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    Wartmannsroth

    Ist Wartmannsroth das "Ende der zivilisierten Straßenwelt"?

    Bürgermeister Jürgen Karle ist enttäuscht: Straßenbauamt kommt nicht in die Gänge
    Der alte Zweittraktor der Gemeinde Wartmannsroth soll im kommenden Jahr durch einen neuen ersetzt werden. Foto: Gerd Schaar       -  Der alte Zweittraktor der Gemeinde Wartmannsroth soll im kommenden Jahr durch einen neuen ersetzt werden. Foto: Gerd Schaar
    Der alte Zweittraktor der Gemeinde Wartmannsroth soll im kommenden Jahr durch einen neuen ersetzt werden. Foto: Gerd Schaar

    Der Zustand der Staatsstraßen im gesamten Gemeindebereich Wartmannsroth sei extrem schlecht, zog Bürgermeister Jürgen Karle sein Fazit aus den Bürgerversammlungen. Unabhängig voneinander habe sich diese Kritk der Anwohner in allen Ortsteilen wie ein roter Faden bemerkbar gemacht. Seine Rückmeldungen beim zuständigen Straßenbauamt Schweinfurt hätten aber bislang nichts bewegt, war Karle enttäuscht. "Sind wir am Ende des Landkreises Bad Kissingen gleichzeitig auch am Ende der zivilisierten Straßenwelt?", hinterfragte er.

    Für einen neuen zweiten Traktor zum Einsatz im Bauhof der Gemeinde Wartmannsroth sprachen sich die Räte in ihrer Sitzung am Donnerstag aus. Die Anschaffung soll im Haushalt 2020 eingeplant werden. Auslöser für diese Überlegung sei die technische Entwicklung der modernen Zusatzgeräte , für deren Betrieb der vorhandene Zweitschlepper zu schwach ausgelegt sei, erklärte Bauhofmitarbeiter Torsten Müller. Probleme gebe es speziell in den Bereichen Hydraulik und Getriebe. Auch regelmäßige Ölverluste hätten sich mittlerweile an dem zwölf Jahre alten Fahrzeug bemerkbar gemacht.

    Gut voran gegangen sei es mit den Kanalarbeiten in Völkersleier, berichtete Karle. Im kommenden März oder April seien noch unterirdische Inlinerarbeiten an den Kanälen fällig. Die neuen Straßenlampen für Völkersleier seien mittlerweile installiert. Gute Nachrichten hatte der Bürgermeister über ein erfreuliches Gespräch mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) hinsichtlich des Neubaugebietes Häg und der benachbarten Dorferneuerung in Wartmannsroth . Für die anstehenden Abrisse nahe Rathaus und für den neuen Spielplatz stünden hohe Förderbeträge in Aussicht, so Karle.

    Noch offen sei das Oberflächenwasserproblem am Gerstenberg in Dittlofsroda mit der bisher ungelösten Frage: "Wohin soll das Wasser sinnvoll abgeleitet werden, damit es nicht mehr zu Überschwemmungen kommt?". Ihr lebhaftes Interesse an wasserbaulichen Maßnahmen bestätigten die Räte mit ihrem einhelligen Beschluss auch für den Klingenbach und den Hofbach in Windheim. Jetzt sollen entsprechende Fördermittel beim Wasserwirtschaftsamt (WWA) beantragt werden. Karle betonte, dass Wasserpflanzen in diesen Bächen nicht als "Dreck" einzustufen seien. Grünes Licht erhielt ein geplanter provisorischer Gehweg entlang der Neudorfer Straße in Schwärzelbach . Er führt am Kriegerdenkmal vorbei.

    Die Realsteuersätze (je 320 v.H. Grundsteuer A und B, 380 v.H. Gewerbesteuer) der Gemeinde Wartmannsroth sollen auch für das kommende Jahr konstant bleiben, so der einhellige Beschluss der Räte. Ohne längere Diskussion wurde einstimmig die Erhöhung des Beförsterungsentgeltes von 25 auf 30 Euro pro Hektar Waldfläche für die beauftragte Forstbetriebs-Gemeinschaft (FBG) Rhön-Saale akzeptiert.

    Mit jeweils 8:1 Stimmen wurde der Förderantrag des Caritasverbandes Bad Kissingen unterstützt, der auch für das kommende Jahr wie für heuer je 1065,50 Euro Zuschuss vorsieht und vorbehaltlich der vorhandenen Haushaltsmittel gewährt werden soll. Den jährlich beantragten Zuschuss von 30 Euro pro Jungmusiker aus der Gemeinde Wartmannsroth soll die Jugendmusik-Vereinigung Saaletal erhalten, beschlossen die Räte einstimmig.

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    Gerd Schaar

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