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    Bad Kissingen

    Förderverein für die Kissinger Hütte gegründet

    Die Sanierung und Modernisierung der Kissinger Hütte kostet viel Geld. Der Rhönklub hofft deshalb auf Spenden. Die Namen derjenigen, die mindestens 1000 Euro spenden, sollen im Eingangsbereich auf Basaltsäulen verewigt werden.
    Der Vorsitzende, Manfred Egert, zeigt, wo die neue Außenterrasse an der  Kissinger Hütte entstehen soll. Marion Eckert       -  Der Vorsitzende, Manfred Egert, zeigt, wo die neue Außenterrasse an der  Kissinger Hütte entstehen soll. Marion Eckert
    Der Vorsitzende, Manfred Egert, zeigt, wo die neue Außenterrasse an der Kissinger Hütte entstehen soll. Marion Eckert

    Seit einigen Jahren schon ist geplant, die Kissinger Hütte zu sanieren und zu modernisieren. Der Rhönklub Zweigverein Bad Kissingen steht hier als Projektträger in der Verantwortung. Nun haben der Vorsitzende Manfred Egert und seine Mitstreiter einen eigenen Förderverein für die Kissinger-Hütte gegründet, um gezielt Spenden sammeln zu können. Denn die Sanierung ist eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung, die gestemmt werden muss.

    " Freunde der Kissinger Hütte" heißt der neue Verein. Er sei aber auch notwendig, um Freunden des Feuerbergs und der Kissinger Hütte, die bereits in einem anderen Rhönklub-Zweigverein engagiert sind, die Möglichkeit zu geben, sich für die Zukunft der Kissinger Hütte einzusetzen. Außerdem sollen auf diese Weise auch Menschen angesprochen werden, die zwar die Kissinger Hütte schätzen, aber dem Rhönklub nicht beitreten möchten.

    Die Sanierung der Abwasserversorgung ist mit rund 491 000 Euro der größte Brocken, wovon allein schon der Kanalanschluss an Langenleiten mit rund 418 000 Euro Euro zu Buche schlägt. Die Sanierung der Hütte an und für sich steht mit rund 449 000 Euro in der Finanzplanung . Rund 155 000 Euro entfallen auf der Erneuerung im Erdgeschoss.

    Hierzu zählt die Generalsanierung des Küchenbereichs von der Anlieferung über die Lagerung bis zur Zubereitung und Speisenausgabe. Es wird einen eigenen Anlieferungsbereich geben, eine Kühl-und Gefrierzelle, ein Trockenlager, Vorbereitungsbereiche, die Heißküche und natürlich eine Spülküche. Mit diesen Arbeiten wurde bereits begonnen.

    Geplant ist ein Ausgabefenster für die Außengastronomie und ein entsprechendes Podest im Außenbereich. Die Gasträume sollen in ihrem derzeitigen Ambiente mit der vorhandene Einrichtung und Gestaltung erhalten bleiben. Im Obergeschoss wird das Bettenlager zu einem Matratzenlager umgebaut. Die alten Stockbetten aus Metall verschwinden. Für Gruppen mit bis zu 18 Personen wird das Matratzenlager ausgerichtet.

    Die Elektroversorgung der Kissinger Hütte wird komplett erneuert. "Wir werden jedes Kabel austauschen", sagt Egert, und damit wird deutlich, wie umfassend die Modernisierung der Hütte angelegt ist. Die Heizung werde auf Flüssiggas umgestellt, wobei zwei Gastanks vorgesehen seien. Einer für die Küche und einer für die Heizung. Im ehemaligen Öltankraum werde ein Getränkekeller eingerichtet.

    Außerdem werde ein Sozialraum für das Personal und ein Büro eingerichtet. Der Jugendraum soll zu einem Schulungsraum umgebaut werden.

    Die Sanierung des Bettenhauses soll auf die Jahre 2021/2022 verschoben werden. Vorgesehen sei hier die komplette Renovierung der Zimmer und eine Umorganisation in Premium- und Mehrbettzimmer. Auf diese Weise sollen auch Gäste angesprochen werden, die kein Matratzenlager möchten, zum Beispiel Einzelgäste und Paare, die ein paar Tage ausspannen möchten. An der Anzahl der Gesamtbetten von 59 werde sich aber nichts ändern.

    So schnell wie möglich soll die neu Terrasse an der Westseite realisiert werden, mit einem direkten Zugang von der Hütte aus. Die Kosten liegen bei rund 16 000 Euro. Die Garage, in der der Landkreis das Loipenspurgerät untergestellt hat, werde an eine andere Stelle versetzt, erklärte Egert. So entstehe die neue Terrasse mit einem herrlichen Blick in Richtung Sonnenuntergang. Alle Vorhaben seien natürlich mit dem erforderlichen Brandschutz versehen, dazu gehören auch Flucht- und Rettungswege.

    Das Gesamtprojekt bezifferte Egert mit rund 950 000 Euro netto. Mit 130 000 Euro bringt sich der Rhönklub ein. Weitere Finanzmittel sollen über ein Darlehn in Höhe von 480 000 Euro kommen. Von der Regierung von Unterfranken werden 200 000 Euro Förderung erwartet. Weitere Fördersummen werden in den Folgejahren über die Landkreise und Kommunen erwartet. Zudem gibt es 12 000 Euro zweckgebundene Spenden für den Spielplatz. Die Rückzahlung des Darlehns soll in 15 bis 20 Jahren abgeschlossen sein. Die reguläre Tilgung erfolge über die Pachteinnahmen , Sondertilgungen seien über Einnahmen des Fördervereins vorgesehen.

    Außerdem habe der neue Verein die Aufgabe Gelder für zukünftige Renovierungsmaßnahmen zu sammeln. Da alle Gelder, die der Verein generieren wird ausschließlich der Kissinger-Hütte zugute kommen sollen, soll auf Werbematerial wie Flyer verzichtet werden. Eine Homepage sei derzeit aber im Aufbau. Ansonsten setzt der Verein auf Mundpropaganda und persönliche Ansprache von Freunden , Sponsoren und Gönnern.

    Info

    Vorstand Vorsitzender des neuen Vereins " Freunde der Kissinger Hütte"  ist Manfred Egert, sein Stellvertreter Florian Schneider. Die Kasse führt Johanna Holzheimer, Schriftführerin ist Simone Müller. Als Beisitzer gehören der dem Vorstand Thomas Höchemer und Monika Egert an. Die Kasse prüfen Bernd Schaupp und Karin Matuschka.

    Der Jahresbeitrag wurde auf 30 Euro für alle Mitglieder festgelegt. Das gilt für Einzelpersonen, Firmen und Vereine. Allerdings gibt es die Option, auf freiwilliger Basis den Beitrag auf 100 Euro zu erhöhen. Familien und Paare zahlen 50 Euro. Minderjährige, die ohne Eltern dem Verein beitreten möchten zahlen 10 Euro. Die Namen von Spendern ab 1000 Euro sollen im neu gestalteten Eingangsbereich auf Basaltsäulen verewigt werden.

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    Marion Eckert

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