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    Haard

    Haard: Ehemaliges Lehrerwohnhaus abgerissen

    In Haard wird das ehemalige Lehrerwohnhaus abgerissen. Hier sollen günstige Mietwohnungen gebaut werden. Foto: Kerstin Väth
    In Haard wird das ehemalige Lehrerwohnhaus abgerissen. Hier sollen günstige Mietwohnungen gebaut werden. Foto: Kerstin Väth

    Der Bagger frisst sich durch das Mauerwerk, gibt Stück für Stück den Blick auf Haard frei. Ein Mitarbeiter spritzt dabei Wasserfontänen, damit es nicht so staubt. "Wir haben die Glasscheiben nicht vorher entfernt, so bleibt der Staub im Innern", erklärt ein Mitarbeiter vor Abbruchfirma vor Ort. Der Greifarm des Baggers reißt Stück für Stück nieder. "Nur die großen Gegenstände werden mit dem Kneifer beim Abriss entfernt und separat gelagert", erklärt er. Kaum gesagt, schwebt ein Heizkörper über den Rasen.

    Bereits letzte Woche stand der Bagger bereit zum Einsatz. Doch zuerst musste das Haus in der Burgstraße 5 in Haard, das ehemalige Lehrerwohnhaus, entkernt werden. Erst dann konnten die Mitarbeiter der Firma Thomas Hartmann Abbruch GmbH (Oberwerrn) beginnen, das Haus vom Dach bis zum Keller abzureißen, bevor nächste Woche Dienstag der Bodengutachter kommt und die Planung weiter voran getrieben werden kann.

    Gemeinde will günstigen Wohnraum schaffen

    Die Gemeinde Nüdlingen will hier ein Niedrig-Energiehaus mit drei Wohnungen für Einwohner mit geringem Einkommen errichten. Im April 2020 soll es fertig sein, steht auf der Tafel, die der beauftragte Architekt Wolfgang Lorz von der Management Module GmbH in Kolitzheim aufgestellt hat. Und Bürgermeister Harald Hofmann ist zufrieden: "Alles läuft gut, wir sind im Zeitplan." Ein zweites Niedrig-Energiehaus mit fünf Wohnungen, ebenfalls barrierefrei und für Einwohner mit geringem Einkommen, soll am Wurmerich 55 in Nüdlingen entstehen. Den Auftrag für den Abriss des bestehenden Wohnhauses dort hat der Gemeinderat ebenfalls bereits an die Abrissfirma Hartmann GmbH vergeben.

    Die Regierung von Unterfranken hat ebenfalls ihre Beteiligung zugesagt. Insgesamt erhält die Gemeinde Nüdlingen 656.300 Euro aus dem Kommunalen Förderprogramm zur Schaffung von Mietwohnraum in Bayern für ihre beiden Projekte. Die Gesamtkosten für den Neubau der fünf Mietswohnungen Am Wurmerich liegen bei 1.356.936 Euro, der Zuschuss des Freistaats beträgt 407.000 Euro. Das 831.188 Euro teure Projekt im Nüdlinger Gemeindeteil Haard wird mit 249.300 Euro gefördert.

    Freistaat Bayern unterstützt Wohnungsbau

    Die Zuschüsse entsprechen laut Regierung von Unterfranken einem Fördersatz von rund 30 Prozent und werden aus dem vom Bayerischen Landtag beschlossenen Haushalt des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr bereitgestellt. Mit dem kommunalen Wohnraumförderungsprogramm, der zweiten Säule des Wohnungspakts Bayern, unterstützt der Freistaat Bayern mit der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) bayerische Gemeinden dabei, selbst preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Gefördert werden in diesem Förderprogramm der Neu-, Um- und Ausbau sowie die Modernisierung und der Ersterwerb von Mietwohnungen.

    Kerstin Väth

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