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    Münnerstadt

    Hauptrolle für die Guhlings am Münnerstädter Jörgentor

    In guter Tradition spielen beim Münnerstädter Heimatspiel "Die Schutzfrau von Münnerstadt" ganze Familien mit. So auch die Guhlings, die sogar mitten im Spielgeschehen am Jörgentor wohnen. Foto: Christine Schikora
    In guter Tradition spielen beim Münnerstädter Heimatspiel "Die Schutzfrau von Münnerstadt" ganze Familien mit. So auch die Guhlings, die sogar mitten im Spielgeschehen am Jörgentor wohnen. Foto: Christine Schikora

    Verjüngt und mit vielen neuen Gesichtern starten die Münnerstädter Heimatspieler in ihre 93. Saison. Wie es schon immer Brauch war, spielen auch heute noch ganze Familien mit. So auch die Guhlings aus der Jörgentorgasse.

    Papa Ortwin gibt seit letztem Jahr im Wechsel mit Spielerkollege Christian Zerzer den Balzer Dietmar. Eine tragende Rolle mit viel Text. Den lernt der 44-jährige Bibliothekar meist im Zug nach München, wenn er zu seinem Arbeitsplatz in die Staatsbibliothek fährt. "Manchmal juckt es mich schon, im Großraumwagen aufzustehen und meinen Part zu rezitieren", erzählt der gebürtige Reichenbacher augenzwinkernd.

    Der Historie nahe

    Das Interesse für die Ortsgeschichte liegt ihm im Blut. Schon von klein auf kam er über den Vater, Stadtarchivar in Münnerstadt , immer wieder mit der Historie in Berührung. "Der Dreißigjährige Krieg war eine grausame Epoche, jedoch auch eine sehr spannende Zeit. Die Auseinandersetzung mit dem schwierigen Stoff lohnt sich", weiß der Vater von drei Kindern.

    An der Rolle des Balzer Dietmar reizt ihn besonders der liebenswerte Charakter der Figur des altgedienten und gewitzten Stadtknechts mit dem Herz am rechten Fleck, der im Laufe des Stücks nie um eine Antwort verlegen ist und schließlich auch die Nachricht von der wundersamen Errettung Münnerstadts überbringt.

    "Infiziert" für das Heimatspiel hat ihn seine Frau Eva. Die Münnerstädterin war schon als Kleinkind im Tross der Althäuser unterwegs. Seit die Familie vor sechs Jahren wieder von der Isar an die Lauer gezogen ist, spielt sie mit ihren Töchtern Anna (13) und Sophia (10) sowie Sohn Florian (7) mit.

    Papa Ortwin hatte bisher kleinere Rollen inne, bevor er eine der Hauptrollen übernommen hat. Auch wenn es für ihn als Pendler nicht einfach ist, Übungs- und Lernpensum unterzubringen, unterstützt er die außergewöhnliche Spieltradition gerne. "Als Mürschter gehört das Heimatspiel einfach zum Jahreslauf dazu", meint er. Außerdem sei die Familie mit ihrem Wohnsitz am Jörgentor ohnehin mittendrin im Spielgeschehen.

    Wer Interesse hat, beim Heimatspiel mitzuwirken, kann sich unter Tel.: 09733/3330, info@heimatspiel-muennerstadt.de, www.heimatspiel-muennerstadt.de

    Franken-Secco zum Heimatspiel

    Einen eigenen Franken-Secco gibt es zum Heimatspiel, der vom Weingut Kilian aus Güntersleben stammt. Er ist ganz dem "jungen Glück" aus dem Stück gewidmet und als Sonderabfüllung etikettiert. Der weiße Secco heißt "Michl", der Secco rosé trägt den Namen "Ottilie".

    Karten für "Die Schutzfrau von Münnerstadt " (Aufführungen am 25. August sowie am 1. und 8. September) gibt es im Vorverkauf, an der Tageskasse oder als Geschenkgutschein. Reisegruppen erhalten Sonderkonditionen und Serviceleistungen zur Programmgestaltung. Tickets und Infos bei der Heimatspielgemeinde Münnerstadt e.V., Claudia Kind, Nikolaus-Molitor-Str. 21, 97702 Münnerstadt , Tel.: 09733/3330, www.heimatspiel-muennerstadt.de, info@heimatspiel-muennerstadt.de,

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