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    Euerdorf

    Ein Trio für die Euerdorfer Wehr

    Der  1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Euerdorf heißt Andreas Büttner (von links). Er bildete mit dem  stellvertretenden Kommandanten Klaus Kaufmann und der stellvertretenden Kommandantin Laura Ferdin eine Dreierspitze.Doris Bauer
    Der 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Euerdorf heißt Andreas Büttner (von links). Er bildete mit dem stellvertretenden Kommandanten Klaus Kaufmann und der stellvertretenden Kommandantin Laura Ferdin eine Dreierspitze.Doris Bauer

    Die neue Dreierspitze der Freiwilligen Feuerwehr Euerdorf steht. Kommandant Andreas Büttner und seine beiden Stellvertreter Laura Ferdin und Klaus Kaufmann haben ihre Arbeit bereits aufgenommen und sind mit dem ganzen Team an aktiven Feuerwehrmännern und -frauen jederzeit zum Einsatz bereit.

    Die Freiwillige Feuerwehr Euerdorf ist ein wichtiger Stützpunkt - nicht nur wegen der räumlichen Nähe zur Autobahn A7. Aufgrund der technischen Ausrüstung wird sie auch zu überregionalen Einsätzen beordert. Umso wichtiger war es, eine funktionierende Führungsspitze zu finden. Die Ausgangslage dazu schien scheinbar schlecht, als sich zur letzten Jahreshauptversammlung kein neuer Kommandant fand. Somit war die Marktgemeinde verpflichtet, binnen drei Monaten in einer erneuten Versammlung einen Kommandanten zu ermitteln. Bis dahin gab es viele Gespräche zwischen Verantwortlichen in der Marktgemeinde, der alten Feuerwehr-Leitung und potenziellen Kandidaten.

    In der nächsten Versammlung erklärten sich die Euerdorfer Laura Ferdin und Klaus Kaufmann als Stellvertreter bereit, wollten sich jedoch nicht ganz an die Spitze stellen. Beide sahen Zweifel, das Amt des Kommandanten im geforderten Maße auszufüllen: "Ich befinde mich zur Zeit in Ausbildung zur Brandmeister-Anwärterin und bin somit beruflich bereits ausgelastet", begründete die 24-jährige Laura Ferdin ihre Entscheidung.

    Klaus Kaufmann, gleichzeitig auch Zweiter Bürgermeister der Marktgemeinde hat noch weitere Beweggründe: "Dieses Amt ist eine große Verantwortung. Ich bin in vielen Vereinen in der Vorstandschaft engagiert. Außerdem bin ich 57 Jahre und kann nur eine Periode, also über sechs Jahre hinweg, zur Verfügung stehen, da der aktive Dienst auf 65 Jahre begrenzt ist. Das Amt des 1. Kommandanten sah ich in jüngeren Händen."

    Jetzt griff das Feuerwehr-Gesetz, das vorsieht, nach zwei gescheiterten Wahlversuchen einen geeigneten Kandidaten für dieses Amt zu verpflichten. Dazu hatte man den Wirmsthaler Andreas Büttner ins Auge gefasst. In Gesprächen zeigte sich der Wirmsthaler jedoch so kooperativ und bekam diese Position in Form der Verpflichtung.

    Was gut ausging, ist zukünftig mit Arbeit und Pflichten für die Amtsinhaber verbunden. So muss die Dreierspitze über einen geforderten Ausbildungsstand verfügen, wie den "Leiter Feuerwehr", den Laura Ferdin noch absolvieren muss. Eine weitere Voraussetzung war die Ausbildung zum "Gruppenführer", die bereits alle haben. Die neue Führung teilt sich die Aufgaben ein: "Wir sehen uns noch in der Einarbeitungsphase, sind ein gutes Team und arbeiten gerne zusammen", bemerkt dazu Laura Ferdin. "Es ist zwar klar geregelt, wer die Leitung in den Einsätzen hat, damit es zu keinen Irritationen kommt. Aber auch hier arbeiten wir zusammen, unterstützen uns gegenseitig. Wir sind ein Team", erklärt Klaus Kaufmann. Unterstützung kommt auch von der bisherigen Feuerwehr-Leitung und seitens der Gemeinde. "Die Gemeinde freut sich, dass es wieder eine Führung gibt", beteuert Klaus Kaufmann in seiner Eigenschaft als Zweiter Bürgermeister.

    Gemeinsame Übungen

    Die Euerdorfer Feuerwehr arbeitet bereits jetzt mit der Wirmsthaler Feuerwehr eng zusammen: "Wir legen Ausbildungen und Übungen zusammen wo es geht. Hier müssen wir gezielt vorgehen und zusammenwachsen", legt Andreas Büttner einen wichtigen Punkt seiner zukünftigen Arbeit dar. "Das ist auch gut so, denn im Ernstfall haben wir dann keine Berührungsängste. Da müssen wir ebenfalls alle zusammenarbeiten", bekräftig Laura Ferdin den positiven Synergie-Effekt. "Aber letztendlich steht und fällt die Arbeit mit der gesamten Mannschaft", stellt Andreas Büttner fest, "und wir haben engagierte Aktive, wofür wir sehr dankbar sind".

    Der Feuerwehr geht es jedoch wie vielen anderen Vereinen auch, dass die aktiven Mitgliederzahlen weniger werden. Andreas Büttner legt die Situation der Euerdorfer dar: "Wir haben viele aktive Jugendliche, auf die wir uns schon freuen, wenn sie in den aktiven Dienst treten dürfen. Die Jugendarbeit funktioniert bestens. In der Altersklasse ab 30 bis 45 Jahren klafft allerdings ein Loch. Sicherlich hat dies damit zu tun, dass viele zum Studium oder berufsbedingt weggezogen sind oder dann nicht mehr in den aktiven Dienst getreten sind. Wir möchten mit unserer Arbeit neue Quereinsteiger und Wieder-Einsteiger motivieren. Vielleicht war der ein oder andere bereits in anderen Orten aktiv und ist jetzt nach Euerdorf gezogen sind. So könnten wir auch von deren Erfahrung profitieren. Jeder Interessierte ist bei uns herzlich willkommen."

    Doris Bauer

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