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    Rannungen

    In Rannungen: Südlink-"Alternative 4" wieder in die Planung aufnehmen

    Als Feldgeschworene wurden Peter Memmel (Mitte) und Edmund Weigand (rechts)  von Bürgermeister Fridolin Zehner in der Sitzung des Rannunger  Gemeindesrates vereidigt.  Foto: Dieter Britz
    Als Feldgeschworene wurden Peter Memmel (Mitte) und Edmund Weigand (rechts) von Bürgermeister Fridolin Zehner in der Sitzung des Rannunger Gemeindesrates vereidigt. Foto: Dieter Britz

    Auf Antrag von Harald Klopf (Rannunger Bürgerliste) kam das Thema " Südlink " auf die Tagesordnung des Gemeinderates. Bekanntlich wird der Trassenverlauf des unterirdischen Stromkabels möglicherweise auf Rannunger Gemarkung entlang der Autobahn A 71 führen. Er hatte in den Plänen eine "Alternative 4" entdeckt, die ab Wollbach (bei Neustadt) auf bzw. unter einer bestehenden Hochspannungsleitung mit Masten nach Grafenrheinfeld führen würde (so heißt es in der Vorlage der Verwaltung für die Sitzung).

    Keine zusätzlichen dauerhaften Waldrodungen

    Diese Alternative 4 würde ohne zusätzliche dauerhafte Waldrodungen auskommen, steht da weiter und "auch die Gemeinden Strahlungen, Münnerstadt, Maßbach und Oerlenbach müssten keine zusätzlichen Flächen zur Verfügung stellen". Deshalb solle nach Möglichkeiten gesucht werden, diese Alternative 4 wieder in die Planung aufzunehmen. Harald Klopf betonte, eine Engstelle von 45 Metern in dieser Variante dürfe nicht als Begründung dienen, sie abzulehnen. "Mit einer Stromtrasse ist die lokale Energiewende passé", betonte Werner Keller. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sei gegen die Trasse gewesen, nun aber höre man nichts mehr von ihm. "Die Trasse kommt", fürchtet er.

    Die Trasse 4 bedeute einen wesentlich geringeren Eingriff in die Natur als andere, "deshalb müssen wir die Nachbargemeinden mit ins Boot nehmen". Harald Klopf schlug schließlich vor, die betroffenen Gemeinden zu einem Runden Tisch einzuladen. Dem stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

    Feldgeschworene vereidigt

    Die Gemeinde hat zwei neue Feldgeschworene. Peter Memmel und Edmund Weigand waren von den Feldgeschworenen der Gemeinde gewählt worden. Wie gesetzlich vorgeschrieben, wurden sie nun vom Gemeinderat bestätigt, danach vereidigte sie Bürgermeister Fridolin Zehner ( CSU ) auf ihr neues verantwortungsvolles Amt. Sie sind auf Lebenszeit gewählt, so der Bürgermeister. Dieses Amt gibt es nur in den Bundesländern Bayern, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Entstanden ist es vor über 500 Jahren in Franken. Rund 15.000 der 25.000 bayerischen Feldgeschworenen arbeiten in Franken.

    An der Bergstraße sollen zwei Privatgrundstücke durch eine Einbeziehungssatzung zu Wohngrundstücken werden. 15 Behörden und Träger öffentlicher Belange von der Bauaufsichtsbehörde über das Amt für ländliche Entwicklung bis zur Telekom wurden zu Stellungnahmen aufgefordert. Hier gab es ebenso wie bei der Bürgerbeteiligung keine wichtigen Einwendungen. Um den Vorschriften Genüge zu tun, wird der Entwurf der Einbeziehungssatzung "Bergstraße" nochmals öffentlich ausgelegt und die Behörden zu Stellungnahmen aufgefordert. Erst dann kann der Gemeinderat endgültig den Entwurf als Satzung beschließen. Ein Baugesuch auf dieser Fläche genehmigte der Gemeinderat auch schon. Gebaut werden darf allerdings erst, wenn auch das Landratsamt zugestimmt hat. "Der Bauantrag bleibt im Landratsamt liegen, bis das Verfahren für die Einbeziehungssatzung abgeschlossen ist", so Fridolin Zehner .

    Genehmigt wurde eine zusätzliche Straßenlaterne, damit das neue Mini-Baugebiet erleuchtet ist. Die Lampe kostet 3693 Euro. Rund 20.000 Euro hätte es gekostet, auf dem Schul- und Kirchhof sieben neue Leuchten aufzustellen. Hier stehen vier Leuchten, die mit den neuen Leuchten nicht übereinstimmen. "Mir zu teuer" kommentierte Wolfgang Röder, und Harald Klopf ergänzte "das fällt nicht sonderlich auf". Neue Lampen wurden einstimmig abgelehnt. Der katholischen öffentlichen Bücherei wurde wie jedes Jahr ein Zuschuss von 400 Euro genehmigt.

    Zum Schluss der Sitzung teilte der Bürgermeister mit, dass der Gemeinderat es in nichtöffentlicher Sitzung abgelehnt hat, auf einem Acker, der ihm gehört, ein kleines Baugebiet neu auszuweisen.

    Dieter Britz

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