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    Elfershausen

    Feuerwehrhaus muss weichen

    Die Zeit läuft ab für das Feuerwehrhaus in Engenthal. Nur vier Tage nach der Bürgerversammlung fällte der Gemeinderat den einmütigen Beschluss, mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses noch heuer zu beginnen. Im April will der Markt die Planung vergeben, die Arbeiten beginnen im August.
    Die einstimmige Entscheidung war die Konsequenz aus der Debatte in der Bürgerversammlung, in der sich die meisten Anwesenden für einen baldigen Baustart aussprachen. Die von Planer Seifert angebotene Alternative, erst im nächsten Jahr mit dem Neubau zu beginnen, fand so gut wie keine Zustimmung in der Bevölkerung, denn zum Ende des Jahres 2019 muss die Bautätigkeit abgeschlossen sein, bevor die Zuwendung von 150 000 Euro verfällt.


    Sirene auf der Feuerwehrgarage

    Vor Beginn der Maßnahme zog die Engenthaler Feuerwehr in ihrer Garage eine Trennwand ein, um hälftig das Wehrmaterial und das Vereinsinventar unterzubringen. Die Alarmsirene auf dem Dach erhält als neuen Standort die Feuerwehrgarage. Angebote dafür holt die Gemeinde ein. Die Briefkästen der Gemeinde und der Deutschen Post verlegt die Wehr an einen anderen Standort. Diesen Maßnahmen stimmte der Rat zu.
    Während das Engenthaler Feuerwehrhaus weichen muss, entsteht am "Trimberger Weg" in Elfershausen ein neues Domizil für die Ortswehr. Dafür stellte das Planungsbüro Alexander Albert einen Entwurf vor, in den die Belange der örtlichen Feuerwehr einflossen, die ein Arbeitskreis ermittelte. Demnach erhält das Gebäude mit drei Garagen seinen Platz am südlichen Ende des Wohn- und Mischgebiets und besteht aus einem eingeschossigen Bau mit einem zweigeschossigen Bauteil, das für Übungszwecke verwendet werden kann.
    Die Entwurfsplanung, die Albert detaillierte, verfügt über zwei Ein- und Ausfahrten und mehrere fußläufige Eintritte sowie einen speziellen Raum für Jugendliche und Kinder, Umkleideräume für Männer und Frauen und einen eigenen Raum zur Reinigung kontaminierter Kleidung.
    Ein Atemschutz-Pflegraum, ein Schlauch-Pool, die Werkstatt und ein Material-Lagerraum sowie das Kommandantenbüro, der Schulungssaal, eine Teeküche und Sanitäreinrichtungen gehören neben der fünf mal 12,5 Meter breiten Fahrzeughalle zur Ausstattung.
    Wie Planer Albert betonte lag ihm an einer wirtschaftlichen Umsetzung. Die Einsparungswünsche mehrerer Gemeinderäte nahm er zur Kenntnis, warnte aber davor, zuviel abzuspecken. Eine Einzäunung des Areals steht noch zur Disposition, erklärte Bürgermeister Karlheinz Kickuth. Da die Entwurfsplanung die erste Leistungsphase ist, konnte Albert noch keine abschließende Kostenberechnung vorlegen. Seine vorläufige Schätzung bezifferte er auf knapp zwei Millionen Euro.
    Fest steht, dass die Elfershausener Wehr Förderung für mindestens zwei Stellplätze in Höhe von 115 000 Euro erhält. Ein dritter Stellplatz, etwa für das übernommene Einsatzfahrzeug der Schaeffler AG, wird mit 71 000 Euro gefördert. Die Planung kommt zur Vorlage bei der Regierung von Unterfranken, womit sich das Ratsgremium einverstanden erklärte.


    Planungen für 1200-Jahr-Feier

    Der Markt will zeitig mit der Planung für 1200-Jahr-Feier beginnen, die 2020 stattfindet. Dazu wollen Kickuth und sein Stellvertreter Jürgen Englert die Gemeinderäte und die Vereine einbinden, die Bevölkerung aktivieren und Allianz-Manager Holger Becker um Vorschläge bitten.
    Im Zusammenhang mit dem Jubiläum übereignete Gemeinderat Günter Zink der Gemeinde zwei restaurierte, historische Fahnen von Veteranen- und Kriegerverbänden aus Elfershausen. Zum Jubiläum, das eventuell mit dem Marktfest gefeiert wird, ist auch die Vorstellung der neuen Ortschronik geplant.
    Dem Antrag der Prowind GmbH, die die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zum Bau und zum Betreiben der Windkraftanlagen benötigt, erteilte der Rat gegen drei Stimmen die Erlaubnis.
    Der Markt beteiligt sich mit jährlich 2000 Euro an dem Naturschutz-Großprojekt "Grüngitter", wegen der verminderten Mahd nimmt der Bürgermeister Rücksprache mit dem Bauhof.
    Das Leader-Projekt "Mountainbike-Rundstreckenplanung" lehnte der Marktgemeinderat in der vorliegenden Form ab. Hier sei eine Überarbeitung aufgrund der Bedenken der Jagdgenossen und -pächter sowie die Klärung zum Unterhalt und der Pflege der Wege erforderlich, hieß es. Winfried Ehling

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