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    Thundorf

    Haßfurt-Wallfahrer herzlich in Thundorf aufgenommen

    Rund 230 Pilger , unter ihnen auch schon Wallfahrer aus der Region um Thundorf , sind am frühen Sonntagmorgen, in einheitlichen hellblauen T-Shirts, von Haßfurt aus zur traditionellen Wallfahrt zum Kreuzberg, dem Heiligen Berg Frankens", in der Rhön gestartet. Innerhalb von sechs Tagen legen sie die insgesamt 190 Kilometer lange Strecke zurück. Seit 2002 gibt es diese Kreuzbergwallfahrt.

    Vor Sonnenaufgang war um 4.15 Uhr vor der Stadtpfarrkirche in Haßfurt das Verladen angesagt. Im Pfarrheim erfolgte die Ausgabe der Namensschilder, der Liederhefte und - für die "Neuen" - des Wallfahrer-Kreuzes. Um 5 Uhr war ein Gottesdienst, ehe sich der Wallfahrtstross um 6 Uhr in Bewegung setzte. Wir sind unterwegs als Volk Gottes mit dem Wallfahrtsthema "Mögen Engel dich begleiten", sagt Wallfahrtsführer Diakon Manfred Griebel .

    Nach 35 Kilometern in Thundorf übernachtet

    Erste größere Rast und Mittagessen gab es im Pilgerhof von Altenmünster. Über die Kerlachkapelle in Stadtlauringen war nach 35 Kilometern Wegstrecke die erste Übernachtungsstation Thundorf erreicht. In Thundorf wurden die Pilger herzlich begrüßt und, wie in den Jahren zuvor, bestens unterstützt. Circa 90 Betten gab es für die Wallfahrer in Thundorf , Weichtungen, Theinfeld und sogar Maßbach. Für den Rest standen öffentliche Gebäude, für die Essenseinnahme die Festhalle und für Duschmöglichkeiten das Sportheim des TSV zur Verfügung.

    Eindrucksvoller Gottesdienst

    Nach dem Abendessen lud Diakon Griebel um 21.30 Uhr zu einer eindrucksvollen Lichterfeier in die "St. Laurentiuskirche" in Thundorf ein. Gläubige aus Thundorf und Umgebung erlebten diese nächtliche Feier bei Kerzenschein gemeinsam mit den Pilgern aus Haßfurt. Dieser besondere Gottesdienst erfährt nach wie vor großen Zuspruch. Die Gestaltung dieser besinnlichen Feier, die jedes Jahr auf dem Hinweg zum Kreuzberg stattfindet, übernahmen neben Diakon Manfred Griebel und der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Lissy Graser, noch musikalisch und gesanglich Sabine Schuler, Elfi Wagenhäuser, Willi Müller und Martin Eck. Bei Musik, Stille, Meditation, Gebet und einem "In-sich-gehen" bestand die Möglichkeit, für ein paar Minuten wieder bei sich anzukommen. Es zeigte sich, dass sich die vielen Besucher gut auf die von Diakon Griebel selbst verfassten Texte und Gedanken einlassen konnten. Bewegend kam noch die Handauflegung und Einzelsegnung der Kirchenbesucher hinzu.

    Am Montag pilgerten die Wallfahrer nach einer kurzen Einstimmung und dem "Vaterunser" singend und betend weiter in Richtung Weichtungen, wo auch über 20 Personen übernachteten. In freier Natur war die Bläsergruppe unter der Leitung von Günter Wächter im Einsatz. Dem Zug, dem sich immer wieder neue Pilger und Seiteneinsteiger aus der Umgebung von Thundorf anschließen, erreicht zur Mittagspause den Talhof hinter Poppenlauer. Hier wird auch ein Gottesdienst im Bauernhof abgehalten. Über Nüdlingen geht es dann zur zweiten Übernachtung nach Großenbrach. Am dritten Tag erreichen die Wallfahrer unter der Erklimmung des Kniebrecherhangs den Kreuzberg. Alle tragen die orangen T- Shirts des Vorjahres. Mit den Worten: "Es ist geschafft", begrüßen sich viele Wallfahrer und deren Angehörige, die gekommen waren und sich nun in den Armen liegen. Auf dem Heiligen Berg der Franken findet um 18.30 Uhr eine Dankandacht statt.

    Feierlicher Zug

    Am Mittwoch geht es wieder den gleichen Weg zurück, ehe man am Freitag wieder Haßfurt erreicht. Im feierlichen Zug, den neuen T- Shirts, und ausgestattet mit Blumensträußen, ziehen die Wallfahrer unter dem Jubel ihrer Angehörigen und Freunde in die Stadtpfarrkirche ein. Hier folgt eine Dankabstattung an jene, die zum Gelingen beigetragen haben.Anschließend ist es Tradition, dass auf dem Marktplatz ein Kreuzbergfest gefeiert wird.

    Philipp Bauernschubert

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