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    Bad Brückenau

    Gymnasiasten aus Bad Brückenau gewinnen bei den Filmtagen bayerischer Schulen

    Mit Witz und charmanten Ideen in ihrem Beitrag "#love4lurche" überzeugten die Schüler die Jury.
    Anne Ortloff mit Kröte. Heiko Berner
    Anne Ortloff mit Kröte. Heiko Berner

    Bei den 41. Filmtagen bayerischer Schulen, die in Holzkirchen südlich von München stattfanden, erzielte die Filmgruppe "Minzfilm" des Franz-Miltenberger-Gymnasiums mit ihrem Kurzfilm "#love4lurche" einen beachtlichen Erfolg: Die Schüler erhielten den Förderpreis des Bayerischen Philologenverbandes und setzten sich damit gegen eine Vielzahl anderer Filmgruppen durch.

    Im Vorfeld des Festivals hatten rund 110 Schulen Beiträge eingereicht. Rund ein Drittel davon kam ins Finale, bei dem am Ende einige Filme mit den Förderpreisen ausgezeichnet wurden, so auch der Film der Bad Brückenauer: Unterstützt durch den Bund Naturschutz (BN) Bad Kissingen hatte das Filmteam drei Clips gedreht, in denen das Zusammenleben von Menschen und Amphibien thematisiert wurde. Das Ergebnis waren aber keine trockenen Lehrfilme, sondern witzige Werbeclips: Kleine Liebeserklärungen an die Tiere, mit denen wir Menschen unseren Lebensraum teilen. Hier sind nicht die Menschen die starken Lebewesen, sondern beispielsweise die Kröten, die auf ihrer Wanderung mal eben einer jungen Frau das Leben retten.

    In seiner Laudatio lobte Jurymitglied Hans Rambeck die "urkomische Atmosphäre" der Clips: "Mit genau getakteten, schnellen Schnitten wird der Inhalt kurz und knackig erzählt". Filmlehrer Heiko Berner, der die Gruppe betreut, freut sich: "Für die Filmer und natürlich auch für mich ist es immer schön, wenn nach einer anstrengenden Produktionsphase ein Projekt beim Publikum ankommt und dann sogar ausgezeichnet wird. Man sieht, dass man die richtigen Entscheidungen getroffen hat."

    Und Filmgruppenmitglied Paul Vogler bekennt: "Das hat anfangs schon viel Überwindung gekostet, mit lebenden Kröten zu drehen." Doch dank der fachkundigen Unterstützung durch den Biologen Ingo Queck schmolz das Eis und das Filmteam schloss die bedrohten Amphibien schnell ins Herz.

    Der Biologielehrer war es auch, der das Filmteam dazu ermunterte, sich dieses besonderen Themas anzunehmen. Unter der Leitung von Filmlehrer Heiko Berner entwickelten die Zehntklässler Anne Ortloff, Jenny Raab, Susanne Schroll und Paul Vogler dann das Konzept, und es entstanden an vielen Nachmittagen die Clips, die nun die Jury begeisterten. Drei Monate lang haben sich die Schüler regelmäßig getroffen. Gleichzeitig wurden die Schüler für die prekäre Lage der Amphibien sensibilisiert. Und dies war ein wichtiges Anliegen des Bundes Naturschutz. Auf diese Weise war das Filmprojekt auf doppelte Weise erfolgreich und wirksam.

    Weitere Hintergrundinfos zum Filmfestival:

    www.filmtage-bayerischer-schulen.de

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