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    Euerdorf

    Gläubige pilgern zum Kreuzberg

    Die Kreuzbruderschaft in der Marktgemeinde lud zur traditionellen Kreuzbergwallfahrt ein. Rund 90 Wallfahrer im Alter zwischen zehn und 82 Jahren folgten dem Ruf und absolvierten an zwei Tagen einen rund 70 Kilometer langen Fußmarsch zum heiligen Berg der Franken.
    Punkt sechs Uhr morgens verließen die Wallfahrer mit einem Segen die Euerdorfer Pfarrkirche St. Johannes der Täufer . Bereits der erste Anstieg zur Wildfuhr zeigte, dass die Wallfahrt kein Spaziergang ist. Trotz aller Strapazen war jeder Teilnehmer bester Laune und ließ sich auf Gebete, Texte, Meditationen und Lieder rund um das Motto "Frieden" ein.


    "Es macht Spaß, dabei zu sein"

    Auch die Organisation rund um die Wallfahrt trug dazu bei, dass der lange Fußmarsch für jeden Teilnehmer so angenehm wie möglich gemacht wurde. Dafür sorgten Wallfahrtsleiterin Gisela Leber und Quartiermeister Bruno Brimer, unterstützt von zahlreichen Helfern. Ein Wagen folgte ständig den Wallfahrern und versorgten diese mit Getränken und Traubenzucker. Wer eine Wegstrecke nicht mehr laufen konnte, wurde bis zum nächsten Streckenabschnitt im Wagen mitgenommen.
    "Die Wallfahrt ist bestens organisiert", lobte Teilnehmerin Christina Kaiser die Verantwortlichen. Die 26-Jährige ist schon mehrere Male dabei gewesen, musste aber berufsbedingt einige Jahre pausieren und startete heuer wieder: "Es macht Spaß , wieder dabei sein. Die Wegstrecken sind abwechslungsreich und kurzweilig mit Gesängen und Texten gestaltet. So bewältigt man auch schwierige Streckenabschnitte fast mühelos." Die "Kniebrech" zum Schluss war trotzdem eine große Herausforderung, die sie wie die anderen gemeistert hat. Selbst feiner Regen, ab der Hälfte der Strecke ständiger Begleiter, tat der guten Laune der Teilnehmer keinen Abbruch.

    Am ersehnten Ziel angekommen, erteilte Pater Martin Domogalla den Segen mit reichlich Weihwasser für die bereits durchnässten Wallfahrer "damit der Segen auch spürbar ankommt", meinte er augenzwinkernd, was ihm keiner übelnahm. Am nächsten Morgen wurde gemeinsam der Wallfahrer-Gottesdienst gefeiert, den Pfarrer Edwin Erhard zelebrierte und von den Blasmusikern und dem "Kreuzberg-Chörle" unterstützt wurde.
    Der Abstieg zur Mittagszeit gestaltet sich bei aufkommender Schwüle schweißintensiv. Trotzdem kamen die Wallfahrer abends wieder gut zuhause an und wurden von zahlreichen Gemeindemitgliedern am Holzplatz in Empfang genommen. Gemeinsam ging es dann zum Schlusssegen in die Kirche. Doris Bauer

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