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    Thundorf

    "Frau im Dorf" - ein Blick in die Geschichte Thundorfs

    Frauen bei der Feldarbeit im Jahr 1935 wurden hier fotografisch dokumentiert. Foto: Archiv Familie Wolf

    Der Verein "Dorfgemeinschaft Thundorf " hat sich die Förderung von Kultur und Brauchtum auf die Fahne geschrieben. Dazu gehören von Anfang an auch die jährlichen Ausstellungen. Nach dem "Leben auf dem Dorf" (2015), "Gestaltung von Bildstöcken nach alter Tradition" (2016) und im Vorjahr "Trachten in Unterfranken" folgt in diesem Jahr die Wanderausstellung vom Amt für ländliche Entwicklung Bezirk Unterfranken, mit dem Titel "Frau im Dorf". Ergänzt wird die Fotoausstellung mit historischen Bildern aus der Gemeinde.

    Dörfliches Leben meist im Hintergrund geprägt

    Generationen von Frauen haben das dörfliche Leben mitgeprägt und mitgestaltet. Dies geschah jedoch meistens im Stillen und im Hintergrund - und ohne große Worte. Das öffentliche Leben wurde hingegen stets von den Männern bestimmt. Die Rolle der Frau war auf Haus, Küche und Hof beschränkt. Frauen wurden in ihre traditionelle Rolle gleichsam hineingeboren und somit auf einen vorgezeichneten Lebensweg geschickt. Religiöse Normen unterstützten dieses Denken und Handeln.

    Im Allgemeinen fanden sich die Frauen mit ihrer Rolle zurecht und machten ihrerseits das Beste daraus: "Es war halt so." Eine ganz besonders schwierige Zeit durchlebten die sogenannten Trümmerfrauen in den Kriegsjahren. Während die Männer an der Front waren, mussten sie Haus und Hof zusammen halten und die Kinder großziehen.

    Ausstellungseröffnung am 15. September

    Die Ausstellungseröffnung mit der Bezirksrätin Karin Renner , findet in der Festhalle von Thundorf am Samstag, 15. September, 19 Uhr statt, verbunden mit einem Federweißen-Abend und der Blaskapelle "Drüm Rüm" aus Waigolshausen. Die Gruppe macht Stimmung mit feinster Blasmusik, verfeinert mit Akkordeonklängen und Gesang. An diesem Abend kann die Ausstellung von 18 bis 22 Uhr besichtigt werden. Weitere Öffnungstermine sind Sonntag, 16. September, Samstag, 22. September und Sonntag, 23. September, jeweils von 14 bis 18 Uhr.

    Die Ausstellungsthemen

    "Von der Bauerntochter zur Agraringenieurin" - Ausbildung; Vom Melkschemel zum Melkroboter" - Arbeitswelt; "Frauen stehen ihren Mann" - Kriegszeit; "Krankes Bein und brave Frauen bleiben daheim - Dorfgemeinschaft; "An Gottes Segen war alles gelegen" - Religion.

    Philipp Bauernschubert

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