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    Maria Bildhausen

    Feuriges Nachtleben im Mittelalter

    Die Feuershow am Samstagabend war das Highlight an diesem Tag. Die beiden Künstlerinnen begeisterten die Zuschauer.  Hanns Friedrich
    Die Feuershow am Samstagabend war das Highlight an diesem Tag. Die beiden Künstlerinnen begeisterten die Zuschauer. Hanns Friedrich

    "Einfach nur phantastisch.... Wahnsinn, was hier auf die Beine gestellt wurde... ein toller Blick zurück in die Vergangenheit.... Das historische Maria Bildhausen eignete sich dafür ja ganz super..." Einige der Kommentare der rund 5000 Besucher, die am Samstag und Sonntag das "Forum Cistercium" besuchten und sich in die Zeit des Mittelalters entführen ließen.

    Besonderer Besucherandrang war am Sonntag, aber auch der Samstag sah schon Hunderte von Gästen, die über das weitläufige Gelände schlenderten. Historisches Lagerleben, Händler, Live Konzerte, Gaukelei, Kinderprogramm und vor allem der Fackelzug und die Feuershow am Samstagabend zogen die Besucher an, die von überall her kamen. Die fünfte Auflage des Forums Cistercium in Münnerstadt war ein voller Erfolg, sagen die Veranstalter.

    Das gesamte Team war mit eingebunden und so sah man denn auch Rainer Waldvogel, Gesamtleiter des Dominikus Ringeisenwerks am Eingang, wo er den Besuchern statt Karten einen Stempel aufdrückte. Auf dem Gelände unterwegs war sein Stellvertreter Michael Nowotny und unter anderem auch Matthias Guck, sowie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behinderteneinrichtung. War das Lagerleben bei Tag schon ein Anziehungspunkt, so hatte vor allem das Nachtleben ein besonderes Flair. Mit Einbruch der Dunkelheit flackerten an den Zelten die Lagerfeuer, die Laternen an den Ständen und Öllampen wurde entzündet und gaben dem mittelalterlichen Lagerleben eine ganz besondere Atmosphäre.

    Abbild ohne kriegerische Handlungen

    So in etwa mag es im Spätmittelalter ausgesehen haben, als die Menschen oftmals noch in Zelten lebten, ihre Viehherden betreuten und auch eine unruhige Zeit hatten. Gerade im Zisterzienserkloster Maria Bildhausen war das Mittelalter präsent. Natürlich nicht in der Form, wie man sie am Wochenende erlebte. Es war die Zeit des Bauernaufstands, die Zeit, als das Kloster große Zerstörungen hinnehmen musste. Doch das alles rückte beim Mittelalterfest am Wochenende in den Hintergrund. Da ging es nicht kriegerisch zu, auch wenn man immer wieder Waffen, Rüstungen und Helme sah. Da übte ein Messerwerfer sein Kunst, wer wollte konnte sich auch einmal im Armbrustschießen üben.

    Musik und Fackelzug

    Fast gemütlich ging es am Abend zu, als die Teilnehmer des Forum Cistercium an ihrem Lagerfeuer saßen oder sich bei Kerzenschein unterhielten, ihren "Met" tranken und das auf dem Rost gegrillte verspeisten. Der Nachtwächter drehte sein Runden und wurde hie und da in ein Gespräch verwickelt. Immer wieder begeisterten die Musikgruppen auf der Bühne wie "Schattenschweif", "Gugelhupf" oder Peter der Barde. Auch hier war die Bühne in den Abendstunden ein besonderer Hingucker. Gegen 21 Uhr hörte man dann mittelalterliche Musik und konnte einen besonderen Fackelzug miterleben. Die Teilnehmer des Mittelaltermarktes machten sich nämlich auf den Weg, um nach einem Rundgang am historischen Abteigebäude zu enden. Mit dabei hatten sie ihre verschieden gestalteten Fahnen, die auf einfachen Stecken montiert waren.

    Hier fand man sich zunächst in einem großen Kreis zusammen und erfuhr Interessantes bevor die Feuershow die Gäste in den Bann zog. Da sah man Feuerschlucker aber auch Akrobatik mit Feuerreifen und vieles mehr. Die beiden Darstellerinnen verstanden es durch ihre Vorführungen die Umstehenden in ihren Bann zu ziehen. "Einfach nur toll... das ist Professionalität vom Feinsten... das muss man erlebt haben... " sagten die Zuschauer, die eine Zugabe forderten. Gegen 22 Uhr kehrte dann langsam die Nachruhe ein, Zelte wurden zugeschlagen, die Kerzen und Lampen gelöscht und schließlich flackerte noch hie und das die Lagerfeuer. Ganz klar: Das nächste Forum Cistercium wird es geben und zwar im Jahr 2021.

    Hanns Friedrich

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