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    Bad Kissingen

    Hildegard Karl und ihre unterhaltsamen Albernheiten

    Spielerische Wortakrobatik für Kinder und gereimte Geschichten über sympathische Zeitgenossen - die Kissingerin Hildegard Karl legt ein Buch mit Gedichten vor.
    Eine Sammlung von Wortspielereien und Gedichten hat die Kissingerin Hildegard Karl herausgegeben, kleine Freude für alberne Leute heißt das Büchlein.
    Eine Sammlung von Wortspielereien und Gedichten hat die Kissingerin Hildegard Karl herausgegeben, kleine Freude für alberne Leute heißt das Büchlein. Foto: Siegfried Farkas

    Es gibt viele Menschen, die gern schreiben. Nur erfahren das die anderen meistens nicht. Für ein Buch einen Verlag zu finden, ist schwierig. Das Werk selbst herauszugeben, stellt ein wirtschaftliches Wagnis dar. Viele Lebenserinnerungen, Gedichte oder Krimis entdecken folglich nie das Licht der literarischen Welt, weil die Manuskripte die Schubladen der Schreibtische, auf denen sie entstanden, kaum verlassen.

    Hildegard Karl ist ein Mensch, der gerne schreibt. In 40 Jahren Schuldienst hat die gebürtige Kissingerin immer wieder für Kinder und mit Kindern gedichtet. Bei runden Geburtstagen von Kollegen und Freunden fand sie zudem oftmals Gelegenheit, unterhaltsame Liedtexte zur Würdigung von runden oder unrunden Jubilaren zu reimen.

    In Buchhandlung erhältlich

    Auf diese Weise sind etliche Gedichte zusammengekommen. Und die entdecken jetzt das Licht der kleinen literarischen Welt von Bad Kissingen. Hildegard Karl hat die Ruhe der Corona-Monate genutzt und aus alten und neuen Reimen ein Büchlein zusammengestellt. Es heißt kleine Freude für alberne Leute und ist bei seitenweise. Die Buchhandlung in der Ludwigstraße erhältlich.

    Eine Freundin habe ihr mal attestiert, dass sie "einen sehr kindlichen Humor" habe, erzählt Hildegard Karl und meint, das sei gar keine so falsche Einschätzung. Ihr Büchlein richte sich in der Tat "an Menschen, die Spaß haben an Blödeleien und Albernheiten". Auf den 50 Seiten ihres Büchleins finden sich deshalb, gelegentlich verbunden mit der Aufforderung, selbst weiterzureimen, unter anderem Wortspielereien wie diese:  "Lilli Lenhard liegt im Sand/ lila Lolli in der Hand./ Die Libelle in den Linden/ wollte längst 'nen Lolli finden./ Lauert listig im Versteck./ Lilli legt das Teil nicht weg./ Lilli leckt und lispelt leise:/ He Libelle, hast 'ne Meise?/ Dieser Lolli ist für mich./ Leck're Läuse sind für dich."

    Sympathische Zeitgenossen

    Zu den kindernahen Versen gesellen sich Geschichten über Leute, die ihr aufgefallen sind. Menschen aus dem persönlichen Umfeld, "sympathische Zeitgenossen", wie die Dichterin sagt, dienten als Vorbild. Wer das Umfeld kennt, erkennt die Menschen. Die Gefahr, dass ein Vorbild beleidigt sein könnte, besteht trotzdem nicht. Nicht nur die Zeitgenossen sind "sympathisch", auch ihre Beschreibung ist es.

    Hildegard Karl: kleine Freude für alberne Leute, 50 Seiten, mit Zeichnungen der Autorin, Bad Kissingen, 7 Euro, erhältlich bei seitenweise. Die Buchhandlung in Bad Kissingen.

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