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    Bad Kissingen

    In Bad Kissingen: Hans Driesel beleuchtet Geschichte der "Fasenacht"

    Zu seiner 261. "Kult-Tour" hatte Kreiskulturreferent Werner Eberth in den kleinen Pfarrsaal Bad Kissingen eingeladen und dabei mit maximal 40 Personen gerechnet.
    Bad Kissingens Kreiskulturreferent Werner Eberth (rechts) eröffnete mit passendem Faschingshut den Vortrag von Hans Driesel. Foto: Gerd Schindelmann       -  Bad Kissingens Kreiskulturreferent Werner Eberth (rechts) eröffnete mit passendem Faschingshut den Vortrag von Hans Driesel. Foto: Gerd Schindelmann
    Bad Kissingens Kreiskulturreferent Werner Eberth (rechts) eröffnete mit passendem Faschingshut den Vortrag von Hans Driesel. Foto: Gerd Schindelmann

    Es kam jedoch rund die doppelte Anzahl, so dass man aus dem großen Saal Stühle holen musste. Im kleinen Saal sah man dann kaum noch den Fußboden.

    Veranstalter Werner Eberth trug zur Erheiterung eine Geschichte des verstorbenen Münnerstädter P. Dr. Thomas Beckmann vor, die überraschenderweise bewies, dass ein Kreuzzeichen auch eine ganz andere Bedeutung haben kann.

    Hans Driesel aus Werneck, in Schweinfurt bei der Schwarzen Elf früher lange Jahre Sitzungspräsident und noch heute führend für das Deutsche Faschingsmuseum in Kitzingen tätig, trug dann, obwohl stimmlich angeschlagen, die Geschichte der "Fasenacht" vor. Der Augustiner-Barfüßer-Mönch Abraham à Santa Clara (1644 bis 1709) wurde von Driesel ausführlich vorgestellt.

    "Fasenacht" im Dritten Reich

    Der Fasching war jahrhundertelang auf katholische Gemeinden, vor allem auf die großen Städte am Rhein, beschränkt und wurde dort während der Zugehörigkeit zu Frankreich bis 1814 ein politisches Medium. Driesel schilderte ausführlich die Lage der "Fasenacht" im Dritten Reich, in dem Anspielungen auf das Regime nur mit doppeldeutigen Versen möglich war und für den "Fasenachter" leicht in Dachau enden konnte.

    Bis in die Nachkriegszeit wurde der Fasching nur von Männern betrieben, Frauen waren als Gäste sehr willkommen, mitwirken durften sie aber praktisch nur mit Tanzeinlagen. Erst Margit Sponheimer eroberte die "Bütt" für Frauen .

    Für seinen Vortrag gab es für Driesel lang anhaltenden Beifall. Zustimmung gab es auch für den Vorschlag von Eberth, nach dem 40. Vortrag von Hans Driesel dessen beliebte Vortragstätigkeit hier wieder aufzugreifen.kew

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    Werner Eberth

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