• aktualisiert:

    Münnerstadt

    Jetzt kommt Pflaster in die Münnerstädter Altstadt

    Weil der Gehweg zwischen Hafenmarkt und Jörgentor ohnehin aufgerissen werden muss, wird er anschließend gleich richtig hergerichtet. Das sind die Pläne.
    Der Gehweg wird vom Hafenmarkt bis zum Jörgentor in Münnerstadt gepflastert. Bei einer Besprechung vor Ort haben die Verantwortlichen die Details festgelegt. Das Bild zeigt von links: Reiner Straub, Norbert Schreiner, Jochen Schumm, Michael Kastl und Fabian Nöth. Foto: Thomas Malz       -  Der Gehweg wird vom Hafenmarkt bis zum Jörgentor in Münnerstadt gepflastert. Bei einer Besprechung vor Ort haben die Verantwortlichen die Details festgelegt. Das Bild zeigt von links: Reiner Straub, Norbert Schreiner, Jochen Schumm, Michael Kastl und Fabian Nöth. Foto: Thomas Malz
    Der Gehweg wird vom Hafenmarkt bis zum Jörgentor in Münnerstadt gepflastert. Bei einer Besprechung vor Ort haben die Verantwortlichen die Details festgelegt. Das Bild zeigt von links: Reiner Straub, Norbert Schreiner, Jochen Schumm, Michael Kastl und Fabian Nöth. Foto: Thomas Malz

    Dass sich modernes Internet an der Freiherr-von-Lutz-Volksschule am Karlsberg auch positiv auf die Altstadt auswirken kann, werden die Münnerstädter demnächst erleben. Der Gehweg vom Tattoo-Studio am Hafenmarkt bis zum Jörgentor wird hergerichtet. Geplant war, den Gehweg wieder zu asphaltieren, sagte Bürgermeister Michael Kastl ( CSU ). Aber auf Anregung des Referenten für städtische Liegenschaften, Norbert Schreiner (Forum Aktiv), bekommt der Gehweg nun das behindertengerechten Pflaster, das bereits in der Gymnasiumstraßen mit Stenayer Platz und vor dem Fränkischen Hof verlegt worden ist. Der Bauausschuss hat kürzlich 70 000 Euro dafür freigegeben. Gebraucht werden wohl nur 50 000 Euro.

    Es musste mal wieder sehr schnell gehen. Wie andere Kommunen in Bayern auch, nutzt Münnerstadt das Förderprogramm für den Anschluss der Schulen ans Glasfaserkabel. Das muss quer durch die Stadt verlegt werden, die Zeit drängt, weil das Förderprogramm zeitlich begrenzt ist. Teilweise können vorhandene Leerrohre genutzt werden, teilweise müssen die Gehwege aufgerissen werden, wie beispielsweise vom Hafenmarkt bis zum Jörgentor. Die Asphaltschicht dort trägt deutliche Narben, weil der Gehweg immer wieder einmal für verschiedene Hausanschlüsse aufgerissen worden ist.

    Nun wäre für die Verlegung des Glasfaserkabels eine weitere Narbe hinzugekommen, auf dem kompletten 82 Meter langen Gehweg auf einer Breite von 50 Zentimetern. Aber das wollte niemand. "Für mich war klar, dass wir die Gelegenheit nutzen und den Gehweg komplett erneuern", sagte Michael Kastl. Allerdings wäre die Wahl wohl wieder auf Asphalt gefallen, so wie es der frühere Stadtrat auch bei den Gehwegen entlang der Veit-Stoß- und der Riemenschneiderstraße entschieden hatte.

    Bei den Gesprächen zur Neugestaltung des Gehwegs hatte der Referent für städtische Liegenschaften, Norbert Schreiner, vorgeschlagen, den Gehweg zu pflastern. Kurzfristig nahm der Bauausschuss das Thema auf die Tagesordnung und vergab die Arbeiten an die Firma Streck-Eisenmann aus Mellrichstadt. 70 000 Euro waren dafür vorgesehen.

    Allerdings nur bis Mittwochnachmittag. Bei einem Rundgang an dem neben dem Bürgermeister und Norbert Schreiner auch Straßenreferent Fabian Nöth (Neue Wege), Reiner Straub vom Bauamt und Jochen Schumm von der Baufirma teilnahm, wurde der geplante Austausch der Bordsteine kurzerhand gestrichen. Vorgesehen waren Bordsteine aus Granit. "Das passt gar nicht", findet Norbert Schreiner und auch Fabian Nöth meint, dass die vorhandenen Bordsteine noch sehr gut erhalten seien. Also wurde vor Ort entschieden, dass der Gehweg gepflastert wird, die Bordsteine aber bleiben. Das spart der Stadt rund 20 000 Euro. "Das kann uns nur Recht sein", meinte der Bürgermeister dazu. Nun wird der Gehwegausbau mit Pflaster rund 50 000 Euro kosten, Asphalt hätte etwa die Hälfte gekostet.

    Aber auch Fabian Nöth findet die Pflasterung wesentlich besser. Er verweist auf die großen Straßensanierungen in Wermerichshausen , Seubrigshausen und jetzt Reichenbach. Überall hatte sich der Stadtrat für Pflaster auf den Gehwegen ausgesprochen. "Hier sind wir in der Münnerstädter Altstadt , da muss es erst recht Pflaster sein", findet er. Und das hat noch einen großen Vorteil: Muss der Gehweg mal wieder wegen eines Hausanschlusses aufgerissen werden, bleiben keine Narben. Das Pflaster wird herausgenommen und einfach wieder eingesetzt.

    Bei der Begehung gingen die Verantwortlichen auch auf Wünsche und Anregungen der Anwohner ein. So wird die kleine Freifläche unmittelbar vor dem Jörgentor komplett mit gepflastert. Fest steht auch, dass die wenig ansehnliche Absperrung für Fußgänger wegkommt und durch historische Boller und Ketten ersetzt wird. Die Hinweisschilder werden an einem Mast angebracht. Unmittelbar gegenüber der Einfahrt zum Kirchplatz wird der Bordstein abgesenkt, damit das Gotteshaus leichter für Menschen mit Behinderungen erreichbar ist. Stefan Schlicht vom Büro der Sanierungsbeauftragten Schlicht Lamprecht Architekten, sei darüber informiert und habe sei okay gegeben, so Michael Kastl.

    Vom Jörgentor bis zum Schützenhaus liegt ein Leerrohr, weshalb dort nichts aufgerissen werden muss, erläuterte der Bürgermeister. Die Arbeiten von dort bis zur Schule werden in den Sommerferien ausgeführt, die Arbeiten am Jörgentot allerdings zuvor. Das Pflaster wird ähnlich dem in der Gymnasiumstraße und der angrenzenden Hennebergstraße sein.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Bad Kissingen-Newsletter!

    Thomas Malz

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!