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    Maßbach

    Förderung gegen die Maßbacher Leerstände

    Schon seit langer Zeit geschlossen ist dieses Geschäft in Poppenlauer. Ein  Förderprogramm soll nun Geschäfts- und Betriebsinhabern unter die Arme  greifen und Neugründungen ermöglichen. Foto: Dieter Britz
    Schon seit langer Zeit geschlossen ist dieses Geschäft in Poppenlauer. Ein Förderprogramm soll nun Geschäfts- und Betriebsinhabern unter die Arme greifen und Neugründungen ermöglichen. Foto: Dieter Britz

    Der Maßbacher Marktgemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, beim Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken einen Antrag auf Einleitung einer einfachen Dorferneuerung für alle vier Ortsteile zu stellen. Damit ist es möglich, dass Kleinstunternehmen der Grundversorgung eine staatliche Förderung bis zu 30 oder, wenn sie damit zur Innenentwicklung des Dorfes beitragen, sogar 35 Prozent der Investitionssumme bekommen können. Diese Gelder gibt es für bereits vorhandene Betriebe, aber auch bei Neugründungen.

    "Eine gute Nahversorgung steigert die Lebensqualität für die Menschen in Dörfern enorm", und "die Menschen im ländlichen Raum erwarten gleichwertige Lebensbedingungen und eine hohe Lebensqualität mit einer funktionierenden Grundversorgung in ihrem Lebensumfeld. Darauf sind besonders ältere Menschen und Menschen ohne eigenes Auto, aber auch Familien dringend angewiesen", heißt es in einer Broschüre der bayerischen Verwaltung für ländliche Entwicklung zu diesem Förderprogramm.

    Zur Innenentwicklung der Ortschaften beitragen

    Maßbachs Bürgermeister Matthias Klement teilte mit, dass als Kleinstbetriebe im Sinne dieses neuen Förderprogramms Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von weniger als zwei Millionen Euro gelten. Gefördert werden können Kleinstunternehmen , die den regelmäßigen, täglichen bis wöchentlichen Bedarf der Bevölkerung decken. Darunter zählen unter anderem Bäckereien, Metzgereien, Gastwirtschaften, Dorfläden oder Pflegedienste. In der bereits erwähnten Broschüre heißt es dazu: "Gefördert werden können Investitionen, die der Sicherung, Schaffung, Verbesserung und Ausdehnung der Grundversorgung dienen". Gefördert werden auch Kleinstunternehmen zur Deckung des unregelmäßigen Bedarfs. Das sind zum Beispiel Handwerksbetriebe wie Schreinereien oder Autowerkstätten, Dienstleistungsunternehmen wie Blumenläden, Friseurgeschäfte oder Physiotherapie und Fachgeschäfte, wie zum Beispiel Buchhandlungen. Dazu heißt es in der Broschüre "gefördert werden können bauliche Investitionen, wenn sie zur Innenentwicklung der Ortschaften beitragen".

    Firmeninhaber oder Firmengründer müssen Antrag stellen

    Die möglichen Förderungen sind wie üblich an einige Vorschriften und Bedingungen geknüpft. In erster Linie muss es sich um Kleinbetriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern und einem Umsatz von weniger als zwei Millionen Euro handeln. Außerdem kann die Förderung maximal 200.000 Euro betragen. Die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens muss nachgewiesen werden, vor der Bewilligung darf nicht begonnen werden. Damit Betriebe überhaupt gefördert werden können, muss ihr Dorf durch einen Antrag des Gemeinderates beim zuständigen Amt für ländliche Entwicklung in die einfache Dorferneuerung aufgenommen sein. Ist diese Hürde genommen, hat die Gemeindeverwaltung damit weiter nichts zu tun, denn die Förderanträge müssen Firmeninhaber oder Firmengründer direkt beim zuständigen Amt für ländliche Entwicklung (für den hiesigen Raum in Würzburg) stellen.

    Die Diskussion über diesen Tagesordnungspunkt war nur sehr kurz. Auf eine Frage von Diethard Dittmar versicherte Bürgermeister Klement ausdrücklich, dass auch bestehende Betriebe gefördert werden können. Alle Marktgemeinderäte stimmten zu. Die komplette Broschüre "ländliche Entwicklung in Bayern" gibt es im Internet .

    Dieter Britz

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