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    Maßbach

    Häuslebauer können im Frühjahr 2019 loslegen

    Im Baugebiet Centleite hat die Gemeinde Maßbach den letzten noch freien Bauplatz verkauft, das Baugesuch ist bereits ge...

    An der Autobahn Werbung für die Marktgemeinde und das Theater Schloss Maßbach zu machen, ist keine ganz billige Angelegenheit. Rund 20 000 Euro würde es kosten, auf beiden Fahrbahnseiten entsprechende braune Schilder aufzustellen, teilte Bürgermeister Matthias Klement ( CSU ) in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates mit. Die Hälfte der Kosten für diese Touristischen Unterrichtungstafeln, wie sie amtlich heißen, würde allerdings das Theater übernehmen, teilte Theaterchefin Anne Maar mit. Bis der Marktgemeinderat schließlich grünes Licht für einen entsprechenden Antrag an die Autobahndirektion gab, wurde erst einmal kontrovers diskutiert.

    Mit dem Hinweis, dass vor Jahren ein solcher Antrag von der Autobahndirektion abgelehnt worden sei, leitete Matthias Klement die Diskussion ein. Nach erneuter Kontaktaufnahme über den Landkreis gab es dort offenbar einen Sinneswandel. Nun könnten doch Hinweisschilderfür Maßbach und das Theater sowie die Hassberge und den Ellertshäuser See erlaubt werden. Die 20 000 Euro Kosten umfassen, so der Bürgermeister, "Aufstellen, Grafiker und alles Drumherum." Fördergelder für die 10 000 Euro, die die Marktgemeinde beisteuern muss, gebe es nicht.

    Ortsfremde informieren

    "Mit den entlang der Autobahn aufgestellten Unterrichtstafeln werden ortsfremde Reisende über Fremdenverkehrsregionen und herausragende Sehenswürdigkeiten der gerade durchfahrenen Gegend informiert" heißt es in der Sitzungsvorlage. Marktgemeinderat Wolfgang Dünisch (WGP) sieht darin "eine einmalige Chance". Auch sein Kollege Winfried Streit (BBP) befürwortet das Aufstellen der Tafeln. Achim Bieber (BBP) ergänzte: "Ich schau da immer drauf". Diethard Dittmar ( SPD ) allerdings wunderte sich: "Das Theater hat 10 000 Euro übrig für so ein zweifelhaftes Schild. Da kommen keine zwei oder drei Besucher mehr." Der Werbeeffekt sei gering.

    Der Marktgemeinderat ermächtigte schließlich Bürgermeister Klement mit großer Mehrheit, die Angelegenheit weiter zu verfolgen. Das Gremium lehnt ein Schild mit Hinweis auf die Hassberge und den Ellertshäuser See allerdings ab, da diese zu weit entfernt seien.

    23 neue Bauplätze

    Der Marktgemeinderat gab grünes Licht für den Bau eines Einfamilienwohnhauses im Baugebiet Centleite und erteilte einige Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes. Ausdrücklich heißt es dazu in den Sitzungsunterlagen "die Antragsteller haben den letzten freien Bauplatz im bestehenden Gebiet ‚an der Centleite‘ von der Gemeinde gekauft". Da alle Bauplätze in diesem attraktiven Gebiet oberhalb des Gemeindegebiets verkauft sind, hatte der Marktgemeinderat bereits letztes Jahr beschlossen, das Gebiet um 23 Plätze zu erweitern.

    Die Arbeiten für die Erschließung laufen und sollen diesen Herbst abgeschlossen werden. Nach Vermessungsarbeiten und dem Verkauf der Grundstücke könnten dann im Frühjahr 2019 die ersten Häuser im neuen Baugebiet "Centleite II" hochgezogen werden. "Neuregelung der Umsatzsteuer; Vollzug des §2b UStG ab 1.1.2021" - dieses Thema, das sich sehr kompliziert anhört, beschäftigt in diesen Tagen viele Gemeinderäte und zum Beispiel auch die Verwaltungsgemeinschaft Maßbach . Es geht schlichtweg darum, dass Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften, Landkreise seit Anfang 2016 nach einer Änderung des Umsatzsteuergesetzes mehr als bisher zur Umsatzsteuer herangezogen werden.

    Übergangsregeln laufen aus

    Bisher mussten sie nur in Ausnahmefällen, wenn es um sogenannte Betriebe wirtschaftlicher Art ging, Steuern bezahlen. Das soll nun, wiederum von Ausnahmefällen abgesehen, die Regel werden. Gebühren wie für das Ausstellen von Pässen sind davon nicht betroffen, betonte Bürgermeister Klement auf eine Frage von Yvonne Hub ( CSU ). Ab 2016 gab es Übergangsregelungen, die Ende 2020 auslaufen. Der Marktgemeinderat erteilte dem Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband den Auftrag, zu prüfen, für welche Einnahmen der Gemeinde Umsatzsteuer erhoben werden muss. Dies soll gemeinsam für die Verwaltungsgemeinschaft Maßbach , ihre Mitgliedsgemeinden Markt Maßbach , Rannungen und Thundorf (mit Schweinfurter Oberland) und den Abwasserzweckverband Obere Lauer erfolgen. Die geschätzten Kosten von 5400 Euro sollen sich die Gemeinden und Institutionen nach dem tatsächlichen Aufwand teilen.

    Dieter Britz

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