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    Thundorf

    Fronleichnam: Bunter Teppich schlängelt sich durch den Ort

    Fronleichnam in Thundorf: Unser Foto zeigt den  Sägemehlteppich in der Esther-von-Rosenbach-Straße. Philipp Bauernschubert
    Fronleichnam in Thundorf: Unser Foto zeigt den Sägemehlteppich in der Esther-von-Rosenbach-Straße. Philipp Bauernschubert

    Schon um 7 Uhr früh am Morgen bot sich an Fronleichnam dem Betrachter bei einem Gang durch Thundorf ein festliches Bild. Zwei Kilometer lang schlängelte sich der Blumen- und Sägemehlteppich durch die beflaggten und herausgeputzten Straßen und Häuser. Die Beteiligten waren zufrieden. Nach verrichteter Arbeit setzten sich die Teppichleger an den heimischen Frühstückstisch und kleideten sich anschließend festlich für den Prozessionsgang und dem Gottesdienst.

    Vor fünf Jahr war Pfarrer Michael Neudert aus Erfurt schon einmal als Gastpfarrer bei der Fronleichnamsprozession in Thundorf . Er vertrat diese mal den kurzfristig erkrankten Pfarrer Gerhard Stöger aus Bad Langensalza. Pünktlich um 8 Uhr trat Pfarrer Neudert mit der Monstranz aus dem Gotteshaus. Um kurz nach 8 Uhr startete die Prozession unter der Klängen der Blaskapelle Thundorf unter der Leitung von Stefan Meister mit dem Lied "Lasst Christen hoch den Jubel schallen". Weiter angeführt wurde der Zug von Fahnenträgern der Vereine, es folgten die Männer und die Ministranten. Das Tragen des Baldachin oblag traditionell den Gemeinderäten, und der Pfarrer wurde flankiert von den Laternenträgern und Bürgermeister Egon Klöffel sowie seiner Stellvertreterin Judith Dekant. Auf dem Teppich darf nur der Pfarrer mit dem Allerheiligsten schreiten, alle anderen Teilnehmer gehen außerhalb. Hinter dem "Himmel" kamen dann die Blumen streuende Kinder und die Frauen.

    Mit Liedern, Fürbitten und Gebeten bewegte sich die Gemeinde im Rundkurs durch den Ort zu den vier Stationsaltärchen. Hier betete Pfarrer Neudert jeweils das Evangelium , und die Musik spielte das "Tantum ergo". Mit dem Segen ging es weiter zur nächsten Station. Nach 90 Minuten zogen die Gläubigen zu den Klängen der Orgel in das Gotteshaus ein. Gastpfarrer Neudert lobte insbesondere die Liebe zum Detail, mit der man dem Ort Thundorf eine neue Qualität verliehen habe. In seinen Dank schloss er alle Beteiligten ein, die zum Gelingen des Gesamtwerkes beigetragen haben. "Das ist gelebte Religion und Glauben" hier vor Ort, schwärmte er von der bunten Demonstration zu Ehren des Allerheiligsten.

    Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Dorfgemeinschaft Thundorf zu einem Weißwurstfrühstück in die Festhalle. Der Teppich wurde wieder zusammen gekehrt, nur die Esther-von-Rosenbach-Straße durfte für spätere Besucher noch liegen bleiben. Die Schablonen für den Teppich und die Fahnen werden für das nächste Jahr aufbewahrt.

    Philipp Bauernschubert

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