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    Bad Brückenau

    Großbaustelle in Bad Brückenau

    Die Arbeiten im Bereich Düsseldorfer Straße/Josef-Dörflinger-Straße haben begonnen. Die Kanäle stammen überwiegend aus den 1960er, zum Teil sogar noch aus den 1940er Jahren.
    Andreas Miller (links) von der technischen Dokumentation der Stadtwerke und der Spartenleiter Strom, Felix Brust (rechts), besprechen anhand der Baupläne letzte Details. Rolf Pralle       -  Andreas Miller (links) von der technischen Dokumentation der Stadtwerke und der Spartenleiter Strom, Felix Brust (rechts), besprechen anhand der Baupläne letzte Details. Rolf Pralle
    Andreas Miller (links) von der technischen Dokumentation der Stadtwerke und der Spartenleiter Strom, Felix Brust (rechts), besprechen anhand der Baupläne letzte Details. Rolf Pralle

    Von einer "in der Summe kräftigen Investition", immerhin insgesamt ungefähr 2,5 Millionen Euro, spricht der Werkleiter beim Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung der Bad Brückenauer Stadtwerke , Michael Garhamer. Er ist federführend bei dem aktuellen Projekt, das mit geplanten Kosten von rund einer Million Euro beziffert ist. Bereits beim ersten Bauabschnitt , der im vierten Quartal des vergangenen Jahres vollendet wurde, hatten die Verantwortlichen tief in die Tasche greifen müssen. "Nicht zuletzt aufgrund der aufwendigen Unterquerung des Röthbachs haben wir dafür rund 1,5 Millionen Euro abgerechnet", so der Experte.

    Bevor in diesen Tagen vom Unternehmen Väth aus Oberbach die nächste Bad Brückenauer Großbaustelle eingerichtet wurde, hatte ein Team unter der Leitung von Abwassermeister Horst Steinhoff das unterirdische Terrain in der Region Düsseldorfer Strasse/Josef-Dörflinger-Strasse detailliert untersucht. Die bewährten Kamerabefahrungen im Netz seien da sehr hilfreich gewesen, "um beim späteren Aufgraben nicht auf irgendwelche Überraschungen zu stoßen".

    Die Sanierung der Leitungsrohre ist allein schon wegen ihres Alters fällig geworden. So stammen die meisten noch aus den 1960er-Jahren, ein Teil sogar aus den 1940er-Jahren. Darüber hinaus, so Steinhoff, habe der alte Kanal die allgemein zunehmenden, heftigen Niederschläge nicht mehr richtig fassen können und sei an seiner Leistungsgrenze angelangt.

    Konkret geht es in den nächsten Wochen um die Erneuerung von über 300 Metern Hauptkanal mit einem Durchmesser von 70 Zentimetern, auf rund 40 Metern werden 40 Zentimeter starke Rohre eingebracht. Als Material gelangt jeweils Stahlbeton zum Einsatz. Zum Projekt gehören außerdem acht Schächte inklusive zweier sogenannter Tangentialschächte (Verbindungen) und ein Kleinbauwerk unter der Erde, das nach Auskunft der Fachleute schon "historischen Charakter" hat. Im Bereich der Wasserversorgung wird die Hauptleitung auf einer Länge von rund 220 Metern erneuert.

    Alle Beteiligten haben sich bei ihren Tätigkeiten hohe Effektivität auf die Fahnen geschrieben und im Zuge der angelaufenen Baumaßnahme auch gleich andere Bereiche der notwendigen Energieversorgung ins Auge gefasst. Das betrifft in erster Linie die Erweiterung des Stromnetzes mit einer Verbindungsleitung von rund 310 Metern Länge sowie die Herstellung von mehreren Hausgasanschlüssen.

    Momentan ist vieles Routine, die oft praktizierten Handgriffe der Arbeiter sitzen. Spannend wird es laut Garhamer dann noch einmal im Herbst, wenn sich die Baustelle in Richtung Buchwaldstrasse bewegt. In Höhe des dortigen Trafohäuschens laufen nämlich vier Strassenarme zusammen, bei denen tief in der Erde die entsprechenden Ver- und Entsorgungsleitungen exakt zusammen geschlossen werden müssen.

    Auch an der Trafostation selbst und rund um das Gebäude wird sich noch in diesem Jahr etwas tun. "Wir haben vor, den gesamten Vorplatz der Anlage ansehnlicher zu gestalten", so Garhamer. Der komplette Bereich soll unter anderem durch die Verlegung von wasserdurchlässigem Pflaster eine optische und funktionelle Aufwertung erfahren.

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    Rolf Pralle

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