzial, das man nur heben muss", fasst Landrat Thomas Bold (CSU) den bisherigen Erfolg des Extratour-Wanderwegs zusammen. Bald soll ein weiterer Wanderweg auch den nördlichen Teil der Thulba, das Oehrbachtal, für Wanderer erschließen. Die Ausschilderung läuft gerade. Im Sommer soll der neue Wanderweg eröffnet werden. Arkadius Guzy

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)


      Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de?
      Dann jetzt gleich hier registrieren.