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    Oerlenbach

    Gedenken an den D-Day

    Bürgermeister und Offizielle auf dem englischen Friedhof in Douvres-la Délivrande  Foto: Siegfried Erhard
    Bürgermeister und Offizielle auf dem englischen Friedhof in Douvres-la Délivrande Foto: Siegfried Erhard

    Nachhaltig beeindruckt von den Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie , kehrte eine Delegation der Gemeinde und des Partnerschaftskomitees aus Frankreich zurück. Bereits eine Woche zuvor reiste die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Verena Bohl, nach Douvres-la Délivrande. Ihr folgte am Dienstagabend eine Delegation bestehend aus dem ersten und zweiten Bürgermeister, dem Altbürgermeister und Ehrenbürger von Douvres, Siegfried Erhard , sowie einigen Komiteemitgliedern. Zusammen waren es acht Personen, die die knapp 1000 Kilometer lange Reise antraten. Nach der Ankunft konnten sich die Oerlenbacher nicht lange ausruhen, sondern es ging gleich zum ersten Programmpunkt, die Messe in der Basilika. Hier verlas Komiteemitglied Manfred Reuß einen Auszug aus dem Brief an die Kolosser und aus dem Evangelium nach Matthäus in deutscher Sprache. Am Nachmittag folgte eine Zeremonie auf dem englischen Soldatenfriedhof von Douvres-la Délivrande, bei dem die offiziellen Vertreter von Oerlenbach , Bürgermeister Franz Kuhn und Komiteevorsitzende Verena Bohl, sowie Vertreter der englischen Partnerkommune Axminster ihre Reden hielten und Kränze niederlegten. Die Oerlenbacher waren außerdem geladene Gäste bei der offiziellen Gedenkfeier der Kanadier in Courseulles am Strandabschnitt Juno Beach, wenige Kilometer von Douvres entfernt.

    Bewegende Zeremonie

    Am frühen Morgen bestieg die Delegation aus Unterfranken einen der Busse, die für die geladenen Gäste bereitstanden und es ging über komplett abgeriegelte Straßen unter Begleitung von Motorradeskorten der Gendarmarie zum Ort der Feierlichkeiten. Hier fand eine bewegende Zeremonie statt, bei der die Ministerpräsidenten von Kanada und Frankreich, Justin Trudeau und Édouard Phillipe ihre Worte an die Anwesenden Veteranen und Gäste richtete. Beeindruckend groß war die Anzahl von Militärs aus beiden Ländern. So mancher der Anwesenden wischte sich die eine oder andere Träne aus den Augen, im Gedenken an die Ereignisse vor 75 Jahren an den Küsten der Normandie .

    Die Oerlenbacher Gruppe besuchte zusammen mit den französischen und englischen Freunden das Musée franco-allemand, eine ehemalige Radarstellung der deutschen Wehrmacht in Douvres. Später ging es weiter zum Mémorial in Caen, wo eindrucksvoll alle Schrecken der deutschen Besatzung und des Krieges in Frankreich aufgezeigt werden.

    Der Tag klang am Abend mit einem gemeinsamen Festessen in Douvres-la Délivrande aus. Am nächsten Tag traf man sich noch einmal in Courseulles um das Centre Juno Beach, eine kanadische Einrichtung auf französischem Boden zu besuchen. Nachdem sich die Oerlenbacher von ihren französischen Gastgebern und den englischen Freunden verabschiedet hatten, traten sie die Heimreise an.

    Alle Mitreisenden waren sich bewusst, dass die Teilnahme an den Veranstaltungen rund um den 75. Jahrestag der Landung, der den Beginn der Befreiung Europas von der Nazidiktatur markierte, ein einmaliges Ereignis darstellten und unvergesslich bleiben wird.

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