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    Euerdorf

    Es eilt: Neue Leitungen am Haarberg notwendig

    Am Haarberg in Euerdorf kommt es immer wieder zu Wasserrohrbrüchen, die zu hohen Wasserverlusten führen. Jetzt vergab de...

    Wasserrohrbrüche zwingen die Gemeinde zum Handeln. Nach einem erneuten Vorkommnis "Am Haarberg" will Euerdorf "Nägel mit Köpfen" machen und hier ein neues Leitungsstück verlegen lassen. Das Angebot einer Baufirma lag bereits vor. Es kam jedoch ohne Ausschreibung zustande. Diese konnte das Ingenieurbüro wegendes hohen Arbeitsaufwands nicht leistene, informierte Bürgermeisterin Patrizia Schießer in der Sitzung des Euerdorfer Gemeinderates.

    Der Wasserwart der Gemeinde, Kurt Hiernickel, gab einen Überblick zu den Rohrbrüchen in den letzten Jahren. Abgesehen von dem jüngsten Schaden fielen im Januar, April und November 2017 Leitungsrohrbrüche an, die hohe Wasserverluste zur Folge hatte, die wiederum "ins Geld gehen". Notreparaturen scheinen nach Ansicht des Fachmanns nicht mehr angebracht.

    "Wir müssen von einer Leitungserneuerung ausgehen und hielten mit einer Notreparatur den Wasserdruck aufrecht", stellte Schießer angesichts von 200 Kubikmeter täglichen Wasserverlust im Schadensfall fest. Hiernickel, der am Haarberg mit einem Druck von 9,7 bar arbeitete, musste diesen zurücknehmen, was den Wasserfluss bei Abnehmern gravierend verlangsamte. Als Ursache für den Schaden im fraglichen Gebiet nahm er Materialermüdung und eine zu geringe Dimensionierung der alten PVC-Rohre an.

    Die Bürgermeisterin riet dem Gemeinderat zu einem Leitungsaustausch am Haarberg, die Baufirma empfahl Rohre moderner Prägung, die einem höheren Druck auf der ansteigenden Strecke von etwa 100 Metern standhalten. Allerdings wiesen Christian Rost und Guntram Gock auf das nur einzige, vorliegende Angebot hin. Nach ihrer Meinung sollten weitere Angebote zu der Erneuerung im siebenstelligen Kostenbereich eingeholt werden, um die rechtliche Seite abzusichern. Bürgermeisterin Schießer erinnerte an die veränderte Situation mit den Worten: "Wir waren nicht in der Lage die Maßnahme auszuschreiben".

    Eine positive Seite sah Jochen Huppmann in der Gasleitungsverlegung am Haarberg durch die Stadt Bad Kissingen. "Bei Zusammenlegung der beiden Projekte wäre nur eine Erdbaumaßnahme notwendig", folgerte er. Gock beharrte jedoch auf einer Vergabe im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Die Bürgermeisterin dazu: "Wir können dies beschließen wenn der Gemeinderat dahintersteht, denn wir haben keine Baufirma gefunden, die die Arbeiten ausgeführt hätte außer der Firma Hell im April".

    Für Verwaltungsfachmann Nobert Winter ergab sich die Frage "ob wir überhaupt ein Ingenieurbüro brauchen? Die Dringlichkeit ist gegeben", unterstrich er. Dies betonten auch Elmar Hofmann, Christian Baumann und Gisela Bergel mit Blick auf die zahlreichen Rohrbrüche, die offensichtlich in immer kürzeren Zeitabständen auftreten. Der Beschluss zum unmittelbaren Handeln und die Vergabe an die Firma Hell fiel mit zehn gegen drei Stimmen. Winfried Ehling

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