• aktualisiert:

    Bad Kissingen

    Jahrgang 1958/59: Ehemalige der Garitzer Schule treffen sich

    Gut die Hälfte des Garitzer Einschulungsjahrganges 1958/59 traf sich nach 60 Jahren wieder. Von den ehemals über 35 Schülern*innen kamen 20, sieben sind bereits verstorben. Foto: Peter Rauch
    Gut die Hälfte des Garitzer Einschulungsjahrganges 1958/59 traf sich nach 60 Jahren wieder. Von den ehemals über 35 Schülern*innen kamen 20, sieben sind bereits verstorben. Foto: Peter Rauch

    Der Garitzer Einschulungsjahrgang 1958/59 traf sich jüngst zu seinem zweiten größeren Klassentreffen. Zwischen 35 und 38 Schüler stark war damals die Klasse. Das änderte sich immer mal wieder durch Neuzugänge oder Wohnortwechsel der Eltern. Eine Konstante über die ersten Jahre in der Schule war die Klassenlehrerin Marianne Franz - erst später, etwa ab der sechsten Klasse übernahm ihr Mann diese Klasse. Unvergessen ist auch Pfarrer Stoll, vor allem wegen seines Rohrstockeinsatzes wenn der Katechismus nicht fehlerfrei aufgesagt werden konnte.

    Zumindest die ehemaligen Buben, heute alles "Jungrentner", haben an Lehrer Franz noch gute Erinnerungen: "So wirst du nie Pilot" tadelte der ehemalige Luftwaffenoffizier seine manchmal nicht so artigen Schüler. In der Tat ist auch niemand von ihnen Pilot geworden, wenngleich alle ihren Volksschulabschluss mit guten Noten beendet haben. Rund ein Drittel ging nach der vierten Klasse auf's Gymnasium und nach weiteren zwei Jahren hatte die Klasse nochmals einen starken Aderlass, als etliche Schüler auf die Knabenrealschule in Bad Kissingen wechselten. Der Kontakt während der Schulzeit ist dennoch nie abgerissen. Oft trafen sich die "Garitzer" fast klassenweise im Kissinger Terrassenbad. Das "Liebeswiesle" unterhalb des Sportbeckens war für die damaligen 12 bis 15-jährigen der ideale Treff, vor allem wenn das Taschengeld für einen Besuch im "Weizenturm" nicht mehr ausreichte.

    Von den ehemaligen rund 35 Schülern sind inzwischen sieben verstorben, ebenso viele konnten nicht am Treffen teilnehmen. Herbert Kolb, der auch schon das Treffen vor zehn Jahren organisiert hatte, führte die nun 20-köpfige Gruppe durch neuere Straßenzüge von Garitz und ließ auch den Friedhof nicht aus, wo zumindest fünf der Ehemaligen ihre letzte Ruhe fanden. Im "Abseits" der einzig verbliebenen Gaststätte in Garitz, fand dann, unter vielen Fragen und "weisst du noch?" der gemütliche Abschied statt, bei dem bereits das nächste Treffen in fünf oder zehn Jahren angesprochen wurde.

    Peter Rauch

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!