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    Fuchsstadt

    Grenzgängern strahlte ein nagelneuer Stein entgegen

    Zum Grenzgang gab es einen neuen Dreimärker am Schnittpunkt Fuchsstadt/Hammelburg/Pfaffenhausen, den Georg Stöth (kniend...

    Bürgermeister Peter Hart hieß die Teilnehmer am Abmarschpunkt, der Pfarrkirche, willkommen. Als Informationswanderung für Neubürger und Kinder gedacht und als "Visite" und Treff mit den Feldgeschworenen der Tradition geschuldet, findet der Grenzgang im regelmäßigen Rhythmus statt.

    "Immer wenn die Fußball-WM startet haben wir Fuschter unseren Grenzgang", witzelte einer der Marschierer beim Aufbruch. Das ist hoffentlich - wie 2014 - ein gutes Omen für die deutschen Kicker. Die Gruppe schlug zunächst den Weg nach Langendorf ein, um die dortigen "Siebener" aufzunehmen und steuerte danach die Gemarkungsgrenze zu Westheim an, wo die ehemalige Fuschter Mühle lag. Dort hatte der Obst- und Gartenbauverein eine neue Infotafel erstellt, die über die Mühle und ihre Bedeutung Auskunft gibt.

    An der Pumpstation in den Saalewiesen erreichte der Trupp die Gemarkungsgrenze von Hammelburg. Von diesem Punkt bewässerten frühere Generationen einst die Saalewiesen. Straff geordnet ab Bad Neustadt standen den Fuschtern drei Tage zur Verfügung, an denen sie Wasser aus der Saale pumpen durften. Hier befanden sich auch die Krautgärten, das so genannte "Koppesland".

    Der Brunnen II, das folgende Etappenziel, versorgt den Ort Fuchsstadt mit Trinkwasser. Er wurde 1984 beim Bau der Erdfunkstelle mitbegründet. Von hier pumpt die Gemeinde das Wasser in ihren Hochbehälter. Der Brunnen I war seinerzeit wegen zu hoher Nitratwerte nicht mehr nutzbar. Sein Wasser nutzt die Gemeinde nur noch zur Sportplatzbewässerung. An der naheliegenden Erdfunkstelle gab Hart Informationen über die Anlage, über die auch die Fußball-Weltmeisterschaft ausgestrahlt wird.



    Am Dreimärker Fuchsstadt/Hammelburg/Pfaffenhausen gab es erstaunte Gesichter ob eines funkelnagelneuen Grenzsteins mit farbig gearbeiteten Gemeindewappen der Orte - ein Werk des Fuchsstädter Malers und Kulturschaffenden Georg Stöth. Den Stein setzten Feldgeschworene einige Tage zuvor in den Boden, denn das vorherige Exemplare fiel zum zweiten Male einer Landmaschine zum Opfer.

    Den "Mühlberg" aufwärts zu den Grenzpunkten Gauaschach und Lager Hammelburg, legte die Schar an der Christuskirche eine Rast ein. Die Fuschter Musikanten hatten die Versorgung der Wanderer übernommen und erwarteten diese auch zum Mittagessen aus der Gulaschkanone am "Schwarzholz", das die Jagdgenossen spendierten. Neben dem Essen war den schwitzenden Grenzläufern vor allem die schattige Waldeskühle willkommen. Bürgermeister Hart belohnte hier die drei jüngsten Teilnehmer, Paul, Svea und Samuel, mit Eisgutscheinen. Mädchen und Buben hatten unterwegs schon die Chance auf eine Belohnung. Wer einen Grenzstein fand, durfte aus dem "Goldsack" ein Geldstück herausholen. Nach der Mittagsrast nahmen die "Walkers" die Gemarkungsgrenzen zu Wülfershausen und Langendorf in Angriff und erreichten rechtzeitig den Fuchsstädter Festplatz, wo zu Plausch und Ausklang die Musikanten aus Schraudenbach aufspielten. Winfried Ehling

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