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    Münnerstadt

    Gedenkmedaille zum Münnerstädter Stadtjubiläum

    Einstimmig hat das Gremium die Herausgabe einer Medaille beschlossen und mehrheitlich ein Motiv ausgewählt. Die Münzen werden in Silber und in Gold erhältlich sein.
    Bürgermeister Helmut Blank zeigt eine Gedenkmünze, die anlässlich der 650-Jahrfeier der Stadterhebung im Jahr 1985 geprägt wurde.  Nun werden wieder Gedenkmedaillen herausgegeben. Thomas Malz       -  Bürgermeister Helmut Blank zeigt eine Gedenkmünze, die anlässlich der 650-Jahrfeier der Stadterhebung im Jahr 1985 geprägt wurde.  Nun werden wieder Gedenkmedaillen herausgegeben. Thomas Malz
    Bürgermeister Helmut Blank zeigt eine Gedenkmünze, die anlässlich der 650-Jahrfeier der Stadterhebung im Jahr 1985 geprägt wurde. Nun werden wieder Gedenkmedaillen herausgegeben. Thomas Malz

    Bei der ersten Stadtratssitzung im neuen Jahr wurde deutlich, dass das Jubiläumsjahr 1250 Jahre der ersten urkundlichen Erwähnung angebrochen ist. Dieses Jubiläum soll nicht nur gebührend gefeiert werden - wie bei ähnlichen Anlässen zuvor, soll auch eine Gedenkmünze geprägt werden, die an die 1250-Jahrfeier erinnert. Entsprechend dem nachweislichen Alter der Stadt wird es 1250 Münzen in Silber geben, aber nur 125 in Gold .

    "Ich denke, das ist der wichtigste Punkt heute", führte Bürgermeister Helmut Blank ( CSU ) in das Thema ein. Es sei ein Wunsch aus dem Jubiläums-Arbeitskreis gewesen, auch eine Gedenkmünze herauszugeben. Deshalb seien mehrere Varianten unter der Federführung von Stadtmanager Kilian Düring entwickelt worden. Zur Sitzung hatte die Verwaltung Michael Jaufmann, Marketing- und Vertriebsmanager derb Firma Euro-Mint mit Sitz in Bochum eingeladen.

    Die Firma gebe es sein 35 Jahren, sie setze auf regionale Konzepte, sagte Michael Jaufmann. Und: "Wir prägen in Deutschland." Im November letzten Jahres habe es bereits ein erstes Treffen in Münnerstadt gegeben. Den Stadträten schickte der Vertriebsmanager gleich eine wichtige Botschaft voraus: "Für die Stadt Münnerstadt werden keinerlei Kosten entstehen." Seine Firma werde sich um die Prägung und auch um den Vertrieb kümmern, wobei in der Regel Kontakt zu den regionalen Banken und Sparkassen aufgenommen wird.

    Kilian Düring stellte den Stadträten dann die verschiedenen Versionen vor, die sich allesamt ausschließlich auf die Rückseite bezogen. Zu der vorgeschlagenen Vorderseite gab es auch keinerlei Diskussionen. Diese wird das touristische Logo der Stadt mit den drei Türmen sowie den Schriftzug Münnerstadt 1250 Jahre Stadt/Land/Leben und die Jahreszahlen 770 und 2020 zieren. Die zwölf Varianten für die Rückseite waren sich teilweise ähnlich. Die geografischen Umrisse des Stadtgebietes mit und ohne Stadtwappen, waren darunter, eine Silhouette der Altstadt nach einer alten Jagdkarte, die Umrisse der Altstadt, eine Ansicht der historischen Gebäude vom Karlsberg aus gesehen und das Rathaus in verschiedenen Varianten.

    30 oder 35 Millimeter Durchmesser habe eine Münze,m sagte Michael Jaufmann auf Nachfrage von Rosina Eckert (Forum aktiv). Klaus Schebler (Neue Wege) wollte wissen, welche Materialien verwendet werden und für welchen Preis sie verkauft werden. Vorgesehen sind Münzen aus 999er Feinsilber und 999,9er Gold . Verkauft werden die Silbermünzen zum Preis von 49.95 Euro, die Goldmünzen kosten 999 Euro. Schwankungen, wie aktuell bei Gold seien in der Kalkulation enthalten.

    Leo Pfennig ( Freie Wähler ) hätte gerne ein wenig mehr erfahren über den Materialwert und den Gewinn der Firma, Michael Jachmann meinte dazu, dass Silber derzeit rund 50 Cent pro Gramm koste, eine Münze wiege 8,5 Gramm. Das sei der reine Materialwert, der Rest sei für die die Entwicklung und Produktion.

    Helmut Blank erinnerte daran, dass die Stadträte eine der zwölf möglichen Versionen aussuchen sollten. Nach kurzer Diskussion waren nur noch zwei Möglichkeiten im Rennen, nämlich die Silhouette der Stadt nach der alten Jagdkarte und die Teilansicht der Altstadt vom Karlsberg aus gesehen, wobei beide Varianten zusätzlich das Stadtwappen tragen. Mit 13 zu acht Stimmen einigten sich die Kommunalpolitiker auf die heute Ansicht der Stadt vom Karlsberg. Die Zehntscheune, die Stadtpfarrkirche, das Jörgentor, und der Turm der Klosterkirche sind unter anderem darauf zu erkennen.

    Auf Nachfrage von Klaus Schebler bezüglich der Auflage schlug Michael Jaufmann eine Limitierung vor. 1250 Exemplare in Silber , 125 in Gold soll es geben. Damit war die Angelegenheit aber noch nicht ganz erledigt. "Was springt für die Stadt dabei heraus?", wollte Johannes Röß ( CSU ) wissen. Es sei durchaus üblich, dass die Firma eine Spende an eine Institution in der Stadt abführt, sagte Michael Jaufmann dazu, Klaus Schebler würde allerdings lieber ein paar der Goldmünzen als Geschenk an die Stadt sehen. Diese Diskussion wollte Bürgermeister Helmut Blank aber nicht öffentlich führen. Dazu werde man Verhandlungen führen. Der Beschluss, die Firmas Euro-Mint mit der Herausgabe der Gedenkmedaille zu beauftragen, fiel schließlich einstimmig.

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    Thomas Malz

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