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    Euerdorf

    Erlebnistag im Wald

    Kinder lieben die Natur, da sie hier noch echte Abenteuer erleben können und besonders der Wald ein ganz besonderer "Spielplatz" ist. Man hört das Rauschen der Blätter im Wind, das Singen der Vögel oder kann das Krabbeln eines Käfers beobachten. Im Wald müssen sich die Kinder auch körperlichen Herausforderungen stellen, da sie zum Beispiel unebene Waldböden, steil abfallende Hänge oder im Weg liegendes Gestrüpp überwinden müssen. Renate Kröckel, Leiterin im Haus für Kinder Euerdorf , kann dies bestätigen: " Am Anfang, in den ersten Tagen der Waldwochen, ist es für die Kinder schwierig im Wald zu gehen oder zu laufen. Zu Beginn fallen die Kinder sehr oft hin oder suchen einen Weg durch die Wildnis. Aber von mal zu mal wird es immer leichter für die Kinder und rennen oder klettern gehören dann dazu", so Renate Kröckel. Der Aufenthalt in der Natur ist für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung. Im Wald ist es erforderlich, Konzentration aufzubringen und selbstständig oder im Team Probleme zu bewältigen. Dabei probiert sich jedes Kind auf eine andere Art und Weise aus und entdeckt schließlich Fähigkeiten, auf die es stolz ist.
    Die Kinder lernen viel über einheimische Pflanzen und den Lebensraum der Tiere, diese intensiven Naturerlebnisse vermittelt der Wald zu jeder Jahreszeit. Gleichzeitig erzieht dies die Kinder zur Achtung und zum Schutz der Natur. Zudem härtet das Spielen an der frischen Waldluft ab und hält die Kinder gesund.


    "Der Wald bietet den Kindern für ihre allseitige Entwicklung einen enormen Entwicklungsraum. Deshalb besuchen wir unseren Wald mehrfach im Jahr zu den verschiedenen Jahreszeiten an unseren Waldtagen bzw. Waldwochen", weiß Renate Kröckel.
    Begleitet werden die Waldtage von Förster Wolfgang Kulmann von der bayerischen Forstverwaltung. Es gibt Naturspiele, Waldmandalas, Bäume können gefühlt werden,e s gibt einen Spiegelgang durch die Baumkronen und vieles mehr können von denKindern erlebt und erforscht werden.
    Marie und Svea sind besonders von den mitgebrachten Waldtieren begeistert: "Jedes Kind hat eine Karte bekommen und das Tier, das auf der Karte zu sehen ist, dürfen wir dann suchen." Und Jana weiß: " Das 2. Eichhörnchen haben wir erst nicht gefunden, weil es oben im Baum versteckt war!"
    "Die Kinder sind leicht zu begeistern . Sie sind interessiert und von Mal zu Mal achten sie den Wald mehr als Lebensraum der Waldtiere und Pflanzen. Deshalb ist es schon Tradition, dass jedes Kind zum Abschluss, bevor es in die Schule kommt, einen Baum bekommt, das heißt das Kind wird Pate eines Baumes, der Baum wird mit dem Namen seines Paten versehen. So können die Kinder ihren Baum mit ihren Eltern /ihrer Familie besuchen und beim Wachsen beobachten", erklärt Förster Wolfgang Kulmann. red

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