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    Elfershausen

    Flanieren, staunen und genießen

    Das junge Jonglage-Duo "arcoiri" begeisterte die Zuschauer mit seinen Kunststücken.  Fotos: Winfried Ehling
    Das junge Jonglage-Duo "arcoiri" begeisterte die Zuschauer mit seinen Kunststücken. Fotos: Winfried Ehling

    Zum letzten Marktfest-Sonntag vor dem Jubiläumsjahr herrschte Andrang im Schlosshof, mit einem bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt. In der Dom-und August-Ullrich-Straße war der Besucherstrom hingegen überschaubar. Das lag wohl an den "Rucksack-Musikanten" im Festzelt, die von den Heimischen gerne gehört und gebucht werden. Denn zum Saalemusicum spielten sie bereits mehrfach in Elfershausen auf.

    Das Marktfest gibt es natürlich auch im Gründungsjahr, wenn Elfershausen 2020 seinen 1200. Geburtstag mit viel Aufwand feiert. Ein Informationsstand vor dem Rathaus warb für das große Ereignis. Vor dem Schlossportal fand sich im Höhlenzelt die Märchenerzählerin Heidi Andriessens ein, die Kindern und Müttern Märchen der Gebrüder Grimm, Wilhelm Busch und Ludwig Bechstein nahe brachte. Für die Jüngsten, die mehr der Technik zuneigten, stand unweit ein Mini-Bagger bereit, den Mädchen und Buben in Begleitung eines Baggerführers selbst "steuern" durften.

    Unikate an der Schlossmauer

    Bildhauer Peter Lorenz Emmert schmückte die Schlossmauer mit seinen Werken. Unter zahlreichen Unikaten aus Stein, Holz und Metall präsentierte er seine neueste Kreation, einen noch in der Fertigung stehenden "Maskenbaum". Das obeliskartige Gebilde erhält steinerne Naturmasken, von denen eine bereits die Säule ziert.

    Emmert, der jüngst eine Heiligenfigur für den Ort Frankenbrunn schuf, will aufgrund einschlägiger Anfragen vorbeugend wirken. "Ich erarbeite nicht nur Heiligenstatuen, denn Vielseitigkeit ist auf diesem Sektor wichtig", betont er. Auch sollte ein Bildhauer nach seinem Dafürhalten mit möglichst vielen Materialien vertraut sein. Die individuellen Wünsche der Kunden optimal umzuwandeln, erachtet er als das A und O. "Kunstschaffender wie Kunde sollten beide zufriedengestellt sein", fügt er hinzu.

    Stories und Geschichten stellte das Jonglage-Duo "arcoiri" auf dem Parkplatz neben dem Rathaus dar. Die beiden jungen Artisten Sonja Hohlfeld und Fabian Feitsch zeigten eine fantasievolle, selbst erstellte Show und verzauberten kleine und große Zuschauer mit erstaunlichen Jongleur-Kunststücken. Mit Bällen, Keulen, Ringen, dem so genannten "Devils-Stick" - und sogar mit echten Messern - begeisterten die Würzburger zu Swing-Melodien.

    Probeschießen

    Am Rande des Mehrgenerationenplatzes, hinter dem Schützenhaus, bot die Bürgerliche Schützengesellschaft Elfershausen Interessierten ein Probeschießen mit Pfeil und Bogen auf 3D-Ziele an. Zeitgleich konnten sich die Gäste beim Schießen mit dem Licht-, Luftgewehr und der Luftpistole sowie mit dem Blasrohr im Schützenhaus versuchen. Das Zelt der Sportfischer barg einen der kulinarischen Höhepunkte. Dass es den Besuchern mundete, lässt sich daran erkennen, dass ein Grillgericht nach dem anderen von der Karte gestrichen werden musste.

    Der FC und der Karnevalsverein Blau-Weiß warteten im Schlosshof mit Snacks und Kaffee und Kuchen auf, der Landgasthof "Stern" mit fränkischen und australischen Spezialitäten. Die Häcker-Wirtschaft des Weinguts Hümmler lockte mit dem Hochzeitsessen und Kuchen.

    Musik von der Drehorgel

    Auf den Straßen sorgten Klaus Emmerling mit der Drehorgel und die Band "Drainplug" für Unterhaltung.

    Oldtimer-Fahrzeuge waren in der Domstraße zu bewundern. Dort, in der Schlossstraße und in den Höfen fanden sich auch die Flohmarktstände. Das kunterbunte Treiben, das der FC Elfershausen und die Karnevalisten organisierten, ging bis zum späten Sonntag-Nachmittag.

    Winfried Ehling

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