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    Bad Kissingen

    Jobmesse der Wirtschaftsjunioren in Bad Kissingen ein voller Erfolg

    Beim Rundgang durch die Jobmesse, die von den Bad Kissinger Wirtschaftsjunioren erstmals veranstaltet wurde.  Werner Vogel
    Beim Rundgang durch die Jobmesse, die von den Bad Kissinger Wirtschaftsjunioren erstmals veranstaltet wurde. Werner Vogel

    Schon bei der Eröffnung wurde deutlich: Die Jobmesse , die die Wirtschaftsjunioren ins Leben gerufen haben, war professionell aufgestellt. Klug hat man sich dazu die Wirtschaftsförderung von Stadt und Landkreis an die Seite geholt, Staatsbad GmbH und Servicebetrieb der Stadt überzeugt und im Ehrenamt ein Netzwerk geschaffen, das Unternehmen und Jobsuchende in ansprechendem Ambiente zusammenbrachte. Ein starker Webauftritt, Großplakate und eine beachtliche Medienpräsenz verfehlten ihre Außenwirkung nicht.

    Bernadette Köth, Kreissprecherin der Wirtschaftsjunioren, Svenja Melchert und Frank Bernhard, Wirtschaftsförderer von Stadt und Landkreis, dazu Bürgermeister Toni Schick (Aussteller), Kurdirektorin Sylvie Thormann, Bürgermeister Thomas Leiner und Landrat Thomas Bold hielten bei der Eröffnung das einende Band der Zusammenarbeit in Händen, bevor die obligatorische Schere zuschlug. "Nicht motzen, sondern machen", war die Motivation der jungen Führungskräfte der Wirtschaft", beginnt die Kreisvorsitzende ihre Begrüßung. "Dass wir hier gemeinsam stehen, ist ein schon ein großer Erfolg", beschreibt Thomas Leiner die Situation angesichts der proppenvollen Ausstellungsfläche im Foyer, Max-Littman- und Weißen Saal des Regentenbaus, und Landrat Thomas Bold dankt den Unternehmen, "die sich hier so überzeugend präsentieren" und den Wirtschaftsjunioren: "Sie zeigen gemeinsam, was unsere Region so drauf hat. Das passt wunderbar zur Standortkampagne des Kreises: Hier gehts besser".

    Die Wirtschaft sucht dringend Arbeitskräfte, Fachkräftemangel wird als die größte Herausforderung der Zukunft gesehen, war bei allen Ständen zu hören. So sucht der Malerbetrieb Ulsamer aus Bad Kissingen Maler, Verputzer, Gerüst- und Trockenbauer und hält hilfreiche Mappen mit Beschreibungen der Fachrichtungen für die Interessenten bereit. Logistiker Kohlhepp hat eine virtuelle Fahrschule aufgebaut, um das "bescheidene Image des Berufskraftfahrers" - das sich sehr gewandelt hat, wie es heißt - abzubauen, KissSalis bietet Quereinsteigern Aus- und Weiterbildung als Gäste- und Wellnessbetreuer, die Bauwirtschaft ist mit den Firmen Hell, Heil, Schick, Stolz und den Fertighausbauern, Albert, Hanse, Wolf vertreten. Dort sucht man vor allem Poliere, bietet sogar Duales Studium an.

    Helfrich GmbH sucht Systemplaner und Bäcker Schmitt Konditormeister und Genussbotschafter. Aus der Gesundheitsbranche präsentieren sich Heiligenfeld und Kliniken Bad Bocklet, bietet Bavaria "Gesunde Arbeitsplätze " als medizinische Fachangestellte und DT & Shop wirbt für gleich acht Berufsfelder , unter anderem auch Web Entwickler. "Das wäre was für mich", interessiert sich Sebastian für den IT-Job und nimmt sich Zeit, das Kontaktformular auszufüllen, während der Lautsprecher zum ersten von vier Seminaren zur Arbeitswelt in den Weißen Saal einlädt.

    Mit Notizblock und Stift stehen fast durchgängig Interessierte vor einer großen Tafel, auf denen Firmen, -nur Landkreisfirmen sind zugelassen- auf offene Stellen hinweisen. Maria wollte nur ihren Vornamen preisgeben, bestätigt aber, dass sie von der Jobtafel drei Angebote notiert hat. Das Arbeitsamt checkt mögliche Bewerbungen auf Fehler, Flyer, und "Give aways" werden fast überall verteilt. Das Programm zielt darauf ab, mögliche Bewerber über die Region hinaus von den beruflichen Chancen und der Lebensqualität in Stadt und Landkreis zu überzeugen: Mitten in Deutschland, gute Autobahnanschlüsse, großes Kulturangebot, bezahlbare Wohnungen, hohe Lebensqualität. Darauf weisen Rhön- und Mainfranken GmbH, Gründerzentrum, Hotels, Kreishandwerkerschaft und die Wirtschaftsjunioren selbst wirkungsvoll hin. Deshalb ist auch die Firma Paul & Co aus Wildflecken mit einem Stand vertreten. Ihr Einzugsgebiet sind auch die Nachbarlandkreise. Gesucht werden Vertriebsmitarbeiter mit Sprachkenntnissen.

    Am Ende ziehen Besucher, Personalverantwortliche der Firmen und Veranstalter ein gleichermaßen positives Fazit: Jennifer Dittmer von AC0 in Reith: "Ein Dutzend Interessierte hatten sich unser Profil im Internet angeschaut und waren am Stand, um sich weiter zu informieren". Besucherin Nina Schmitt (Name von der Redaktion geändert) sagt: "Ich setz mich noch heute hin und schreib' eine Bewerbung" und Lydia Molea, Pressesprecherin der Wirtschaftsjunioren verkündet stolz: "500 Besucher waren das Ziel, auf 1000 hatten wir gehofft, über 1300 sind gekommen. In zwei Jahren machen wir das wieder". Frank Bernhard, Wirtschaftsförderer des Landkreises hört das gerne.

    Werner Vogel

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