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    Hammelburg

    Feldgeschworene und ihr Ehrenamt

    Der ehemalige Bürgermeister Ernst Stross wird bei einem Grenzgang 2011 gestaucht.  Foto: Archiv/Walter Voullie
    Der ehemalige Bürgermeister Ernst Stross wird bei einem Grenzgang 2011 gestaucht. Foto: Archiv/Walter Voullie

    Nach der Sommerpause gibt es in der Stadtbibliothek einen neuen Erzählschoppen. Thema bei "Erlebt & Erzählt" am Mittwoch, 18. September, um 19 Uhr sind die Feldgeschworenen. Das sind die "Herren der Grenzsteine", Hüter der Grenzen in den Kommunen. Das Ehrenamt der Siebener, wie sie auch genannt werden, entstand im 13. Jahrhundert in Franken.

    Fränkische Richter erkannten, dass vor Ort Ansprechpartner in den einzelnen Dörfern nötig waren, die sich mit den lokalen Gegebenheiten auskannten und die Grenzbeaufsichtigung gewährleisteten. Eine Besonderheit ist heute immer noch das "Siebenergeheimnis". Zu einer Zeit, in der es weder Flurkarten noch Maßzahlen über Grenzverläufe gab, wurden die gesetzten Grenzsteine von den Geschworenen mit geheimen Zeichen versehen, die nur ihnen bekannt waren und die auch nur mündlich weitergegeben wurden. Bei Streitigkeiten konnten die Geschworenen aufgrund des "Siebenergeheimnisses" die Richtigkeit oder Falschheit der Grenzen aufdecken. Willkürlich veränderte Grenzsteine wurden oft hart bestraft. Die Feldgeschworenen werden von Anfang an vereidigt und bleiben Feldgeschworene ihr Leben lang oder so lange es ihre Gesundheit zulässt. Moderator Ernst Stross befragt als Gäste die Feldgeschworenen Gerhard Fella, Karl Heilmann, Josef Merz und Walter Voullie nach ihren Erfahrungen und Geschichten. Ob es ihm gelingt, die Geheimnisträger zu entzaubern?

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