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    Thundorf

    Hier wird nicht mehr unterrichtet

    Schon monatelang diskutiert und berät der Gemeinderat Thundorf über den Weiterbestand seiner Grundschule in Rothhausen. Dieses Thema beschäftigt die Gemeinden Markt Maßbach und die Gemeinde Thundorf eigentlich schon schon seit 1983. Damals forderte der Markt Maßbach die Eingliederung seiner Weichtunger Schüler in den Schulverband Maßbach. Diesem Antrag wurde jedoch vom Schulamt nicht stattgegeben, Vielmehr wurde beschlossen, dass wegen fehlender Schüler in Poppenlauer zwei Jahrgänge in einer Klasse unterrichtet werden. Aktuell ist diese Situation umgekehrt derzeit in Rothhausen mit den Kombiklassen. Es ging damals gut mit der Schule Rothhausen bis 2011, als der nächste Versuch der Schulbehörde gestartet wurde, bei der man aber nicht mit der Gegenwehr und Demonstration der Eltern und Kinder aus Thundorf , Weichtungen, Theinfeld und Rothhausen gerechnet hatte. Aktuell sind nun die Mängel am Gebäude und fehlende Lehrkräfte ausschlaggebend dafür, dass die Kinder von der Grundschule Rothhausen schon seit längerer Zeit nach Poppenlauer zum Unterricht müssen. Am 17.Juli fand das letzte gemeinsame Gespräch in dieser Angelegenheit mit Bürgermeister Egon Klöffel , der Schulleiterin Simone Heinz und dem staatlichen Schulamt Bad Kissingen statt. In dieser Runde einigte man sich darauf, dass die Grundschule Thundorf im kommenden Schuljahr 2018/2019 vorübergehend inaktiv wird, aber seinen Status als Schule bis auf weiteres behält. Sie wird dann mit Nul Schülern geführt und könnte als Schule jederzeit wieder aktiviert werden. Grundvoraussetzung hierfür wäre allerdings ein grundsaniertes Schulgebäude. Die Schülerinnen und Schüler aus Thundorf werden deshalb weiterhin in der Grundschule Maßbach-Poppenlauer unterrichtet werden. Nach Rücksprache mit der Regierung von Unterfranken wurde der Gemeinde mitgeteilt, wie viel Toiletten vorhanden sein müssen. Demnach ist die Anzahl der Sanitärobjekte für die Mädchen und Jungen ausreichend, Lediglich für die Lehrkräfte müsste eine neue Toilette geschaffen werden. Bezüglich einer Förderung muss vorab dargelegt werden, dass die Schule zukunftsfähig ist. Da die Prognose eher negativ ist, ist auch kaum mit einer Förderung zu rechnen.Vom Gemeinderat war nun die richtungsweisende schwere Frage zu entscheiden, wie es weiter gehen soll ?


    Eine lebhafte Diskussion eröffnete Gemeinderat Edwin Braun mit der Feststellung "Wir müssen heute unbedingt Nägel mit Köpfen machen". Dem Gremium ist bewusst, dass die derzeitige Situation darauf hinausläuft, die Schule zu schließen. "Wenn die Kinder mal ein Schuljahr nach Poppenlauer gehen, bleiben die auch dort", ist die einhellige Meinung der Gemeinderäte. Zumindest etwas hat Bürgermeister Klöffel erwirkt, dass es vom Schulrat die Zusage gibt, dass im kommenden Schuljahr die Thundorfer mit den Rannunger Grundschülern eine Klasse bilden. Der Gemeinderat sieht fast keine Chance die Schule zu halten, möchte aber auch nicht als Buhmann dastehen. Gemeinderat Peter Saal sagt treffend: "Wir haben leider den Kampf verloren, das müssen wir feststellen". Der Gemeinderat beschließt, eine Sanierung des Schulgebäudes Rothhausen nicht weiter zu verfolgen, da vom Schulamt keine konkrete Aussage beziehungsweise Zusicherung über den Fortbestand der Grundschule Rothhausen gegeben wurde. Der Gemeinderat hält fest, dass aufgrund dieser ungewissen Zukunftsaussichten eine Investition nicht gerechtfertigt wäre und er diese schwere Entscheidung schweren Herzens getroffen hat. Weitere Gründe für diese Entscheidung sind unter anderem auch, dass die Mehrheit der Elternschaft für Poppenlauer gestimmt hat und auch nicht sicher wäre, ob im nächsten Schuljahr - trotz Umbaumaßnahmen - ein geregelter Unterricht aufgrund Lehrermangel in der Grundschule Rothausen stattfinden würde.

    Rechtsschutzversicherung
    Mit einem Rundschreiben hat der Bayrische Gemeindetag mitgeteilt, dass der im Jahre 2008 abgeschlossene Rechtsschutzvertrag am Jahresende 2018 ausläuft. Der Bayrische Gemeindetag ist verpflichtet, zu gewährleisten, dass seinen Mitgliedern ein Rechtsschutz angeboten wird. Aus diesem Grund wurde ein neuer Gruppenversicherungsvertrag entwickelt und europaweit ausgeschrieben. Dieser Vertrag tritt zum 1.1.2019 in Kraft. Den Zuschlag hat unter mehreren Versicherungsgesellschaften die ÖRAG in Düsseldorf erhalten, die auch bisher der Versicherungspartner war. Statt 20 gibt es neuerdings nur noch fünf Vertragstypen. Bisher war die Gemeinde mit einem Voll-Rechtsschutz (KW) und einer Selbstbeteiligung von 250 Euro und einem Spezial-Strafverkehrsrechtsschutz (SV) ohne Selbstbeteiligung versichert.Der Preis lag bisher bei 1152,48 Euro und verringert sich um 89,52 Euro auf 1062,96 Euro.Der Gemeinderat beschließt, dem Gruppenversicherungsvertrag des Bayrischen Gemeindetages mit der ÖRAG Rechtsschutzversicherung vom 2.5.2018 beizutreten. Der Versicherungsschutz bleibt bestehen wie bisher. Philipp Bauernschubert

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