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    Waldfenster

    Extratour des Hochrhöners bei Waldfenster: Warum verzögert sich die Eröffnung?

    Die Extratour des Hochrhöners, der Waldfensterer, soll im Herbst eröffnen. Foto: Johannes Schlereth
    Die Extratour des Hochrhöners, der Waldfensterer, soll im Herbst eröffnen. Foto: Johannes Schlereth

    Vor drei Jahren haben die Arbeiten am Hochrhöner-Abschnitt in Waldfenster begonnen. Angesetzt war die Eröffnung der Extratour bereits für das Jahr 2018 - geklappt hat das allerdings nicht. Seitdem kursieren Gerüchte, was das Problem ist. Darunter beispielsweise die Vermutung, dass das Projekt im Landratsamt Bad Kissingen festhängen würde. Die Redaktion hat deshalb nachgeforscht.

    Ist das Landratsamt verantwortlich?

    Auf dem Landratsamt in Bad Kissingen ist der Grund für die Verzögerung unklar. Laut Melanie Hofmann , zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, liegen dem Landratsamt keine Informationen für die Verzögerung beim "Waldfensterer" vor. Das Landratsamt ist also nicht verantwortlich. Stattdessen verweist es auf die zuständige Direktion für ländliche Entwicklung. Im Bereich des Waldfensterer Forsts findet aktuell eine Flurbereinigung statt.

    Beteiligt daran ist das Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken. Die Beamten in Würzburg wissen mehr zum "Waldfensterer": "Die Extratouren sollen mit dem "Hochrhöner" verbunden werden. Es kann sein, dass Teile der Verbindungen durch das Gebiet des Waldfensterer Forsts laufen", sagt Joachim Mair vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) in Würzburg. Mehr dazu könne der Bürgermeister des Marktes Burkardroth sagen.

    Bürgermeister schafft Klarheit

    "Es ist richtig, dass am "Waldfensterer" aktuell Stillstand herrscht", sagt Waldemar Bug (ödp), der Bürgermeister von Burkardroth. Die Ursache dafür finde sich tatsächlich im Flurbereinigungsverfahren des Waldfensterer Forsts. "Das liegt am Wegebau." Denn der sei noch nicht vollständig abgeschlossen. "Es gibt noch Pflasterarbeiten zu erledigen", teilt der Bürgermeister auf Anfrage dieser Redaktion mit. Diese sollen laut Bug noch diesen Juli beginnen. Schuld für die Verspätung ist nicht etwa die Auftragslage der Baufirmen. "Wir dürfen aus Naturschutzgründen erst zu dem Zeitpunkt beginnen", informiert Bug. Was damit genau gemeint ist, könne er selbst nicht sagen. Der Bürgermeister des Marktes Burkardroth verweist diesbezüglich auf Joachim Mair vom ALE in Würzburg. Mair war zur Klärung dieser Frage bis Redaktionsschluss allerdings nicht zu erreichen.

    Die Eröffnung des Weges soll dann nach Abschluss aller Arbeiten im Herbst diesen Jahres stattfinden. "Konkrete Gedanken dazu gibt es bisher noch nicht", sagt Bug. Ideen hat der Rathauschef aus Burkardroth jedoch bereits: "Möglich wäre es zum Beispiel, die Strecke dann zum ersten Mal offiziell zu begehen."

    Die Extratour führt von Waldfenster zur Platzer Kuppe. Die Initiative dafür ergriff Heinrich Schlereth aus Waldfenster . Auf über zehn Kilometern gelangt der Wanderer zu einem Rhöner-Wanderknotenpunkt. An der Platzer Kuppe führt bereits der Kuppenweg vorbei. Außerdem befinden sich die "Hüttentour" und der "Basaltweg" in direkter Nähe. Seinen Ausgangspunkt hat der Weg aktuell in Waldfenster . Ein weiterer Einstieg ist der Parkplatz etwa einen Kilometer vor Platz aus Richtung Waldfenster kommend.

    Johannes Schlereth

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