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    Bad Kissingen

    Gelungenes Experiment der Staatsbad Philharmonie Kissingen

    Barocke Weihnachtsmatinee mit der Staatsbad Philharmonie Kissingen und der Solistin Yasaman Mashhouri. Klaus Stebani
    Barocke Weihnachtsmatinee mit der Staatsbad Philharmonie Kissingen und der Solistin Yasaman Mashhouri. Klaus Stebani

    Unter dem Titel "Barocke Weihnachtsmatinee mit der Staatsbad Philharmonie Kissingen" luden die Veranstalter des Kissinger Winterzaubers zu einer besinnlichen Matinee in den Max-Littmann-Saal des Regentenbaus. Die Leitung hatte bei diesem Konzert der renommierte Dirigent Professor Josef Stolz, der eigens aus Wien angereist war.

    Er begeisterte das Publikum nicht nur durch seine bedachten Tempi und sein unverwechselbares Charisma, welches das Orchester zu Höchstleistungen anspornte, sondern auch durch seine humorvolle, fundierte Moderation im wunderschönsten Wiener Dialekt, welche er, gepaart mit seinem Wiener Charme dazu nutzte, den Zuhörern den thematischen Kontext der Werkauswahl zu vermitteln.

    Auch dramaturgisch war das Konzert gekonnt zusammengestellt: Eingangs wurden die Zuhörer mit zwei weihnachtlichen Werken, der "Pastorale per la Notte di Natale" von Johann David Heinichen sowie einer Fassung des Weihnachtsliedes "Es ist ein Ros entsprungen" aus dem Weihnachtsbuch des Henricus Beginiker von 1622 gleich in die richtige Stimmung gebracht.

    Danach folgte der erste Auftritt der jungen und sympathischen Solistin Yasaman Mashhouri, die sowohl das Publikum wie auch die Musiker mit Ihrem unglaublich virtuosen Spiel auf der Blockflöte verzauberte und mit ihrer natürlichen Musikalität mit dem Concerto "La Notte" von Antonio Vivaldi Geschichten erzählte. Mashhouri ist ein aufgehender Stern am Solistenhimmel der Blockflöte , die als Soloinstrument gerade eine unglaubliche Renaissance erlebt.

    Als nächstes Highlight stand dann das äußerst anspruchsvolle Brandenburgische Konzert Nr. 5 des Komponisten Johann Sebastian Bach auf dem Programm, in dem vor allen Dingen, Christoph Staschowsky in einer eigenen Interpretation seine Künste auf dem Cembalo unter Beweis stellen konnte.

    Danach folgte im tutti das Concerto Grosso "Il santissiomo natale" von Francesco Manfredini, bevor ein zweites Mal Yasaman Mashhouri mit einem weiteren Concerto von Antonio Vivaldi die Zuhörer in andere musikalische Sphären entführte.

    Zum festlichen Abschluss gesellten sich zum Orchester dann im bekannten Concerto grosso F- Dur (heute auch als "Wassermusik bekannt) von Georg Friedrich Händel Trompete und Posaune dazu, die von Professor Josef Stolz hervorragend um arrangiert, die eigentlich original besetzten Hörner klanglich ideal vertraten. Zum Schluss gab es stehende Ovationen.

    Redaktion

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